Zweiter Platz beim Pokalwettbewerb 2019

Die Handballerinnen des VfL Nagold beenden die Saison 2018/19 mit zwei Vizetiteln. Nachdem Platz zwei in der Liga erreicht wurde, spielten die VfL-Frauen auch beim Bezirkspokal ganz vorne mit. Beim Final-Four-Turnier in Mössingen gewannen die Frauen das Halbfinale knapp mit 16:15 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen II. Im Finale gegen den Landesligisten Spvgg Mössingen mussten sich die Handballfrauen aber mit 30:18 geschlagen geben. 


Saisonrückblick 2018/19: Acht Jugendteams im Einsatz

Eine Saison voller Höhen und Tiefen liegt hinter den Jugendteams der Handballer des VfL Nagold. Höhepunkt war der Gewinn der Meisterschaft der weiblichen B-Jugend. Mit insgesamt acht Kinder- und Jugendteams war der VfL Nagold in die Saison 2018/19 gestartet. Die Bandbreite reichte dabei von den Minis bis zur A-Jugend.

Den hohen Erwartungen absolut gerecht wurde die weibliche B-Jugend. Die Mädels der Jahrgänge 2002 und 2003 traten als amtierender Meister in der Bezirksklasse an – und konnten auch wirklich den Titel verteidigen. In insgesamt 16 Spielen gewann das von Thorsten Hafner trainierte Team 14-mal. Nur gegen die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell ging das Hinspiel verloren. Im Rückspiel in Nagold konnte immerhin ein Unentschieden erreicht werden. Ansonsten ließen die VfL-Girls aber nichts mehr anbrennen. Die SG HCL dagegen gab in der Rückrunde noch drei Punkte ab und machte so den Weg zum Nagolder Titelgewinn frei. Das Prunkstück war dabei die VfL-Abwehr. Mit nur 201 kassierten Toren stellte der VfL mit Abstand die beste Defensive der Liga. Im Schnitt waren das 12,5 Tore pro Spiel, ein echter Spitzenwert.

Ebenfalls mit ihrer Leistung zufrieden sein kann die weibliche C-Jugend. Einige C-Jugendspielerinnen halfen zusätzlich konsequent und verlässlich in der B-Jugend aus und waren fester Bestandteil des Meisterteams. In ihrer eigenen Kreisklasse kam das zum Teil noch recht unerfahrene Team auf den zweiten Platz. Sechs Siege fuhren die von Nicolina Skvorc und Liza Gröger trainierten Mädels ein. Viermal unterlagen sie.

Mit hohen Erwartungen war das älteste Jugendteam des VfL, die männliche A-Jugend in die Saison gestartet. Doch nachdem kurz vor Saisonbeginn der einzige Torhüter überraschend den Verein wechselte, war klar, dass die Saisonziele deutlich heruntergefahren werden mussten. Man versuchte dennoch die Saison zu Ende zu spielen, landet aber letztlich in der Bezirksliga auf dem letzten Platz.

Auch die männliche C-Jugend des VfL Nagold hatte in der Saison mitunter so ihre Mühe. Dabei startete das von Sven Adamski und Frank Renz gecoachte Team fulminant mit drei Siegen in die Bezirksklasse. Doch konnte das Hoch nicht gehalten werden. Zum Ende der Runde gab es drei Niederlagen in Folge. Und so landete man letztlich mit der ausgeglichenen Bilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen auf dem fünften Platz.

Gut lief es für die männliche D-Jugend. In der Kreisklasse fuhren die Jungs satte neun Siege und nur vier Niederlagen ein. Hinzu kommt ein Unentschieden. Der Lohn für die gute Saisonleistung: Am Ende rangierte die D-Jugend auf dem dritten Platz, ein Ergebnis, mit dem auch das Trainergespann Renz/Adamski zufrieden sein konnte.

Zudem war der VfL Nagold mit einer gemischten und einer weiblichen E-Jugend in der vergangenen Saison am Start. Beide Teams spielten erfolgreich und munter mit und sammelten an den Spieltagen wertvolle handballerische Erfahrungen. Ebenso wie bei den Jüngsten des VfL Nagold, den Minis, steht in dieser Altersklasse aber klar der Spaß im Vordergrund.


Weibliche B-Jugend: Mit 14 Siegen zum Meistertitel

Eine überragende Saison geht für die weibliche B-Jugend des VfL Nagold zu Ende. Am letzten Spieltag sicherten sich die Handball-Mädels die Meisterschaft in der Bezirksklasse.

Von Heiko Hofmann

Damit ist die Mission Titelverteidigung gelungen. Denn das Rumpfteam der weiblichen B-Jugend wurde bereits in der vergangenen Saison Meister. Die Favoritenrolle hatte man allerdings schnell abgeben müssen. Denn bereits im ersten Drittel der Saison kam es zu richtungsweisenden Spielen gegen die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell. Das Hinspiel verlor der VfL Nagold. Im direkt darauffolgenden Rückspiel in der Nagolder Bächlenhalle gelang dem VfL immerhin ein Unentschieden. Doch damit waren die Mädels aus Calw die Titel-Favoriten – und blieben es auch bis weit in die Rückrunde hinein.

Was damals noch niemand ahnte: Die von Thorsten Hafner gecoachten VfL-Mädels verloren danach kein Spiel mehr. Ja sie gaben noch nicht mal einen einzigen Punkt mehr ab. Die SG HCL dagegen gab gegen andere Teams noch drei Punkte ab. Und so hatte es der VfL Nagold plötzlich wieder selbst in der Hand: Die Mädels mussten dafür allerdings die letzten beiden Partien der Saison gewinnen. Das taten sie denn auch: Souverän siegte der VfL gegen Tübingen mit 19:6 und am letzten Spieltag auch gegen den TSV Altensteig mit 32:13.

Und so feierte die weibliche B-Jugend des VfL Nagold am Ende nach 14 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage die Meisterschaft mit 29:3 Punkten und 363:201 Toren.

Für die B-Jugend des VfL Nagold waren in der Saison 2018/2019 im Einsatz: Cara Klenk, Mira Hofmann, Jenny Schäfer, Hannah Kunz, Daria Codrea, Andreea Toth, Sarah Kunz, Angela Bucic, Gabriela Car, Mariel Bucic, Rena Thiele und Annika Thillmann im Tor.


AH fährt auch 2019 den Meistertitel ein

Gelernt ist halt gelernt: Das M40-Team der Nagolder Handballer ließ in dieser Saison nichts anbrennen. Souverän fuhren die „Alten Herren“ des VfL auch 2019 die Meisterschaft ein.

Von Heiko Hofmann

Nur vier Teams meldeten in dieser Saison ein Ü40-Team im Handball-Bezirk Achalm-Nagold. So hielt sich der Aufwand für die Teilnehmer also in Grenzen. An drei Spieltagen wurden die Partien ausgetragen. Der VfL Nagold ging dabei als Titelverteidiger an den Start und machte seinem Ruf als Favorit auch prompt alle Ehre. Die Nagolder gewannen alle Spiele.

Den letzten Spieltag in der heimischen Bächlenhalle konnten die „Senioren“ dann ganz entspannt angehen. Bereits vorher standen sie als Meister fest. Dennoch lieferten sie nochmal zwei Top-Partien ab. Gegen die Spvgg Renningen siegten sie 16:11. In diesem Spiel war Carsten Tietze mit sechs Treffern Top-Torschütze, gefolgt von Uli Ellenberger und Christoph Loher mit jeweils vier Toren. Die zweite Partie am letzten Spieltag gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gewann der VfL Nagold mit 21:14. Acht Treffer allein erzielte Christoph Loher, sechs Carsten Tietze.

Mit 12:0 Punkten und 105:72 Toren beendete der VfL Nagold die Saison schließlich als Meister. Zweiter wurde die SG Hirsau Calw Bad Liebenzell, Dritter die Spvgg Renningen.

Am letzten Spieltag waren für den VfL Nagold aktiv: Steven Springer im Tor, Michael Tietze, Carsten Tietze, Ulrich Ellenberger, Christoph Loher, Matthias Fröhlich, Jochen Digel und Siegfried Kern. Zu dem Team gehören außerdem Robil Bakircioglu und Michael Göbel.


Höhen und Tiefen: Winterbilanz der Handballjugend

Acht Jugendteams haben die Handballer des VfL Nagold aktuell am Start. Während die Minis und die zwei E-Jugendmannschaften erste handballerische Erfahrungen im Team sammelten, erlebten die älteren Jugendteams eine Hinrunde voller Höhen und Tiefen – wie es nunmal im Sport üblich ist.

Das älteste VfL-Team der weiblichen Jugend stellen die B-Jugendlichen. In der Bezirksklasse mischt die von Thorsten Hafner gecoachte Truppe munter vorne mit. Vor der Winterpause hat man bereits zehn Partien gespielt und steht aktuell auf Tabellenplatz zwei. Die Hinrunde war vor allem von Siegen geprägt. Ausnahme: Die Partien gegen den Spitzenreiter, die SG HCL. Gegen die Calwer Mädels setzte es auswärts eine Niederlage. Daheim dann gelang den VfL-Mädels im großen Kampf ein 15:15 unentschieden. Noch sechs Partien stehen in den nächsten Woche an. Bereits am Sonntag, 13. Januar geht es nach Reutlingen.

Die weibliche C-Jugend begann die Saison zunächst mit Qualifikationsspielen. Letztlich reichte es nur für den Start in der Kreisliga A. Doch dort mischen die jungen VfL-Damen vorne mit. Nach drei von zehn Spielen steht das von Nicolina Skvorc und Liza Gröger trainierte Team auf Tabellenplatz drei. Nur gegen Spitzenreiter Renningen hat man sich bis jetzt geschlagen geben müssen. Auch für die weibliche C-Jugend des VfL endet die Winterpause früh. Am 13. Januar ist man beim TV Großengstingen zu Gast.

Ganz anders als erhofft verlief die Saison bei der männlichen A-Jugend. Kurz vor Saisonbeginn verließ überraschend der Torhüter die Truppe. Ohne Keeper war denn auch schnell klar, dass das VfL-Team nicht wie erhofft oben mitspielen konnte. Spiel um Spiel fehlte es einfach an einem ausgebildeten Torhüter. Und so fing man sich eine Niederlage nach der anderen ein und steht nun nach sechs von zwölf Spielen am Tabellenende. Es ehrt die Jungs allerdings, dass sie sich entschlossen haben, die Saison zu Ende zu spielen. Die älteren spielen zudem in der zweiten Männermannschaft des VfL Nagold mit. Am Sonntag, 13. Januar startet die Rückrunde auswärts bei der HSG Böblingen/Sindelfingen.

Einer Wundertüte gleicht die männliche C-Jugend des VfL Nagold. Die von Sven Adamski und Frank Renz trainierten Nachwuchshandballer stehen in der Bezirksklasse nach sechs von zwölf Spielen auf dem dritten Platz. Vier imposante Siege konnte man ebenso einfahren wie zwei überraschende Niederlagen. Am 26. Januar geht es für die C-Jugend weiter mit einem Auswärtsspiel gegen die Spvgg Mössingen 2, ein Team, das der VfL in der Hinrunde deutlich mit 22:14 besiegte.

Eine gute Figur im Rundenbetrieb macht auch die männliche D-Jugend. Nach zehn von 14 Spielen ist das von Sven Adamski betreute Team aktuell auf Rang drei. Sechs Siegen stehen ein Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber. In Aidlingen steht am 26. Januar der nächste Spieltag an. Dabei trifft man auf die SG HCL und die Spvgg Renningen.

Zwei E-Jugendteams des VfL Nagold sind in dieser Saison am Start. Das gemischte Team konnte drei Begegnungen für sich entscheiden. Eine Wertung musste man verloren geben. Das rein weibliche E-Jugendteam hat erst zwei Spieltage erlebt. Dabei ging eine Begegnung mit 1:5 verloren, und die zweite konnte mit 4:2 gewonnen werden.

Die jüngsten im VfL-Feld sind die Minis. Sie erlebten interessante Mini-Spieletage, bei denen die sportlichen Ergebnisse im Hintergrund stehen und der gemeinsame Spaß am Sport ganz klar Priorität hat. Die Minis und die E-Jugendlichen werden beim VfL Nagold von Alena Wolf und Manuela Miller trainiert.


Ebhausen siegt beim Grundschulturnier des VfL Nagold

In diesen Tagen fand das fünfte Grundschulhandballturnier des VfL Nagold statt. In der modernen Sporthalle in Ebhausen waren bei bester Stimmung durchweg spannende Partien zu sehen.

Das Turnier ist Teil der Kooperation zwischen der Handballabteilung des VfL Nagold und den Grundschulen in und um Nagold. Die Kooperation sieht unter anderem auch Unterrichtsbesuche von Vereinsvertretern vor. Diese neue Form der Zusammenarbeit wurde in den vergangenen Jahren intensiv getestet, hat sich mittlerweile mehr als bewährt und ist auf dem besten Weg zur Tradition zu werden.

Acht verschiedene Schulen nahmen in diesem Jahr mit jeweils einer Mannschaft teil, darunter die Zellerschule, die Lembergschule und Kernen/Wiestalschule Emmingen aus Nagold, sowie die Grundschulen aus Rohrdorf, Effringen, Vollmaringen und Ebhausen.

In diesem Jahr musste ein Vorentscheidungsturnier durchgeführt werden, damit bei dem Turnier in Ebhausen die Spielzeit für die Mannschaften insgesamt nicht zu kurz geriet. Gespielt wurde jeweils in zwei Vierergruppen, die Gruppenersten und die Zweitplatzierten spielten danach im Halbfinale um den Einzug ins Finale. Es gab wenige Spiele, die wirklich deutlich ausgingen und somit war es bis zum Schluss spannend, welche Schule als Gruppenzweiter ins Halbfinale kommen würde. Im Halbfinale standen die Grundschulen aus Emmingen, Ebhausen sowie die Kernenschule und die Zellerschule.

Ein spannendes Halbfinalspiel zwischen der Zellerschule und Kernen endete knapp mit einem 4:2-Erfolg nach Sieben-Meter-Werfen für die Zellerschule. Letztendlich konnte Emmingen den dritten Platz im kleinen Finale holen.

Im Finale spielte die Zellerschule gegen die Grundschule Ebhausen. Beide Mannschaften waren hochmotiviert und wollten unbedingt gewinnen. Im Endeffekt konnte die Heimmannschaft Ebhausen beim Sieben-Meter-Schießen gewinnen und holte sich somit den Sieg. Doch auch die anderen Klassen mussten nicht enttäuscht sein. »Alle haben eine gute Leistung abgeliefert und bis zum Schluss gekämpft«, lobten die Verantwortlichen beim VfL.

Durch den Umbruch bei der Handballabteilung des VfL Nagold mit neu besetzter Führung, haben sich die Aufgaben neu verteilt. Hauptorganisatorin des Grundschulhandballtuniers ist mittlerweile Annette Maser, die selbst beim Turnier von Thorsten Hafner, Markus Renz sowie einigen Jugendspielerinnen vertreten wurde.

Insgesamt zeigten sich alle sehr zufrieden, insbesondere von der Offenheit der Grundschulen gegenüber der Idee und dem Handballsport. Besonders erfreulich war natürlich, dass die Kinder viel Spaß hatten. Und nicht nur die Kinder waren voll dabei, sondern auch die Lehrer zeigten ihre Trainerfähigkeiten.

Da in diesem Jahr wieder einmal alles so gut funktioniert habe, planen die Handballer das Turnier für 2019 nach den Herbstferien wieder fest ein. Außerdem feilt man aktuell an einem weiteren Projekt zur Erweiterung des Grundschulhandballturniers in den nächsten Jahren.

Ziel der Abteilung ist es, dass möglichst viele Kinder den Weg ins Handballtraining finden. Die Trainingszeiten kann man auf der Internetseite der Handballer nachlesen: www.vflnagold-handball.de


VfL-Handballerinnen fürs Final 4 qualifiziert

Die Siegesserie bei den Handballerinnen des VfL Nagold geht weiter. Souverän gewannen sie das regionale Qualifikationsturnier im Bezirkspokal und zogen damit ins Final 4-Turnier ein. Dieses wird im April 2019 ausgetragen.

Mit vier regionalen Turnieren setzte der Bezirk Achalm Nagold in diesem Jahr auf einen neuen Qualifikationsmodus im Bezirkspokal. In der Nagolder Bächlenhalle wurde eines dieser Regio-Turniere ausgetragen. Vier Männer- und vier Frauenteams waren am Start. Die Turniersieger qualifizierten sich direkt für das Final 4.

Dass das Frauenteam des VfL Nagold das Zeug zum Turniersieg hat, das war bereits im Vorfeld des Turniers durchaus für möglich gehalten worden. Allerdings stand gleich zu Turnierbeginn mit dem TV Rottenburg ein unbequemer Gegner auf dem Feld. Der zu Recht stark eingeschätzte Landesliga-Absteiger hielt denn auch kräftig dagegen. Doch wirklich in Gefahr geriet der Sieg der Nagolderinnen nie. Nagold gewann 22:19.

Das Finale bestritt man gegen den vermeintlich leichteren Gegner, die SG Tübingen, die sich zuvor locker gegen Bondorf durchgesetzt hatte. In der ersten Viertelstunde gelang es den Nagolderinnen noch nicht, sich entscheidend abzusetzen. Und auch die Pausenführung war mit 9:7 für Nagold noch vergleichsweise niedrig. Doch in der zweiten Hälfte ließ der VfL nichts mehr anbrennen. Der 18:13-Sieg war zu keiner Zeit gefährdet.

Es spielten für den VfL Nagold: Katharina Bar im Tor, Mira Hofmann, Aileen Hofmann, Annette Maser, Carolin Lenz, Alena Wolf, Aline Rau, Madeleine Österlen, Iva Buric, Lisa Weiß, Alisa Kübler und Marlen Dengler.


Mit breitem Kader in die neue Saison 2018/19

Im Vergleich zur vorherigen Saison befindet sich die Frauenmannschaft des VfL Nagold diesmal in ruhigem Fahrwasser. In weiten Teilen ist das Team zusammengeblieben. Hinzu kommen Verstärkungen - unter anderem aus der eigenen Jugend.

Von Heiko Hofmann

Ein paar wichtige Personalien aber haben die VfL-Frauen dennoch vor dem Saisonstart in gut zwei Wochen zu vermelden. Zum einen hat sich Carolin Lenz in den handballerischen Ruhestand verabschiedet - ein echtes Nagolder Urgestein. Sie wird dem Bezirksliga-Team mit ihrer Erfahrung im Rückraum fehlen. Die zweite große Veränderung: Mit Markus Renz betritt ein neuer Trainer die Bühne. Vor allem im Jugendbereich war Renz in den vergangenen Jahren als Trainer aktiv - und erfolgreich. Der aktive Spieler der Männermannschaft tritt nun die Nachfolge von Simon Movila an, der sich fortan ganz auf das Coaching der Männer konzentrieren wird.

Was Renz sicher freut: Der Kader ist in weiten Teilen zusammengeblieben. Dabei handelt es sich beim VfL Nagold um einen jungen und ehrgeizigen Kader. Durchschnittsalter: 22 Jahre.

Auf 19 Spielerinnen kann der VfL-Coach zurückgreifen. „Der Kader ist gut und variabel einsetzbar“, sagt der Trainer. Wenngleich er im Rückraum noch gerne neben Kapitänin Madeleine Österlen eine weitere erfahrene Spielerin hätte, die zuweilen das Spiel ein wenig beruhigen kann. Aber ein Beinbruch sei das nicht. Renz: „Das traue ich den Jüngeren durchaus auch zu.“ Die jungen Spielerinnen mussten schließlich auch in der vergangenen Saison oft Verantwortung übernehmen.

In diesem Jahr stoßen als ehemalige A-Jugendliche offiziell zum Kader: Alena Wolf, Ella Weber, Luisa Harr und Aileen Hofmann - allesamt Spielerinnen, die auch in der Vergangenheit bereits fester Bestandteil der Frauenmannschaft waren. Neu hinzu kommen aus der B-Jugend Sarah Kunz und Mira Hofmann, die mit einem Doppelspielrecht ausgestattet wurden. Zudem wird Sandra Maget, Jahrgang 1995, ihre erste VfL-Saison spielen.

Und dann ist da noch Katharina Bar: Nach einem Jahr Nagold-Abstinenz, kehrt die Torhüterin zum VfL zurück. So wird das Frauenteam also mit einem Torhüterduo in die neue Saison gehen, denn auch Manuela Hampel bleibt dem VfL erhalten.

Nach der turbulenten vergangenen Saison will sich der VfL Nagold diesmal möglichst schnell in sichere Gefilde bringen. „Wir wollen es so schnell wie möglich schaffen, den Nichtabstieg zu sichern“, gibt Renz als Ziel aus. Dass man gleich zum Start bei den ersten fünf Spielen viermal auswärts ran muss, macht die Sache nicht leichter. Ein Blick auf den Trainingsfleiß aber stimmt optimistisch. Auch in den Sommerferien war die Trainingsbeteiligung gut. In Testspielen und auf Sommerturnieren festigte man zudem das Trainierte. Abgeschlossen wird die Saisonvorbereitung mit einem ein mehrtägigen Trainingslager, ehe es dann am 22. September auswärts zum Saisonstart gegen Betzingen geht. Das erste Heimspiel steht dann am 29. September gegen den SV Magstadt an.


Männerteam steht vor schwerer Saison 2018/19

Eine schwierige Saison liegt hinter den Nagolder VfL-Handballern - aber auch in der kommenden Spielzeit rechnet niemand mit einem Spaziergang in der Bezirksklasse. Denn schon vor der Saison ist klar, dass die personelle Situation in der Bächlenhalle angespannt bleibt.

Von Uwe Priestersbach

„Es erwartet niemand den Aufstieg in die Bezirksliga, aber der Klassenerhalt ist auch in dieser Besetzung ein realistisches Ziel“, macht Jessica Günther deutlich. Im Frühsommer wurde sie als erste weibliche - und mit 29 Jahren vermutlich bislang auch jüngste - Abteilungsleiterin der traditionsreichen Handballabteilung im VfL Nagold auf den Schild gehoben.

Klar weiß auch die neue Abteilungs-Chefin, dass die personelle Situation nicht optimal ist. Zwar habe man sich in der Region nach Verstärkungen umgeschaut, so Jessica Günther, doch „wollten wir auch nicht irgendwelche Spieler einkaufen, die nicht zu unserer gut eingespielten Truppe passen“.

So wurde mit Patrick Seyfahrth zwar ein bezirksligaerfahrener Kreisläufer aus Altensteig als Neuzugang verpflichtet. Doch ziemlich überraschend kam dann die Nachricht, dass Rückraumrecke Alexander Sehl aus beruflichen Gründen mindestens neun Monate nicht zur Verfügung stehen wird - also voraussichtlich die komplette Saison ausfällt.

Damit muss Simon Movila in seiner zweiten Saison als Trainer bei den VfL-Handballern ausgerechnet auf seinen torgefährlichsten Spieler verzichten. Was natürlich Auswirkungen auf das Spielsystem hat. „Da fehlt uns jetzt schon die bisherige Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe“, weiß der VfL-Coach, dass es gerade die Tore des langen Rückraumspielers waren, die in der vergangenen Saison für den Klassenerhalt mit ausschlaggebend waren.

Zur Erinnerung: In der vergangenen Spielzeit hatte der VfL nach dem Aufstieg am grünen Tisch zumindest zeitweise um den Klassenerhalt in der Bezirksklasse bangen müssen. So hatten sich die verletzungsbedingten Ausfälle wie ein roter Faden durch die gesamte Rückrunde gezogen. Vor diesem Hintergrund war Simon Movila froh, dass die nötigen Punkte für den Klassenerhalt bereits in der Vorrunde gesammelt wurden und am Ende der achte Tabellenplatz zu Buche stand.

Aber auch die Vorbereitung auf die neue Saison war in den Augen von Simon Movila alles andere als optimal. Denn nach wie vor sind einige Spieler angeschlagen: Während Tobias Karl nach seiner Handverletzung noch gehandicapt ist, laboriert Maximilian Hammann weiterhin an einer Schulterverletzung.

Kein Wunder also, dass der Optimismus von Simon Movila derzeit eher gedämpft ausfällt. „Wir müssen uns jetzt noch stärker auf die Abwehr und die zweite Welle konzentrieren“, macht der VfL-Coach deutlich, dass er vor allem auf Balleroberungen und Konterläufe setzt. Den letzten Feinschliff erhält die Mannschaft bei einem dreitägigen Trainingslager.


VfL Nagold Handball: The next Generation...

Projekt Generationswechsel: Die Handballabteilung des VfL Nagold steht unter neuer Leitung. Im Rahmen einer außerordentlichen Abteilungsversammlung bestimmten die Handballer Jessica Günther und Michael Ottmar zu ihren neuen Abteilungsleitern.

Von Heiko Hofmann

Wie der Vater, so die Tochter: Das trifft zumindest in diesem Fall zu. Denn die neue Abteilungsleiterin Jessica Günther mag vielleicht erst 29 Jahre alt sein, dennoch dürfte sie ziemlich genau wissen, was auf sie zukommt. Schließlich ist ihr Vater Thomas Günther ein Urgestein in der Schafferriege des VfL – zuletzt war er unter anderem der stellvertretende Abteilungsleiter bei den Handballern. Und so ist Jessica Günther von kleinauf in die Nagolder Handballszene hineingewachsen, scheute auch als junger Mensch nicht die ehrenamtliche Verantwortung. Sie war zum Beispiel Jugendsprecherin im Handball und stellvertretende Jugendsprecherin beim Gesamtverein – und spielte natürlich selbst Handball von kleinauf.

Ihr zur Seite steht Michael Ottmar, der neue stellvertretende Abteilungsleiter. Auch er ist bei weitem kein Unbekannter, war in den vergangenen Jahren immer wieder als Jugendtrainer aktiv, und auch sonst, wenn eine helfende Hand gebraucht wurde, stand er gerne parat.

Die Eröffnung der außerordentlichen Abteilungsversammlung lag aber zunächst nochmals in den Händen der alten Riege. Noch-Abteilungschef Thomas Klenk und sein Vize Thomas Günther eröffneten die Sitzung. Beide hatten bereits vor etlichen Monaten bekannt gegeben, dass sie in Zukunft ihre Ämter nicht mehr ausfüllen wollten und 2018 nicht mehr zur Wahl stehen. Und war es vor einem Monat bei der regulären Abteilungsversammlung noch nicht gelungen, ein neues Leitungsgespann zu finden, so hatte man nun im Vorfeld der zweiten Wahlversammlung emsig an einem neuen Personalkonzept gefeilt.

Und so war es an dem Ex-VfL-Vorsitzenden Achim Ziegler, die Mitglieder der Abteilung durch das Wahlprozedere zu führen. Konfliktlos, einstimmig, in bester Laune geschah das. Vor allem aber: zügig.

Im Vorfeld der außerordentlichen Versammlung hatten die Handballer nicht nur die Zukunft der Abteilungsleitung in die Wege geleitet. Ein ganzes Team teilt sich die Aufgaben. Und mit ein wenig Stolz blickten die Handballer auf das Organisationsdiagramm, auf dem fast jeder Bereich auch mit mindestens einem Namen versehen war. Die Verantwortung wird also auf deutlich mehr Schultern verteilt als bisher.

Komplettiert wird die klassische Abteilungsspitze vom neuen Kassier Lars Thillmann und dem bisherigen Jugendleiter Sven Adamski. Neu im Amt ist Thorsten Hafner als Spielleiter. Madeleine Österlen stellte sich zudem als Schriftführerin zur Verfügung – frei nach dem Motto: »Ich bin ja eh bei jeder Sitzung dabei.« Denn Madeleine Österlen bleibt auch Sprecherin der ersten Frauenmannschaft. Das Pendant bei den Männern ist Maximilian Hamann.

Vom Bewirtungsteam über das Passwesen bishin zu den Bereichen Presse, Internet, Werbung, Ausrüstung und Turnierorgansiation – für fast alle Bereiche konnten Mitglieder gefunden werden. Nur ein Schiedsrichterobmann fand sich nicht. Besonders erfreulich: Vor allem die aktiven Spieler und Spielerinnen übernehmen immer mehr Verantwortung. Ein echter Generationswechsel eben.


B-Jugend holt den Meistertitel 2017/18

 

So muss es sein im Sport: Bis zum letzten Spiel in der Bezirksklasse blieb bei der weiblichen B-Jugend die Meisterfrage offen. Im alles entscheidenden Spiel sorgte schließlich der VfL Nagold für klare Verhältnisse. Mit einem 21:13-Kantersieg sicherte sich das vergleichsweise junge Team den Meistertitel.

Nach dem Verlauf der Hinrunde war mit diesem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen. Die Mannschaft brauchte einige Zeit, um zusammenzufinden. Die Qualifikation für die Bezirksliga-Endrunde verpasste das Team deutlich. Und so startete man in der Rückrunde in der Bezirkslasse im Mittelfeld.

Doch die mit C-Jugendspielerinnen verstärkte Mannschaft harmonierte nun immer besser zusammen. Von Spiel zu Spiel steigerten sich die trainingsfleißigen Mädels und legten eine fulminante Rückrunde hin. Und so kam es am letzten Spieltag zum Showdown. Die SG H2Ku Herrenberg 2, die bereits alle Partien gespielt hatte, stand mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Doch da die VfL-Mädels das Rückspiel gegen Herrenberg für sich entschieden hatten und letztlich im direkten Vergleich mehr Treffer auf der Haben-Seite hatten als die Mädels aus der Gäu-Metropole, konnten die VfL-Girls plötzlich sogar noch Meister werden.

Sie hatten es also selbst in der Hand. Im Spiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten, der TSG Reutlingen, ergriffen die Nagolderinnen ihre Chance. Dass man im Hinspiel auch Reutlingen deutlich unterlegen war, davon war bei dem Aufeinandertreffen in der Bächlenhalle nicht mehr viel zu sehen. Im wahrsten Sinn des Wortes meisterhaft spielte der VfL in der ersten Halbzeit. Übrigens vor der Traumkulisse von rund 100 Zuschauern. Mit 12:4 ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit kam Reutlingen in den ersten Minuten wieder etwas näher heran. Doch beim Stand von 14:10 nahm Trainer Thorsten Hafner rechtzeitig die Auzszeit und forderte von den Mädels wieder volle Konzentration ein. Mit Erfolg. 21:13 endete die Partie schließlich, und die Meisterspielerinnen lagen sich jubelnd in den Armen.

In der Saison 2017/18 spielten in dem Team: Sarah Kunz, Mira Hofmann, Rebekka Bakircioglu, Jenny Schäfer, Laura Lehner, Hannah Kunz, Cara Klenk, Vesa Misini, Maren Mäutner, Juliana Kocijan, Pia Sophie Dürr, Tirza Theurer, Gabriela Car und Anika Thillmann.


Einfach meisterhaft: Unser Ü40-Team

Auf Nagolds alte Garde ist Verlass: Am letzten Spieltag der Ü40-Männerteams im Handballbezirk Achalm-Nagold sicherte sich der VfL in der heimischen Bächlenhalle den Meistertitel.

Nur eine Niederlage hatten die Nagolder Handballsenioren in der Runde einzustecken. Die restlichen sieben Spiele gewann der VfL Nagold souverän. So auch die letzten beiden Spiele der Saison. Gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen siegte der VfL Nagold 22:11. Noch deutlicher verlief dann das entscheidende letzte Spiel gegen den TSV Betzingen. Der VfL dominierte klar und siegte schließlich mit 19:7.

Am letzten Spieltag waren für den VfL Nagold aktiv: Michael Tietze, Uwe Reime, Robil Bakircioglu, Thomas Klenk, Carsten Tietze, Christoph Loher und Michael Schweitzer.