VfL-Coach Redzepagic verlängert bis 2020

Nun ist es offiziell: Der Verbandsligist VfL Nagold hat den Vertrag mit Cheftrainer Armin Redzepagic um ein weiteres Jahr verlängert – der neue Kontrakt läuft bis zum 30.06.2020.

Von Dominik Veitinger

Der 40-Jährige geht damit in die dritte Spielzeit beim Aufsteiger und fühlt sich dort auch sichtlich wohl: „Ich freue mich riesig, dass das mit der Vertragsverlängerung so schnell geklappt hat! Die Gespräche mit der Abteilungsleitung um Ulrich Hamann und Udo Jungebloed waren sehr gut und wir sind uns sehr schnell einig geworden. Team, Management und Umfeld sind hier einfach top", so Redzepagic bei seiner Vertragsunterschrift.

Die bisherige Bilanz des noch jungen Trainers beim VfL ist fast perfekt: In seinem ersten Jahr führte Redzepagic die Mannschaft souverän in die Verbandsliga und auch im zweiten Jahr stehen die Chancen nicht schlecht, in der sechsthöchsten Liga den Klassenerhalt zu schaffen. Doch auf dem bisher Erreichten will sich der Aufstiegstrainer

keinesfalls ausruhen: „In der Mannschaft steckt noch richtig viel Potenzial, wir wollen auch in dieser Saison noch richtig was reißen. Ich ruhe mich jetzt nicht aus, sondern habe noch große Lust, mein Wissen und meine Erfahrungen an die Jungs weiterzugeben und sie weiterzuentwickeln. Die Fans werden auch nächste Saison viel Spaß haben."

Doch Armin Redzepagic möchte sich nun erstmal voll und ganz auf die anstehende Rückrunde konzentrieren. So sei es das erste Ziel die Mannschaft „in ruhiges Fahrwasser zu bringen“ und den Klassenerhalt einzutüten, erst dann wird man sich beim VfL Nagold mit den Planungen für die Saison 2019/2020 beschäftigen.

Erfreut über Redzepagics Zusage zeigte sich auch Vorstandschef Ulrich Hamann, der die Mannschaft am Samstagabend über den Verbleib des Trainers informierte: „Wir sind sehr glücklich, dass wir die Arbeit mit Armin fortsetzen können. Er hat die Mannschaft in den letzten eineinhalb Jahren toll weiterentwickelt und viele neue Impulse gesetzt. Zudem ist ihm der Einbau der jungen Spieler sehr gut gelungen und auch menschlich passt es zwischen Mannschaft und Trainer“, zeigt sich auch Vorstandsmitglied Dominik Veitinger mit der Arbeit des Trainers mehr als zufrieden. "Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und kann seine Ideen gut kommunizieren", ergänzt Veitinger.

Somit wäre ein erster Schritt in Sachen Zukunftsplanung beim VfL Nagold schon mal getan. In den

nächsten vier bis sechs Wochen werden nun die Spielergespräche geführt. Doch auch hier ist man beim VfL Nagold zuversichtlich, dass der Kader mehr oder weniger zusammen bleibt.


VfL Nagold II holt sich den Stadtmeistertitel 2019

 

Mit einem 5:4-Finalerfolg nach Zehn-Meter-Schießen gegen den Dauerrivalen SV Gündringen hat der VfL Nagold II  bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball 2019 den inzwischen fünften Titel in Serie perfekt gemacht.

Von Uwe Priestersbach

Nach der regulären Spielzeit hatte es im Duell der beiden Bezirksligisten unentschieden 2:2 gestanden. »So eine zweite Mannschaft hatten wir schon lange nicht mehr«, machte Walter Rausch deutlich, der am Samstag beim Turnier in der Bächlenhalle für den verhinderten Trainer Markus Kalmbach in die Rolle des VfL-Betreuers geschlüpft war. Positiv wertete er es, dass die meisten der ebenso ehrgeizigen wie talentierten Kicker aus der eigenen Jugend kommen.

Mit einem 3:1-Sieg war der Titelverteidiger ins erste Bezirksliga-Duell gegen den SV Gündringen ins Turnier gestartet. Danach marschierte der VfL Nagold II mit einer beeindruckenden Bilanz von 24:8 Toren ins Halbfinale durch. Gegner dort war Bezirksligist SV Vollmaringen. Justin Nebert und Kevin Gareis legten auf 2:0 für die VfL-Kicker vor.

Für Spannung sorgte dann Massimo Bihler mit dem Vollmaringer Anschlusstreffer. Doch mehr ging nicht für die Fußballer aus dem Nagolder Höhenstadtteil. Justin Nebert löste mit dem Treffer zum 3:1 das Finalticket für die VfL-Zweite (...).

Im zweiten Halbfinalspiel standen sich der SV Gündringen und der in der Vorrunde zum Geheimfavoriten mutierte SV Pfrondorf/Mindersbach gegenüber. Während sich der aktuelle Tabellenführer der Kreisliga B1 zuvor im Modus Jeder-gegen-Jeden mit vier Siegen auf den dritten Platz gespielt hatte, war die Luft beim Team von Spielertrainer Matthias Roth im Halbfinale erkennbar raus. Mit ihren Treffern zum 4:0 machten Julian Kiefer (3) und Marc Wagner den Gündringer Finaleinzug perfekt.

Im Endspiel legte zunächst Anton Stamer für das Team aus dem Steinachtal vor. Zwar folgte der Ausgleich durch Perparim Halimi postwendend, doch erneut gingen die Gündringer durch Paul Lohrer in Führung. Erst in der Schlussphase erzielte Justin Nebert das 2:2.

So musste die Entscheidung im fälligen Zehn-Meter-Schießen fallen. Beim entscheidenden Schuss zum 5:4 behielt Michael Nebert die Nerven. Der Pokal ging damit erneut an den VfL Nagold. Wir gratulieren!

(Schwarzwälder Bote 14. Januar 2019 / Foto: Priestersbach)


Aufstieg und Meisterschaft: So sehen Sieger aus

Eitel Sonnenschein bei Nagolds Fußballern: Bei bestem Frühsommerwetter feierten die Kicker des VfL Nagold am Samstag ihre Meisterschaft.

Von Heiko Hofmann

Selten sieht man eine Mannschaft nach einem Unentschieden so ausgelassen Feiern. Doch beim jüngsten Spiel des VfL Nagold gegen die SF Gechingen stand das Ergebnis eben ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund. Denn bereits vor dem letzten Heimspiel stand fest: Danach ist Party angesagt. Und so verschmerzten die Nagolder auch das 0:0. Stattdessen feierten sie ausgelassen ihre Meisterschaft. Mit Teamgesängen, Sektduschen und in dunkelblauen Meistershirts gekleidet, beherrschte das Aufstiegsteam die Szenerie im Reinhold-Fleckenstein-Stadion. Und von den vielen Fans – rund 350 waren es – wurde die Mannschaft munter beklatscht.

Stichwort Fans: Ein paar Besucher mehr hätten es zu diesem Anlass durchaus sein dürfen. Doch angesichts des zeitgleich angesetzten Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich war die Zuspruch auch nicht schlecht. Vor allem aber hatten die Besucher im Reinhold-Fleckenstein-Stadion garantiert mehr Spaß.

Unter den Gästen war natürlich auch Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Beim Sektempfang an der VfL-Bewirtungshütte im Stadion freute er sich über den Erfolg des »Nagolder Wegs« – und natürlich, wie auch alle anderen Redner des Abends – dass der VfL Nagold in der nächsten Saison wieder in der Verbandsliga spielen wird. Als kleines Schmankerl lud der OB denn auch die Nagolder Kicker zu sich in die heiligen Rathaushallen ein. Dort gibt es dann ein zünftiges Weißwurstfrühstück. Das erlebt man als VfL-Fußballer auch nicht alle Tage, genauso wie einen so souverän herausgespielten Meistertitel. Die Party geht also weiter.

(Schwarzwälder Bote 4. Juni 2018 / Fotos: Thomas Fritsch)


Raphael Schaschko verlängert bis 2019

Nach wochenlanger Ungewissheit ist die Katze aus dem Sack: Unser Routinier und Abwehrchef Raphael Schaschko gab wenige Stunden nach dem 5:1-Heimsieg gegen den VfB Bösingen bekannt, dass er noch eine weitere Saison ein "Blauer" bleibt!

"Ich freue mich auf ein weiteres Jahr beim VfL Nagold! Ich hatte mehrere Angebote sowohl als Spieler als auch als Trainer, daher habe ich mir bewusst die Zeit für Gespräche genommen. Letztendlich habe ich mich aber für den VfL entschieden, weil sich der Verein auch sehr um mich bemüht hat und mir die nötige Zeit für meine Entscheidung gegeben hat. Der VfL Nagold ist auf einem guten Weg, den ich in der nächsten Saison begleiten und hoffentlich auch voranbringen kann", sagte der 32-jährige nach seiner Vertragsunterschrift.

Und auch Abteilungsleiter Ulrich Hamann zeigte sich erfreut, dass der Ex-Profi seine Zusage gegeben hat: "Wir sind sehr froh, dass Rapha noch eine Saison bei uns bleibt! Er ist für uns fussballerisch sehr, sehr wichtig; zudem organisiert er die Defensive und ist der Taktgeber für unser Offensivspiel. Gerade für unsere jungen Spieler, die nächstes Jahr aus der U19 zu den Aktiven wechseln ist er mit seiner Erfahrung sowohl auf als auch neben dem Platz eine wichtige Stütze! Durch seine Unterstützung können die jüngeren Spieler den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen!"