Zufriedene Gesichter bei der Handballjugend

Mit sieben Jugendteams nahmen die Handballer des VfL Nagold an der vergangenen Runde teil. Diese fand am letzten Jugendspieltag mit dem Gewinn der Meisterschaft der weiblichen B-Jugend einen erfreulichen Abschluss.

Von den Minis bis zur weiblichen A-Jugend reichte die Palette der Teams, die der VfL in der vergangenen Saison gemeldet hatte. Sportlich besonders erfolgreich waren die älteren Mädchen-Mannschaften. Die weibliche B-Jugend holte sich - nach Anlaufschwierigkeiten in der Hinrunde - in der Bezirksklasse überraschend die Meisterschaft. Dabei spielte das von Thorsten Hafner gecoachte Team eine nahezu perfekte Rückrunde und siegte in allen Partien (wir berichteten).

Sportlich mindestens genauso hoch einzuschätzen ist das Abschneiden der weiblichen A-Jugend. In der Hinrunde hatten sich die von Markus Renz trainierten jungen Frauen für die Bezirkliga-Endrunde qualifiziert. Dort spielten sie munter auf und hielten mit den bestens Teams der Liga mit. Mit einem nur schmalen Kader, der stets mit B-Jugendlichen aufgestockt werden musste, lernten die VfL-Mädels in der Rückrunde endlich auch ihre guten Leistungen in Erfolge umzumünzen. Nur ein Spiel verlor man, ansonsten besiegte der VfL alle Gegner. Am Ende reichte es zum dritten Platz in der Bezirksliga. Kleines Schmankerl zum Rundenabschluss war sicherlich der deutliche 38:26-Sieg am letzten Spieltag gegen den bereits feststehenden Meister SG Ober-/Unterhausen. Dieser war bis dahin ungeschlagen und mit 18:0 Punkten zum letzten Spieltag nach Nagold angereist. Nur die VfL-Mädels schafften es den Meister zu besiegen.

Sehr solide spielte die weibliche C-Jugend in der Bezirksklasse auf. Das junge Team, das zum Teil auch immer wieder in der B-Jugend aushelfen musste, kam letztlich auf Rang fünf. Sechs Siege und acht Niederlagen fuhr das von Nicolina Skvorc gecoachte Team ein. Dabei gelang es, zahlreiche Neueinsteigerinnen in die Mannschaft zu integrieren und für den Handballsport weiter zu begeistern.

Nicht ganz zufrieden dürfte die männliche B-Jugend mit den gezeigten Leistungen in der Kreisliga A sein. Im Vorfeld hatte man sich schließlich trotz einiger Abgänge durchaus Hoffnungen auf den Meistertitel gemacht. Doch letztlich spielte die von Thorsten Hafner trainierte Truppe zu launisch. So wurde der VfL mit 14:10 Punkten Dritter. Vier der insgesamt fünf Niederlagen kassierten die Jungs in der Rückrunde. Zu viele, um ganz vorne um den Titel mitspielen zu können.

Einen Platz im Mittelfeld erspielte sich die männliche D-Jugend des VfL Nagold. Jugendleiter Sven Adamski und Kevin Bakircioglu trainieren die talentierten Jungs, unter denen auch viele Neueinsteiger waren. Sechs Siege und acht Niederlagen sind die Saisonbilanz. Das reichte für Platz fünf in der Kreisliga A, Staffel 1.

Bei den E-Jugendlichen hatte der VfL Nagold ein gemischtes Team und ein rein weibliches am Start. An den Spieltagen, bei denen nicht nur handballerisches Geschick gefragt ist, ging es in erster Linie darum, Erfahrungen im Mannschaftssport Handball zu sammeln. Das sportliche Ergebnis ist nebensächlich. Das gemischte Team unterlag zweimal, siegte einmal und schaffte einmal ein Unentschieden und kam damit auf Platz vier. Die Mädels zahlten Lehrgeld, verloren alle Spiele, ließen sich den Spaß am Handballsport aber nie nehmen. Trainiert werden die E-Jugendlichen von Manuela Miller und Sven Adamski.

Komplettiert wurde die Nachwuchsarbeit des VfL Nagold mit der Teilnahme der Allerjüngsten an Minispieletagen in der Region. Und auch hier konnte sich das eine oder andere Talent bereits in Szene setzen.


B-Jugend holt den Meistertitel 2017/18

 

So muss es sein im Sport: Bis zum letzten Spiel in der Bezirksklasse blieb bei der weiblichen B-Jugend die Meisterfrage offen. Im alles entscheidenden Spiel sorgte schließlich der VfL Nagold für klare Verhältnisse. Mit einem 21:13-Kantersieg sicherte sich das vergleichsweise junge Team den Meistertitel.

Nach dem Verlauf der Hinrunde war mit diesem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen. Die Mannschaft brauchte einige Zeit, um zusammenzufinden. Die Qualifikation für die Bezirksliga-Endrunde verpasste das Team deutlich. Und so startete man in der Rückrunde in der Bezirkslasse im Mittelfeld.

Doch die mit C-Jugendspielerinnen verstärkte Mannschaft harmonierte nun immer besser zusammen. Von Spiel zu Spiel steigerten sich die trainingsfleißigen Mädels und legten eine fulminante Rückrunde hin. Und so kam es am letzten Spieltag zum Showdown. Die SG H2Ku Herrenberg 2, die bereits alle Partien gespielt hatte, stand mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Doch da die VfL-Mädels das Rückspiel gegen Herrenberg für sich entschieden hatten und letztlich im direkten Vergleich mehr Treffer auf der Haben-Seite hatten als die Mädels aus der Gäu-Metropole, konnten die VfL-Girls plötzlich sogar noch Meister werden.

Sie hatten es also selbst in der Hand. Im Spiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten, der TSG Reutlingen, ergriffen die Nagolderinnen ihre Chance. Dass man im Hinspiel auch Reutlingen deutlich unterlegen war, davon war bei dem Aufeinandertreffen in der Bächlenhalle nicht mehr viel zu sehen. Im wahrsten Sinn des Wortes meisterhaft spielte der VfL in der ersten Halbzeit. Übrigens vor der Traumkulisse von rund 100 Zuschauern. Mit 12:4 ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit kam Reutlingen in den ersten Minuten wieder etwas näher heran. Doch beim Stand von 14:10 nahm Trainer Thorsten Hafner rechtzeitig die Auzszeit und forderte von den Mädels wieder volle Konzentration ein. Mit Erfolg. 21:13 endete die Partie schließlich, und die Meisterspielerinnen lagen sich jubelnd in den Armen.

In der Saison 2017/18 spielten in dem Team: Sarah Kunz, Mira Hofmann, Rebekka Bakircioglu, Jenny Schäfer, Laura Lehner, Hannah Kunz, Cara Klenk, Vesa Misini, Maren Mäutner, Juliana Kocijan, Pia Sophie Dürr, Tirza Theurer, Gabriela Car und Anika Thillmann.


Einfach meisterhaft: Unser Ü40-Team

Auf Nagolds alte Garde ist Verlass: Am letzten Spieltag der Ü40-Männerteams im Handballbezirk Achalm-Nagold sicherte sich der VfL in der heimischen Bächlenhalle den Meistertitel.

Nur eine Niederlage hatten die Nagolder Handballsenioren in der Runde einzustecken. Die restlichen sieben Spiele gewann der VfL Nagold souverän. So auch die letzten beiden Spiele der Saison. Gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen siegte der VfL Nagold 22:11. Noch deutlicher verlief dann das entscheidende letzte Spiel gegen den TSV Betzingen. Der VfL dominierte klar und siegte schließlich mit 19:7.

Am letzten Spieltag waren für den VfL Nagold aktiv: Michael Tietze, Uwe Reime, Robil Bakircioglu, Thomas Klenk, Carsten Tietze, Christoph Loher und Michael Schweitzer.


VfL-Mädels als Meisterbezwinger

Was für ein Abschluss: In ihrem letzten Spiel der Saison drehte unsere weibliche A-Jugend noch einmal so richtig auf. Im Vollgas-Modus siegte sie souverän gegen keinen Geringeren als den bis dato ungeschlagenen Meister SG Ober-/Unterhausen.

Das Spiel war für Handballfans eine Augenweide. Wie bereits im Hinspiel, das unsere Mädels allerdings deutlich verloren hatten, präsentierten sich beide Mannschaften auch im Rückspiel als ungemein torhungrig. Ganz besonders galt das für unsere von Markus Renz gecoachten jungen Frauen. Satte 38 Treffer landeten sie im gegnerischen Tor. Und das beim besten Team der Bezirksliga.

Die SG Ober-/Unterhausen stand bereits vor der Partie als überlegener Meister fest. Nicht einen einzigen Punkt hatten die Gäste bis dato abgeben müssen. Umso beachtlicher, dass es den VfL-Mädels gelang mit ihrem schnellen Spiel dieser makellosen Bilanz doch noch einen Kratzer zuzufügen.

Verlief die Partie in den ersten Minuten noch ausgeglichen, so setzte sich Nagold ab der achten Minute stetig vom Gegner ab. Mit einer 20:15-Führung ging es schließlich in die Pause. Doch der Torhunger unserer A-Jugendlichen war damit noch lange nicht gestillt. In Halbzeit zwei wurde das Ergebnis nicht etwa verwaltet. Mit ungebremster Spielfreude machte sich Nagold zum Meisterbezwinger. Der Gast aus dem Kreis Reutlingen hatte dem ungehemmten Angriffsspiel der Nagolder Mädels nicht mehr viel entgegenzusetzen. Und so fiel das Ergebnis mit 38:26 auch noch besonders üppig aus. Damit ist der VfL Nagold nicht nur das einzige Team, das die SG Ober-/Unterhausen im Verlauf der Saison schlagen konnte. Auch den direkten Vergleich entschieden die Nagolder Mädels für sich. Denn beim nicht weniger spektakulären Hinspiel unterlag Nagold mit 42:31 – und steht damit zusammengerechnet um ein Tor besser da.

Der Sieg brachte auch Zählbares mit sich: Denn in der Abschlusstabelle konnte sich der VfL damit noch auf Tabellenplatz drei verbessern. Ein dritter Platz in der Bezirksliga – vor Saisonbeginn hätten das wohl die wenigsten unseren A-Juniorinnen zugetraut. Besonders eindruckvsoll ist die Rückrundenbilanz: Nur ein Spiel ging verloren. Alle anderen wurden gewonnen.

Es spielten für den VfL Nagold: Kim Seeger im Tor, Mira Hofmann (2), Luisa Harr (7), Alena Wolf (5), Sarah Kunz (3), Aileen Hofmann (5), Tirza Theurer (1), Lina Hufschmidt und Sophie Reime (15/3).