Auch die Männer steigen auf

Bei den Handballern des VfL Nagold darf man sich derzeit über einen doppelten Aufstieg freuen – nur feiern kann die Abteilung diesen Erfolg in Zeiten von Corona-Pandemie und Mindestabstand noch nicht. Nachdem die VfL-Frauen künftig (wie bereits berichtet) in der Landesliga spielen werden, steht seit einigen Tagen fest, dass auch die Männermannschaft am grünen Tisch zum Aufsteiger gekürt wurde. Die VfL-Sieben wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga um Punkte kämpfen.

Wie aus der Staffeleinteilung der Männer für die Runde 2020/21 deutlich wird, steigen der ungeschlagene Klassenprimus TSV Betzingen und der VfL Nagold als Tabellendritter auf. Diese Konstellation hat sich ergeben, weil die zweitplatzierte Mannschaft der TSG Tübingen 2 nicht in die Bezirksliga aufrücken kann, nachdem dort bereits die erste Garnitur der Unistädter spielt.

Der Aufstieg aus der Bezirksklasse kommt damit zwar in gewisser Weise unerwartet – denn eigentlich hatten Veljko Saula und sein Team den Sprung ins Oberhaus des Handballbezirks Achalm/Nagold erst in der nächsten Spielzeit auf der Agenda. Trotzdem nimmt man diese Gelegenheit gerne mit und die Spieler sind natürlich schon heiß, sich in der neuen Liga zu beweisen.

»Wir wurden vom Bezirk angefragt«, macht Abteilungsleiterin Jessica Günther deutlich, dass Trainer und Mannschaft ebenso wie der Vorstand schnell ihre Zustimmung signalisiert hatten. Auch wenn das erklärte Ziel in der Bezirksliga zunächst nur der Klassenerhalt sein könne, ist die Abteilungschefin optimistisch. »Der VfL Nagold gehört in die Bezirksliga – und das Potenzial in der Mannschaft ist da«, zeigt sie sich überzeugt.

Personell rechnet Jessica Günther im Moment allerdings nur mit dem bereits vorhandenen Kader – zumal der Spielermarkt in der Region leer gefegt zu sein scheint. Trotzdem werde man weiter die Fühler ausstrecken, zumal der VfL Nagold als Bezirksligist natürlich wieder eine attraktivere Adresse als in den vergangenen Jahren ist. Vor diesem Hintergrund betont die Abteilungsleiterin: »Verstärkungen sind selbstverständlich

illkommen«.

Nach dem individuellen Lauftraining während des Lockdowns und einigen Trainingseinheiten in Kleingruppen und mit Mindestabstand im Nagolder Stadion wird seit dieser Woche wieder in der Halle trainiert. Allerdings ist auch hier die Zahl der Trainingsteilnehmer wegen der Corona-Auflagen noch begrenzt. »Ich hoffe, dass wir im September wieder normal und mit Zuschauern in die neue Runde starten können«, erklärt Jessica Günther.

Für VfL-Trainer Veljko Saula, der bereits Anfang März signalisiert hatte, dass er gerne mit der Mannschaft weiterarbeiten möchte, kommt der Sprung in die Bezirksliga eigentlich etwas früh. Ursprünglich war es sein Plan, erst in der kommenden Saison in Sachen Meisterschaft in der Bezirksklasse anzugreifen. Allerdings sieht er jetzt im Sprung in die nächsthöhere Liga auch eine Chance – zumal der Verein hinter der Mannschaft steht und die Spieler hochmotiviert sind.

»In der Bezirksliga wird ein anderer Handball gespielt«, weiß Veljko Saula, dass der VfL Nagold in der kommenden Saison vor allem seine Heimspiele in der Bächlenhalle gewinnen muss, um die Klasse zu halten. »Das wird jedes Spiel ein Kampf«, sagt der VfL-Coach und freut sich natürlich schon auf die Derbys gegen Altensteig, Calw oder Nebringen/Reusten.

Personell sieht Veljko Saula indes Handlungsbedarf. »Wir brauchen noch Verstärkung«, macht er vor allem mit Blick auf die Personalie Alexander Sehl deutlich. Der Rückraumrecke hat sich nach seinem Verletzungspech der letzten Monate dafür entschieden, das Handballtrikot an den Nagel zu hängen. Derzeit befindet sich der Nagolder Trainer in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, um seine Truppe noch schlagkräftiger zu machen.

(Uwe Priestersbach)


Frauenteam steigt in die Landesliga auf

Für die Handballerinnen des VfL Nagold war es eine Saison mit Hindernissen. Und doch steht am Ende ein großer sportlicher Erfolg: Das Frauenteam des VfL Nagold steigt in die Landesliga auf.

Sportlich gesehen ist das eigentlich wenig überraschend. Seit Jahren zeigt der Trend bei den VfL-Frauen nach oben. Nicht wenige hatten den VfL Nagold vor Beginn dieser Saison durchaus auch als Aufstiegskandidaten gehandelt – allerdings als einen unter vielen. Im Saisonverlauf zeigte das Team um Trainer Markus Renz dann, was in ihm steckt. In der Hinrunde tat man sich noch gegen den ein oder anderen Gegner unnötig schwer, verlor aber nur zwei Spiele. Die Rückrunde lief dann richtig gut – bis sich der VfL Nagold selbst ein Bein stellte: Zweimal setzte man unerlaubt eine 16-jährige Jugendspielerin ein. Das junge Torhütertalent hatte zwar ein Doppelspielrecht, war aber bereits in der B- und der A-Jugend zum Einsatz gekommen und hätte somit nicht mehr bei den Frauen im Kader stehen dürfen. Natürlich war man sich dieses Verstoßes auf Seiten des VfL nicht bewusst. Die Strafe folgte dennoch: Die eigentlich gewonnenen Partien gegen den VfL Pfullingen 2 und gegen die SKV Rutesheim wurden im Nachhinein gegen Nagold gewertet. Diese vier Punkte Abzug wirbelten die Tabelle in der Bezirksliga ordentlich durcheinander. Und der Aufstieg war plötzlich wieder in weite Ferne gerückt.

Doch die Nagolder Handballerinnen zeigten Moral, trotz des Rückschlags setzten sie ihren Siegeslauf fort. Vier weitere Partien gewannen die Nagolder Frauen – darunter auch als letztes Spiel am 8. März die schwere Auswärtspartie gegen den Klassenprimus TV Großengstingen. Langsam wurden wieder Aufstiegsträume gehegt. Der Sprung in die Landesliga war wieder aus eigener Kraft zu schaffen.

Dann kam der nächste Dämpfer: die Corona-Pandemie. Vor dem entscheidenden Spitzenspiel gegen den Tabellenführer SG Tübingen wurde die Saison zunächst unterbrochen und dann schließlich abgebrochen. Die Quotientenregelung zur Erstellung der Abschlusstabelle war für die Nagolder Handballerinnen eher ungünstig. Und so langte es dem VfL nur zu Platz drei.

Doch das reicht zum Aufstieg. Der HVW gab dieser Tage die 40 Landesliga-Teams der Saison 2020/21 bekannt. Dank der Einführung einer Verbandsliga gibt es in dieser Saison mehr Aufsteiger in die Landesliga als üblich. Hinzu kommt: Nicht jedes Team will in der Landesliga antreten. Fünf Mannschaften verzichteten und wollen freiwillig lieber niederklassiger spielen. Der TV Rottenburg zum Beispiel. Und auch der TV Großengstingen. Das eröffnete Chancen für Nachrücker, in diesem Fall für fünf willige Drittplatzierte aus den Bezirksligen wie den VfL Nagold.

„Ich bin super happy, dass wir aufsteigen, weil ich auch finde, dass wir es sportlich verdient haben, uns in der Landesliga zu messen“, sagt Coach Markus Renz. Er ist überzeugt, dass sein Team auch die restlichen Spiele der abgebrochenen Saison gewonnen hätte und der VfL dann unter den ersten beiden gewesen wäre. Wenn man die rein sportliche Leistung betrachte, habe der VfL eh nur fünf Minuspunkte eingefahren und wäre damit eigentlich an der Spitze gestanden. Gerade dieser Blick auf die sportliche Leistung seines Teams lässt in Renz auch die Überzeugung reifen, dass man auch in der Landesliga bestehen kann. „Das traue ich meiner Mannschaft durchaus zu.“

Der VfL-Coach machte in seinem Team auch eine klare Steigerung im Rundenverlauf aus. In der Hinrunde tat man sich bei manchem Spiel unnötig schwer, „in der Rückrunde sah das schon viel besser aus“. Deutliche Ergebnisse habe man da zum Teil eingefahren. Höhepunkt war sicher der ungefährdete Sieg auswärts in Großengstingen – für die Moral der Truppe war ein enorm wichtiger Sieg.

Den breiten und ausgeglichenen Kader sieht Markus Renz als einen der wichtigsten Qualitäts-Aspekte seiner Mannschaft. Quasi auf allen Positionen war und ist man torgefährlich. „Bei uns konnten sich die Gegnerinnen nie wirklich nur auf ein oder zwei Spielerinnen konzentrieren, sondern mussten sich für jede Position in der Abwehr etwas einfallen lassen.“ Eine Spielerin aber hebt Renz besonders hervor: Torhüterin Alisa Kübler. Denn die ist eigentlich gar keine Torfrau sondern eine quirlige Feldspielerin. Und nur notgedrungen rückte sie ins Tor. „Ihre Leistungen waren meist klasse. Besonders, wenn man betrachtet, dass sie nie wirklich richtiges Torwarttraining hatte.“ Ein Naturtalent offensichtlich. Renz: „Ali war eine super Torhüterin“ - und immer wieder in der vergangenen Saison ein entscheidender Faktor.

Optimistisch sieht auch die Abteilungsleitung des VfL Nagold dem Abenteuer Landesliga entgegen. „Wir sind mächtig stolz und freuen uns sehr, dass unsere Frauen für ihre Mühen am Ende doch belohnt wurden“, erzählt Abteilungsleiterin Jessica Günther. Und ihr Stellvertreter Sven Adamski betont: „Wir sind verdient in der Landesliga und ganz besonders stolz drauf, es mit so vielen Eigengewächsen und Ur-Nagolderinnen geschafft zu haben.“ (Heiko Hofmann)


Bezirkspokal 2020: Frauenteam zieht ins Final 4 ein

Perfekter Start ins neue Jahr: Nachdem sie es im vergangenen Jahr bis ins Pokalfinale geschafft hatten, gelang Nagolds Handballerinnen auch 2020 der Einzug ins Final 4 um den Bezirkspokal. In zwei unterhaltsamen Spielen gewann der VfL Nagold souverän das regionale Qualifikationsturnier in Calw.

Von Heiko Hofmann

Zunächst bekam es der Bezirksligist aus Nagold mit der dritten Garde der SG H2Ku Herrenberg zu tun. Das Gäu-Team aus der Bezirksklasse hatte von Anfang an massive Probleme gegen den VfL. Dieser legte einen Blitzstart nach Maß hin. Und so stand es nach fünf Minuten bereits 7:0 für Nagold. In der Folge hielt Herrenberg zwar besser dagegen, doch an der Überlegenheit des VfL änderte das nur wenig. Im Gegenteil: Nagold präsentierte sich nach der gut dreiwöchigen Handballpause überraschend gut eingespielt. Mit einer 12:8-Führung ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte erwischte der VfL wieder den deutlich besseren und effektiveren Start. Innerhalb von zwei Minuten sorgte Linksaußen Aileen Hofmann mit drei eiskalt verwandelten Kontertoren für den Start des nächsten Nagolder Tore-Laufs. 21:8 lag der VfL schließlich nach zehn Minuten Spielzet in der zweiten Hälfte in Führung, ehe Herrenberg den Nagolder Torsegen durchbrechen konnte. Der VfL brachte den Sieg souverän über die Zeit. Kapitänin Madeleine Majer traf schließlich zum 27:17-Endstand.

Im Finale bekamen es die von Markus Renz und Alexander Sehl betreuten Frauen wie bereits im Vorfeld von vielen erwartet mit der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell zu tun. Das Top-Team der Bezirksklasse hatte sich zuvor 25:15 gegen den Kreisligisten aus Bondorf durchgesetzt. Auch das Finale dominierte der VfL Nagold, wenngleich sich die Calwerinnen gut verkauften. Wieder erwischte der VfL einen Traumstart. Und so netzte Lisa Weiß nach einer Minute zum 2:0 und nur 30 Sekunden später zum 3:0 für Nagold ein. Calw kam nun etwas besser ins Spiel, aber die ansehnliche Nagolder Abwehr und eine munter haltende Torhüterin Alisa Kübler waren das gesamte Spiel über nicht leicht zu bezwingen. Die Folge: Nagold blieb stets in Führung und nach 25 Minuten ging es mit 13:9 in die Pause.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff war Calw nochmal bis auf ein Tor heran (15:14), doch dann setzte der VfL Nagold nach dieser Mini-Flaute zum nächsten Offensiv-Lauf an. In 13 Minuten traf die SG nur einmal, Nagold dagegen netzte neun Tore ein. Und so stand es in der 43. Minute 24:15 für den VfL. Mit dem schnellen Spiel des VfL konnte die SG in dieser Phase nicht mehr mithalten, und Nagold setzte einen empfindlichen Konter nach dem anderen. Mit 27:17 endete schließlich das Regio-Finale um den Einzug ins Final 4.

Neben dem VfL Nagold haben sich in drei weiteren Regio-Turnieren die Landesligisten aus Rottenburg und Mössingen sowie der Bezirksklassist TSV Ehningen qualifiziert.

 

Regio-Halbfinale

SG H2Ku Herrenberg 3 – VfL Nagold 17:27 (8:12)

Es spielten für den VfL: Jessica Günther, Annette Maser (2), Sophie Reime (2), Nikolina Skvorc (1), Madeleine Majer (3), Luisa Harr (4), Iva Buric (5/1), Marlen Dengler (1), Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß, Mira Hofmann (1), Carolin Lenz (5/1) und Alissa Kübler im Tor.

 

Regio-Finale

VfL Nagold – SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 27:17 (13:9)

Es spielten für den VfL Nagold: Alisa Kübler im Tor, Jessica Günther, Annette Maser (1), Sophie Reime (3), Nikolina Skvorc (2), Madeleine Österlen (1), Luisa Harr (1), Iva Buric (6/1), Marlen Dengler, Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß (4), Mira Hofmann und Carolin Lenz (6).


Emmingen gewinnt das Grundschulturnier 2019

Dieses Event will keiner mehr missen. Bereits zum sechsten Mal hatten die Handballer des VfL Nagold Grundschulen der Region zum Turnier geladen. Und bereits zum sechsten Mal waren die jungen Sportler, ihre Lehrer und natürlich auch die ehrenamtlichen Helfer der Handballer voller Begeisterung dabei.

Für die VfL-Handballer als Organisatoren steht der sportliche Aspekt dieses Grundschulturniers nicht an erster Stelle. Doch am Ende des spannenden Turniers galt es natürlich dennoch, die glänzenden Pokale an die Siegerteams zu überreichen. Da war der Jubel in der schicken Ebhäuser Halle natürlich groß, als Schüler der Zellerschule, der Wiestalschule in Emmingen und vom Nagolder Kernen zur Siegerehrung schritten, die Pokale entgegennahmen und den durchaus in großer Zahl erschienenen Fans auf der Zuschauerempore stolz entgegenreckten.

Den Sieg errang dabei das erste Team der Wiestalschule Emmingen. 2:0 besiegten die Emminger die ebenfalls stark aufspielende Mannschaft Kernen 1 – bekanntlich ja seit einiger Zeit eine Außenstelle der Emminger Wiestalschule. Und beinahe wäre auch Platz drei in den Händen von Wiestalschülern gelandet. Doch die Rechnung wurde ohne die Jungs und Mädels der Zellerschule gemacht. Deren zweites Team setzte sich im Spiel um Platz drei knapp mit 1:0 gegen Emmingen 2 durch.

Gewinner waren sie freilich alle, auch wenn es direkt nach dem Turnier schon ein paar hängende Köpfe zu sehen gab. Doch die knappen Ergebnisse bereits in der Vorrunde machten deutlich, dass bei diesem Turnier der Weg zum Sieg nicht leicht fallen würde. Und alle gaben ihr bestes, waren mit Feuereifer dabei.

Insgesamt nahmen auch bei der sechsten Auflage des Turniers wieder acht Mannschaften teil. Emmingen, der Kernen und die Zellerschule waren gleich mit zwei Teams mit von der Partie. Hinzu kamen die Mannschaften der Lindenrain-Schule Ebhausen und der Malmenschule Rohrdorf.

Für die VfL-Handballer ist das Grundschulturnier natürlich auch Werbung in eigener Sache. Mit großem ehrenamtlichen Aufwand präsentieren die Nagolder Handballer ihren geliebten Team-Sport. Unter anderem besuchten auch in diesem Jahr wieder aktive Handballer und Coaches die Grundschulen, um gemeinsam mit den Schülern Handball-Sportstunden zu erleben. Dabei staunten sie nicht schlecht, wie viele junge Handballtalente da in den Grundschulen der Region schlummern. Und natürlich würden sich die VfL-er freuen, wenn sich das ein oder anderer Mädel und der ein oder andere Junge für den Handballsport entscheiden würden. Erste Früchte der Arbeit sind schon zu erkennen: Der Zulauf zu den Trainingsstunden der jüngeren Teams beim VfL Nagold hat in diesen Tagen deutlich zugenommen.

Wie spannend und actionreich, ja und auch voller Emotionen Handball sein kann, erlebten ja alle beim Grundschulturnier live mit. "Fortsetzung folgt" – darin waren sich alle Beteiligten einig.


Das aktuelle Hallenheft der Nagolder Handballer zur Saison 2019/2020 (PDF-Download)


Frauenteam: Mit großem Kader in die neue Saison

Welches Potenzial steckt im Frauenteam der Nagolder Handballer? Ist in dieser Saison gar der Aufstieg in die Landesliga möglich? Als offizielles Saisonziel wird der Aufstieg nicht ausgegeben. Doch vorn mitspielen will man in der Bezirksliga auf jeden Fall.

Von Heiko Hofmann

Noch immer hat der Vizemeister der vergangenen Saison einen vergleichsweise jungen Kader. Das Team ist aber gereift, und der Kader bleibt weitestgehend zusammen. Die jungen und die erfahreneren Spielerinnen können also weiter als Mannschaft zusammenwachsen.

Vier Abgänge hat der VfL zu verzeichnen. Besonders schwer wiegen die Abgänge der Torhüterinnen: Manuela Hampel hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Vor wenigen Wochen teilte zudem Torfrau Katha Bar mit, dass sie aus beruflichen Gründen wegzieht. Jugend-Torhüterin-Talent Anika Thillmann (16) wird das alleine nicht ausgleichen können. Und so ist die Torhüter-Position vor dem ersten Saisonspiel am 21. September in Rutesheim die größte Baustelle beim VfL. Zudem werden Sandra Maget und Zita Oedel aus beruflichen Gründen Nagold verlassen.

Der Frauen-Kader des VfL Nagold ist dennoch so groß und breit wie nie zuvor. 21 Spielerinnen sind auf dem Mannschaftsbild zu sehen. Die erfolgreiche Jugendarbeit im weiblichen Bereich macht sich hier bemerkbar. Neben Anika Thillmann wurden noch weitere Spielerinnen der weiblichen A- und B-Jugend mit einem Doppelspielrecht ausgestattet.

Der VfL sah sich auch nicht aktiv nach möglichen Neuzugängen um. "Unsere Kaderbreite ist vollkommen ausreichend", sagt Renz dazu. Mit Sophie Reime, Jahrgang 2000, hat man zumindest einen externen Neuzugang zu verzeichnen. Doch so richtig "neu" ist das Handball-Talent auch wieder nicht. Im Frauenteam trifft die quirlige Mitte-Spielerin aus Altensteig auf alte Bekannte, mit denen sie bereits in der Saison 2017/2018 beim VfL Nagold in der A-Jugend zusammengespielt hat.

Und noch einen "Neuzugang" hat das Frauenteam zu vermelden: Markus Renz bekommt mit Alex Sehl einen Co-Trainer an die Seite gestellt. Damit kann man sich das Training besser aufteilen, zum Beispiel in zwei Gruppen trainieren. Angesichts einer guten Trainingsbeteiligung mit bis zu 18 Spielerinnen und einer Ausweitung auf drei Trainingsabende in der Woche ist Renz froh um die Entlastung. "Vier Augen sehen eben auch mehr Fehler als zwei."

Ist der Trainingsfleiß der Nagolder Frauen auch gut, so verlief die Vorbereitung dennoch nur durchwachsen. Das große Problem dabei: In den ersten vier Ferienwochen stand den Handballern keine Nagolder Halle zur Verfügung. "Das finde ich schwach", kritisiert Renz die rigorose Schließung aller Hallen in Nagold. Und das in einer Phase, in der man das Gelernte eigentlich in Trainingseinheiten verfestigen sollte. "Da fehlt mir ein bisschen die Unterstützung der Stadt", macht der Coach klar.

Mit Trainingsspielen, Beach-Handball und Freilufteinheiten versuchten die Frauen die lange hallenlose Phase zu überbrücken. Anfang September folgte dann noch ein Trainingslager.

Und wie schaut's bei der Konkurrenz aus? Großengstingen als Absteiger will sicher um die Meisterschaft mitspielen. "Auch Rutesheim und Magstadt stufe ich stark ein", sagt der VfL-Coach.

"Wenn wir konzentriert bleiben, trau ich der Mannschaft einiges zu", sagt Renz weiter. Das schaffte man in der vergangenen Saison nicht immer. "Wir haben vor allem gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte die wichtigen Punkte liegen lassen", so Renz. Manchmal habe sein Team den Gegner schlicht unterschätzt. In der neuen Saison soll und darf das nicht mehr passieren. Zu eng liegt das Leistungsniveau in der Bezirksliga beieinander. Renz: "Da muss man schon in jedem Spiel 100 Prozent geben. Sonst verlieren wir!"


Männervorschau: Mit neuem Trainer in die neue Saison

Quo vadis VfL Nagold heißt es für die erste Männermannschaft mal wieder in der kommenden Saison. Und wie schon in den Vorjahren stellt sich die Frage, ob die traditionsreiche Handballabteilung des VfL Nagold sich in der Spitzengruppe der Bezirksklasse etablieren will und kann – oder wieder nur im Niemandsland der Tabellenmitte.

Von Uwe Priestersbach

Zur Erinnerung: In der vergangenen Spielzeit hatte die VfL-Sieben in der Abschlusstabelle der Bezirksklasse den sechsten Platz erreicht. Wieder mal hatten sich verletzungsbedingte Ausfälle wie ein roter Faden durch die Saison gezogen – und mit etwas weniger Verletzungspech wäre sicher wieder mehr drin gewesen. Für die bevorstehende Saison ist der Handballabteilung zumindest in der Trainerfrage ein Coup gelungen. Denn mit Veljko Saula aus

Altensteig wurde ein neuer Trainer verpflichtet, der als Spieler bereits höherklassig unterwegs war – und der in Nagold jetzt seine erste Trainerstation antritt.

Der Kontakt zum neuen Coach kam über den Nagolder Spieler Thorsten Hafner zustande, wobei sich Abteilungsspitze und Trainer schnell handelseinig wurden. Obwohl der 35-jährige Linkshänder als Spieler eine Waffe

in der Bezirksklasse wäre, will Veljko Saula sich aber auf den Trainerjob beschränken. Wie Abteilungsleiterin Jessica

Günther augenzwinkernd anmerkt, „werden wir ihn nicht aufhalten, falls er doch spielen will“.

Personell gibt es im Nagolder Männerkader keine Veränderungen. Jessica Günther sieht das positiv, denn es zeigt ihr, dass den Spielern das Umfeld beim VfL Nagold gefällt. Und in ihren Augen ist das eingespielte Team

auch stark genug, um in der Bezirksklasse vorne mitzuspielen. Für die Abteilungsleiterin ist klar, dass der VfL Nagold mittelfristig in die Bezirksliga gehört.

Positiv findet es Jessica Günther, dass Veljko Saula in der Mannschaft gut ankommt. „Er ist sehr motiviert und die Jungs sind schon heiß auf die neue Runde“, weiß die Abteilungschefin.

Die Vorzeichen stehen also unterm Strich nicht schlecht – und wenn die VfL-Sieben mal von gravierenden Verletzungen verschont bleibt, ist auf jeden Fall alles möglich.


Zweiter Platz beim Pokalwettbewerb 2019

Die Handballerinnen des VfL Nagold beenden die Saison 2018/19 mit zwei Vizetiteln. Nachdem Platz zwei in der Liga erreicht wurde, spielten die VfL-Frauen auch beim Bezirkspokal ganz vorne mit. Beim Final-Four-Turnier in Mössingen gewannen die Frauen das Halbfinale knapp mit 16:15 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen II. Im Finale gegen den Landesligisten Spvgg Mössingen mussten sich die Handballfrauen aber mit 30:18 geschlagen geben. 


Saisonrückblick 2018/19: Acht Jugendteams im Einsatz

Eine Saison voller Höhen und Tiefen liegt hinter den Jugendteams der Handballer des VfL Nagold. Höhepunkt war der Gewinn der Meisterschaft der weiblichen B-Jugend. Mit insgesamt acht Kinder- und Jugendteams war der VfL Nagold in die Saison 2018/19 gestartet. Die Bandbreite reichte dabei von den Minis bis zur A-Jugend.

Den hohen Erwartungen absolut gerecht wurde die weibliche B-Jugend. Die Mädels der Jahrgänge 2002 und 2003 traten als amtierender Meister in der Bezirksklasse an – und konnten auch wirklich den Titel verteidigen. In insgesamt 16 Spielen gewann das von Thorsten Hafner trainierte Team 14-mal. Nur gegen die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell ging das Hinspiel verloren. Im Rückspiel in Nagold konnte immerhin ein Unentschieden erreicht werden. Ansonsten ließen die VfL-Girls aber nichts mehr anbrennen. Die SG HCL dagegen gab in der Rückrunde noch drei Punkte ab und machte so den Weg zum Nagolder Titelgewinn frei. Das Prunkstück war dabei die VfL-Abwehr. Mit nur 201 kassierten Toren stellte der VfL mit Abstand die beste Defensive der Liga. Im Schnitt waren das 12,5 Tore pro Spiel, ein echter Spitzenwert.

Ebenfalls mit ihrer Leistung zufrieden sein kann die weibliche C-Jugend. Einige C-Jugendspielerinnen halfen zusätzlich konsequent und verlässlich in der B-Jugend aus und waren fester Bestandteil des Meisterteams. In ihrer eigenen Kreisklasse kam das zum Teil noch recht unerfahrene Team auf den zweiten Platz. Sechs Siege fuhren die von Nicolina Skvorc und Liza Gröger trainierten Mädels ein. Viermal unterlagen sie.

Mit hohen Erwartungen war das älteste Jugendteam des VfL, die männliche A-Jugend in die Saison gestartet. Doch nachdem kurz vor Saisonbeginn der einzige Torhüter überraschend den Verein wechselte, war klar, dass die Saisonziele deutlich heruntergefahren werden mussten. Man versuchte dennoch die Saison zu Ende zu spielen, landet aber letztlich in der Bezirksliga auf dem letzten Platz.

Auch die männliche C-Jugend des VfL Nagold hatte in der Saison mitunter so ihre Mühe. Dabei startete das von Sven Adamski und Frank Renz gecoachte Team fulminant mit drei Siegen in die Bezirksklasse. Doch konnte das Hoch nicht gehalten werden. Zum Ende der Runde gab es drei Niederlagen in Folge. Und so landete man letztlich mit der ausgeglichenen Bilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen auf dem fünften Platz.

Gut lief es für die männliche D-Jugend. In der Kreisklasse fuhren die Jungs satte neun Siege und nur vier Niederlagen ein. Hinzu kommt ein Unentschieden. Der Lohn für die gute Saisonleistung: Am Ende rangierte die D-Jugend auf dem dritten Platz, ein Ergebnis, mit dem auch das Trainergespann Renz/Adamski zufrieden sein konnte.

Zudem war der VfL Nagold mit einer gemischten und einer weiblichen E-Jugend in der vergangenen Saison am Start. Beide Teams spielten erfolgreich und munter mit und sammelten an den Spieltagen wertvolle handballerische Erfahrungen. Ebenso wie bei den Jüngsten des VfL Nagold, den Minis, steht in dieser Altersklasse aber klar der Spaß im Vordergrund.


Weibliche B-Jugend: Mit 14 Siegen zum Meistertitel

Eine überragende Saison geht für die weibliche B-Jugend des VfL Nagold zu Ende. Am letzten Spieltag sicherten sich die Handball-Mädels die Meisterschaft in der Bezirksklasse.

Von Heiko Hofmann

Damit ist die Mission Titelverteidigung gelungen. Denn das Rumpfteam der weiblichen B-Jugend wurde bereits in der vergangenen Saison Meister. Die Favoritenrolle hatte man allerdings schnell abgeben müssen. Denn bereits im ersten Drittel der Saison kam es zu richtungsweisenden Spielen gegen die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell. Das Hinspiel verlor der VfL Nagold. Im direkt darauffolgenden Rückspiel in der Nagolder Bächlenhalle gelang dem VfL immerhin ein Unentschieden. Doch damit waren die Mädels aus Calw die Titel-Favoriten – und blieben es auch bis weit in die Rückrunde hinein.

Was damals noch niemand ahnte: Die von Thorsten Hafner gecoachten VfL-Mädels verloren danach kein Spiel mehr. Ja sie gaben noch nicht mal einen einzigen Punkt mehr ab. Die SG HCL dagegen gab gegen andere Teams noch drei Punkte ab. Und so hatte es der VfL Nagold plötzlich wieder selbst in der Hand: Die Mädels mussten dafür allerdings die letzten beiden Partien der Saison gewinnen. Das taten sie denn auch: Souverän siegte der VfL gegen Tübingen mit 19:6 und am letzten Spieltag auch gegen den TSV Altensteig mit 32:13.

Und so feierte die weibliche B-Jugend des VfL Nagold am Ende nach 14 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage die Meisterschaft mit 29:3 Punkten und 363:201 Toren.

Für die B-Jugend des VfL Nagold waren in der Saison 2018/2019 im Einsatz: Cara Klenk, Mira Hofmann, Jenny Schäfer, Hannah Kunz, Daria Codrea, Andreea Toth, Sarah Kunz, Angela Bucic, Gabriela Car, Mariel Bucic, Rena Thiele und Annika Thillmann im Tor.


AH fährt auch 2019 den Meistertitel ein

Gelernt ist halt gelernt: Das M40-Team der Nagolder Handballer ließ in dieser Saison nichts anbrennen. Souverän fuhren die „Alten Herren“ des VfL auch 2019 die Meisterschaft ein.

Von Heiko Hofmann

Nur vier Teams meldeten in dieser Saison ein Ü40-Team im Handball-Bezirk Achalm-Nagold. So hielt sich der Aufwand für die Teilnehmer also in Grenzen. An drei Spieltagen wurden die Partien ausgetragen. Der VfL Nagold ging dabei als Titelverteidiger an den Start und machte seinem Ruf als Favorit auch prompt alle Ehre. Die Nagolder gewannen alle Spiele.

Den letzten Spieltag in der heimischen Bächlenhalle konnten die „Senioren“ dann ganz entspannt angehen. Bereits vorher standen sie als Meister fest. Dennoch lieferten sie nochmal zwei Top-Partien ab. Gegen die Spvgg Renningen siegten sie 16:11. In diesem Spiel war Carsten Tietze mit sechs Treffern Top-Torschütze, gefolgt von Uli Ellenberger und Christoph Loher mit jeweils vier Toren. Die zweite Partie am letzten Spieltag gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gewann der VfL Nagold mit 21:14. Acht Treffer allein erzielte Christoph Loher, sechs Carsten Tietze.

Mit 12:0 Punkten und 105:72 Toren beendete der VfL Nagold die Saison schließlich als Meister. Zweiter wurde die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell, Dritter die Spvgg Renningen.

Am letzten Spieltag waren für den VfL Nagold aktiv: Steven Springer im Tor, Michael Tietze, Carsten Tietze, Ulrich Ellenberger, Christoph Loher, Matthias Fröhlich, Jochen Digel und Siegfried Kern. Zu dem Team gehören außerdem Robil Bakircioglu und Michael Göbel.


Ebhausen siegt beim Grundschulturnier des VfL Nagold

In diesen Tagen fand das fünfte Grundschulhandballturnier des VfL Nagold statt. In der modernen Sporthalle in Ebhausen waren bei bester Stimmung durchweg spannende Partien zu sehen.

Das Turnier ist Teil der Kooperation zwischen der Handballabteilung des VfL Nagold und den Grundschulen in und um Nagold. Die Kooperation sieht unter anderem auch Unterrichtsbesuche von Vereinsvertretern vor. Diese neue Form der Zusammenarbeit wurde in den vergangenen Jahren intensiv getestet, hat sich mittlerweile mehr als bewährt und ist auf dem besten Weg zur Tradition zu werden.

Acht verschiedene Schulen nahmen in diesem Jahr mit jeweils einer Mannschaft teil, darunter die Zellerschule, die Lembergschule und Kernen/Wiestalschule Emmingen aus Nagold, sowie die Grundschulen aus Rohrdorf, Effringen, Vollmaringen und Ebhausen.

In diesem Jahr musste ein Vorentscheidungsturnier durchgeführt werden, damit bei dem Turnier in Ebhausen die Spielzeit für die Mannschaften insgesamt nicht zu kurz geriet. Gespielt wurde jeweils in zwei Vierergruppen, die Gruppenersten und die Zweitplatzierten spielten danach im Halbfinale um den Einzug ins Finale. Es gab wenige Spiele, die wirklich deutlich ausgingen und somit war es bis zum Schluss spannend, welche Schule als Gruppenzweiter ins Halbfinale kommen würde. Im Halbfinale standen die Grundschulen aus Emmingen, Ebhausen sowie die Kernenschule und die Zellerschule.

Ein spannendes Halbfinalspiel zwischen der Zellerschule und Kernen endete knapp mit einem 4:2-Erfolg nach Sieben-Meter-Werfen für die Zellerschule. Letztendlich konnte Emmingen den dritten Platz im kleinen Finale holen.

Im Finale spielte die Zellerschule gegen die Grundschule Ebhausen. Beide Mannschaften waren hochmotiviert und wollten unbedingt gewinnen. Im Endeffekt konnte die Heimmannschaft Ebhausen beim Sieben-Meter-Schießen gewinnen und holte sich somit den Sieg. Doch auch die anderen Klassen mussten nicht enttäuscht sein. »Alle haben eine gute Leistung abgeliefert und bis zum Schluss gekämpft«, lobten die Verantwortlichen beim VfL.

Durch den Umbruch bei der Handballabteilung des VfL Nagold mit neu besetzter Führung, haben sich die Aufgaben neu verteilt. Hauptorganisatorin des Grundschulhandballtuniers ist mittlerweile Annette Maser, die selbst beim Turnier von Thorsten Hafner, Markus Renz sowie einigen Jugendspielerinnen vertreten wurde.

Insgesamt zeigten sich alle sehr zufrieden, insbesondere von der Offenheit der Grundschulen gegenüber der Idee und dem Handballsport. Besonders erfreulich war natürlich, dass die Kinder viel Spaß hatten. Und nicht nur die Kinder waren voll dabei, sondern auch die Lehrer zeigten ihre Trainerfähigkeiten.

Da in diesem Jahr wieder einmal alles so gut funktioniert habe, planen die Handballer das Turnier für 2019 nach den Herbstferien wieder fest ein. Außerdem feilt man aktuell an einem weiteren Projekt zur Erweiterung des Grundschulhandballturniers in den nächsten Jahren.

Ziel der Abteilung ist es, dass möglichst viele Kinder den Weg ins Handballtraining finden. Die Trainingszeiten kann man auf der Internetseite der Handballer nachlesen: www.vflnagold-handball.de


VfL-Handballerinnen fürs Final 4 qualifiziert

Die Siegesserie bei den Handballerinnen des VfL Nagold geht weiter. Souverän gewannen sie das regionale Qualifikationsturnier im Bezirkspokal und zogen damit ins Final 4-Turnier ein. Dieses wird im April 2019 ausgetragen.

Mit vier regionalen Turnieren setzte der Bezirk Achalm Nagold in diesem Jahr auf einen neuen Qualifikationsmodus im Bezirkspokal. In der Nagolder Bächlenhalle wurde eines dieser Regio-Turniere ausgetragen. Vier Männer- und vier Frauenteams waren am Start. Die Turniersieger qualifizierten sich direkt für das Final 4.

Dass das Frauenteam des VfL Nagold das Zeug zum Turniersieg hat, das war bereits im Vorfeld des Turniers durchaus für möglich gehalten worden. Allerdings stand gleich zu Turnierbeginn mit dem TV Rottenburg ein unbequemer Gegner auf dem Feld. Der zu Recht stark eingeschätzte Landesliga-Absteiger hielt denn auch kräftig dagegen. Doch wirklich in Gefahr geriet der Sieg der Nagolderinnen nie. Nagold gewann 22:19.

Das Finale bestritt man gegen den vermeintlich leichteren Gegner, die SG Tübingen, die sich zuvor locker gegen Bondorf durchgesetzt hatte. In der ersten Viertelstunde gelang es den Nagolderinnen noch nicht, sich entscheidend abzusetzen. Und auch die Pausenführung war mit 9:7 für Nagold noch vergleichsweise niedrig. Doch in der zweiten Hälfte ließ der VfL nichts mehr anbrennen. Der 18:13-Sieg war zu keiner Zeit gefährdet.

Es spielten für den VfL Nagold: Katharina Bar im Tor, Mira Hofmann, Aileen Hofmann, Annette Maser, Carolin Lenz, Alena Wolf, Aline Rau, Madeleine Österlen, Iva Buric, Lisa Weiß, Alisa Kübler und Marlen Dengler.


VfL Nagold Handball: The next Generation...

Projekt Generationswechsel: Die Handballabteilung des VfL Nagold steht unter neuer Leitung. Im Rahmen einer außerordentlichen Abteilungsversammlung bestimmten die Handballer Jessica Günther und Michael Ottmar zu ihren neuen Abteilungsleitern.

Von Heiko Hofmann

Wie der Vater, so die Tochter: Das trifft zumindest in diesem Fall zu. Denn die neue Abteilungsleiterin Jessica Günther mag vielleicht erst 29 Jahre alt sein, dennoch dürfte sie ziemlich genau wissen, was auf sie zukommt. Schließlich ist ihr Vater Thomas Günther ein Urgestein in der Schafferriege des VfL – zuletzt war er unter anderem der stellvertretende Abteilungsleiter bei den Handballern. Und so ist Jessica Günther von kleinauf in die Nagolder Handballszene hineingewachsen, scheute auch als junger Mensch nicht die ehrenamtliche Verantwortung. Sie war zum Beispiel Jugendsprecherin im Handball und stellvertretende Jugendsprecherin beim Gesamtverein – und spielte natürlich selbst Handball von kleinauf.

Ihr zur Seite steht Michael Ottmar, der neue stellvertretende Abteilungsleiter. Auch er ist bei weitem kein Unbekannter, war in den vergangenen Jahren immer wieder als Jugendtrainer aktiv, und auch sonst, wenn eine helfende Hand gebraucht wurde, stand er gerne parat.

Die Eröffnung der außerordentlichen Abteilungsversammlung lag aber zunächst nochmals in den Händen der alten Riege. Noch-Abteilungschef Thomas Klenk und sein Vize Thomas Günther eröffneten die Sitzung. Beide hatten bereits vor etlichen Monaten bekannt gegeben, dass sie in Zukunft ihre Ämter nicht mehr ausfüllen wollten und 2018 nicht mehr zur Wahl stehen. Und war es vor einem Monat bei der regulären Abteilungsversammlung noch nicht gelungen, ein neues Leitungsgespann zu finden, so hatte man nun im Vorfeld der zweiten Wahlversammlung emsig an einem neuen Personalkonzept gefeilt.

Und so war es an dem Ex-VfL-Vorsitzenden Achim Ziegler, die Mitglieder der Abteilung durch das Wahlprozedere zu führen. Konfliktlos, einstimmig, in bester Laune geschah das. Vor allem aber: zügig.

Im Vorfeld der außerordentlichen Versammlung hatten die Handballer nicht nur die Zukunft der Abteilungsleitung in die Wege geleitet. Ein ganzes Team teilt sich die Aufgaben. Und mit ein wenig Stolz blickten die Handballer auf das Organisationsdiagramm, auf dem fast jeder Bereich auch mit mindestens einem Namen versehen war. Die Verantwortung wird also auf deutlich mehr Schultern verteilt als bisher.

Komplettiert wird die klassische Abteilungsspitze vom neuen Kassier Lars Thillmann und dem bisherigen Jugendleiter Sven Adamski. Neu im Amt ist Thorsten Hafner als Spielleiter. Madeleine Österlen stellte sich zudem als Schriftführerin zur Verfügung – frei nach dem Motto: »Ich bin ja eh bei jeder Sitzung dabei.« Denn Madeleine Österlen bleibt auch Sprecherin der ersten Frauenmannschaft. Das Pendant bei den Männern ist Maximilian Hamann.

Vom Bewirtungsteam über das Passwesen bishin zu den Bereichen Presse, Internet, Werbung, Ausrüstung und Turnierorgansiation – für fast alle Bereiche konnten Mitglieder gefunden werden. Nur ein Schiedsrichterobmann fand sich nicht. Besonders erfreulich: Vor allem die aktiven Spieler und Spielerinnen übernehmen immer mehr Verantwortung. Ein echter Generationswechsel eben.


B-Jugend holt den Meistertitel 2017/18

 

So muss es sein im Sport: Bis zum letzten Spiel in der Bezirksklasse blieb bei der weiblichen B-Jugend die Meisterfrage offen. Im alles entscheidenden Spiel sorgte schließlich der VfL Nagold für klare Verhältnisse. Mit einem 21:13-Kantersieg sicherte sich das vergleichsweise junge Team den Meistertitel.

Nach dem Verlauf der Hinrunde war mit diesem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen. Die Mannschaft brauchte einige Zeit, um zusammenzufinden. Die Qualifikation für die Bezirksliga-Endrunde verpasste das Team deutlich. Und so startete man in der Rückrunde in der Bezirkslasse im Mittelfeld.

Doch die mit C-Jugendspielerinnen verstärkte Mannschaft harmonierte nun immer besser zusammen. Von Spiel zu Spiel steigerten sich die trainingsfleißigen Mädels und legten eine fulminante Rückrunde hin. Und so kam es am letzten Spieltag zum Showdown. Die SG H2Ku Herrenberg 2, die bereits alle Partien gespielt hatte, stand mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Doch da die VfL-Mädels das Rückspiel gegen Herrenberg für sich entschieden hatten und letztlich im direkten Vergleich mehr Treffer auf der Haben-Seite hatten als die Mädels aus der Gäu-Metropole, konnten die VfL-Girls plötzlich sogar noch Meister werden.

Sie hatten es also selbst in der Hand. Im Spiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten, der TSG Reutlingen, ergriffen die Nagolderinnen ihre Chance. Dass man im Hinspiel auch Reutlingen deutlich unterlegen war, davon war bei dem Aufeinandertreffen in der Bächlenhalle nicht mehr viel zu sehen. Im wahrsten Sinn des Wortes meisterhaft spielte der VfL in der ersten Halbzeit. Übrigens vor der Traumkulisse von rund 100 Zuschauern. Mit 12:4 ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit kam Reutlingen in den ersten Minuten wieder etwas näher heran. Doch beim Stand von 14:10 nahm Trainer Thorsten Hafner rechtzeitig die Auzszeit und forderte von den Mädels wieder volle Konzentration ein. Mit Erfolg. 21:13 endete die Partie schließlich, und die Meisterspielerinnen lagen sich jubelnd in den Armen.

In der Saison 2017/18 spielten in dem Team: Sarah Kunz, Mira Hofmann, Rebekka Bakircioglu, Jenny Schäfer, Laura Lehner, Hannah Kunz, Cara Klenk, Vesa Misini, Maren Mäutner, Juliana Kocijan, Pia Sophie Dürr, Tirza Theurer, Gabriela Car und Anika Thillmann.


Einfach meisterhaft: Unser Ü40-Team

Auf Nagolds alte Garde ist Verlass: Am letzten Spieltag der Ü40-Männerteams im Handballbezirk Achalm-Nagold sicherte sich der VfL in der heimischen Bächlenhalle den Meistertitel.

Nur eine Niederlage hatten die Nagolder Handballsenioren in der Runde einzustecken. Die restlichen sieben Spiele gewann der VfL Nagold souverän. So auch die letzten beiden Spiele der Saison. Gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen siegte der VfL Nagold 22:11. Noch deutlicher verlief dann das entscheidende letzte Spiel gegen den TSV Betzingen. Der VfL dominierte klar und siegte schließlich mit 19:7.

Am letzten Spieltag waren für den VfL Nagold aktiv: Michael Tietze, Uwe Reime, Robil Bakircioglu, Thomas Klenk, Carsten Tietze, Christoph Loher und Michael Schweitzer.


Bei den Handballern des VfL Nagold darf man sich derzeit über einen doppelten Aufstieg freuen – nur feiern kann die Abteilung diesen Erfolg in Zeiten von Corona-Pandemie und Mindestabstand noch nicht. Nachdem die VfL-Frauen künftig (wie bereits berichtet) in der Landesliga spielen werden, steht seit einigen Tagen fest, dass auch die Männermannschaft am grünen Tisch zum Aufsteiger gekürt wurde. Die VfL-Sieben wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga um Punkte kämpfen.

Wie aus der Staffeleinteilung der Männer für die Runde 2020/21 deutlich wird, steigen der ungeschlagene Klassenprimus TSV Betzingen und der VfL Nagold als Tabellendritter auf. Diese Konstellation hat sich ergeben, weil die zweitplatzierte Mannschaft der TSG Tübingen 2 nicht in die Bezirksliga aufrücken kann, nachdem dort bereits die erste Garnitur der Unistädter spielt.

Der Aufstieg aus der Bezirksklasse kommt damit zwar in gewisser Weise unerwartet – denn eigentlich hatten Veljko Saula und sein Team den Sprung ins Oberhaus des Handballbezirks Achalm/Nagold erst in der nächsten Spielzeit auf der Agenda. Trotzdem nimmt man diese Gelegenheit gerne mit und die Spieler sind natürlich schon heiß, sich in der neuen Liga zu beweisen.

»Wir wurden vom Bezirk angefragt«, macht Abteilungsleiterin Jessica Günther deutlich, dass Trainer und Mannschaft ebenso wie der Vorstand schnell ihre Zustimmung signalisiert hatten. Auch wenn das erklärte Ziel in der Bezirksliga zunächst nur der Klassenerhalt sein könne, ist die Abteilungschefin optimistisch. »Der VfL Nagold gehört in die Bezirksliga – und das Potenzial in der Mannschaft ist da«, zeigt sie sich überzeugt.

Personell rechnet Jessica Günther im Moment allerdings nur mit dem bereits vorhandenen Kader – zumal der Spielermarkt in der Region leer gefegt zu sein scheint. Trotzdem werde man weiter die Fühler ausstrecken, zumal der VfL Nagold als Bezirksligist natürlich wieder eine attraktivere Adresse als in den vergangenen Jahren ist. Vor diesem Hintergrund betont die Abteilungsleiterin: »Verstärkungen sind selbstverständlich

illkommen«.

Nach dem individuellen Lauftraining während des Lockdowns und einigen Trainingseinheiten in Kleingruppen und mit Mindestabstand im Nagolder Stadion wird seit dieser Woche wieder in der Halle trainiert. Allerdings ist auch hier die Zahl der Trainingsteilnehmer wegen der Corona-Auflagen noch begrenzt. »Ich hoffe, dass wir im September wieder normal und mit Zuschauern in die neue Runde starten können«, erklärt Jessica Günther.

Für VfL-Trainer Veljko Saula, der bereits Anfang März signalisiert hatte, dass er gerne mit der Mannschaft weiterarbeiten möchte, kommt der Sprung in die Bezirksliga eigentlich etwas früh. Ursprünglich war es sein Plan, erst in der kommenden Saison in Sachen Meisterschaft in der Bezirksklasse anzugreifen. Allerdings sieht er jetzt im Sprung in die nächsthöhere Liga auch eine Chance – zumal der Verein hinter der Mannschaft steht und die Spieler hochmotiviert sind.

»In der Bezirksliga wird ein anderer Handball gespielt«, weiß Veljko Saula, dass der VfL Nagold in der kommenden Saison vor allem seine Heimspiele in der Bächlenhalle gewinnen muss, um die Klasse zu halten. »Das wird jedes Spiel ein Kampf«, sagt der VfL-Coach und freut sich natürlich schon auf die Derbys gegen Altensteig, Calw oder Nebringen/Reusten.

Personell sieht Veljko Saula indes Handlungsbedarf. »Wir brauchen noch Verstärkung«, macht er vor allem mit Blick auf die Personalie Alexander Sehl deutlich. Der Rückraumrecke hat sich nach seinem Verletzungspech der letzten Monate dafür entschieden, das Handballtrikot an den Nagel zu hängen. Derzeit befindet sich der Nagolder Trainer in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, um seine Truppe noch schlagkräftiger zu machen.

(Uwe Priestersbach)