Geehrt beim Ehrenamtsfest

Der VfL Nagold hatte seine ehrenamtlich engagierten Mitglieder zum dritten Ehrenamtsfest eingeladen. „Dieser Abend ist ein Dankeschön an unsere Ehrenamtlichen“, unterstrich der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes, dass derzeit rund 250 Mitglieder in verschiedensten ehrenamtlichen Funktionen den größten Nagolder Verein am Laufen halten – und „den jungen Mitgliedern als Vorbilder mit viel Herzblut Werte vermitteln“.

70 der ehrenamtlich im VfL Nagold engagierten Mitglieder waren jetzt der Einladung ins Reinhold-Fleckenstein-Stadion gefolgt, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen und über die Abteilungsgrenzen hinaus ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig freute sich Holger Ehnes, dass er mit den Brüdern Henrik und Lasse Schik zwei Mitglieder mit der bronzenen Verdienstnadel auszeichnen konnte, die sich bereits seit zehn Jahren als Übungsleiter ehrenamtlich in der Judo-Abteilung einbringen (siehe Foto).

Bei dieser Gelegenheit machte der Vereinschef ebenfalls deutlich, dass sich der VfL Nagold unter dem Motto „Bei uns ist der Sport zu Hause“ weiterentwickeln wolle. In diesem Zusammenhang nannte er das Kursprogramm im Bewegungsraum des Sportheims mit fünf Kursangeboten pro Woche oder die neue Triathlon-Trainingsgruppe für den Nordschwarzwald-Triathlon im August. Erklärtes Ziel der Vereinsführung ist es daneben, den Austausch zwischen den Abteilungen zu fördern. So steigt am kommenden Donnerstag, 25. Juni, ab 18.30 Uhr im Sportheim beispielsweise die Premiere des „VfL-Treff“ mit Snacks und Getränken. Holger Ehnes ist schon gespannt, „wer alles kommt“.


Hauptversammlung: „Bei uns ist der Sport zu Hause“

Bei der Hauptversammlung des VfL Nagold konnte Holger Ehnes (Mitte) mit Gerd Hufschmidt, Luna Schwarz, Lya Schwarz und Martin Schlenker (von links) besonders erfolgreiche und engagierte Mitglieder des größten Nagold Vereins auszeichnen.

 

Der VfL Nagold will mit einem attraktiven Kursangebot neue Zielgruppen erschließen. Aber auch in Sachen Gemeinschaft sollen frische Akzente im größten Nagolder Verein gesetzt werden.

 

„Der VfL Nagold ist attraktiv und wächst – und darauf können wir stolz sein“, fasste der Vorsitzende Holger Ehnes bei der Hauptversammlung im Sportheim die insgesamt erfreuliche Entwicklung zusammen. So werden derzeit rund 1.900 Mitglieder, 150 Teilnehmer in den verschiedenen Kursangeboten sowie 250 Ehrenamtliche gezählt.

Zwar gehen Entwicklungen wie die nachlassende Vereinstreue, die sinkende Bereitschaft zur Übernahme von Ehrenämtern oder die gesamtwirtschaftliche Lage auch an einem Verein wie dem VfL Nagold nicht spurlos vorüber. Wie der VfL-Vorsitzende aber mit Blick auf die strategische Perspektive unter dem Motto „Bei uns ist der Sport zu Hause“ deutlich machte, will man dem jedoch mit einem attraktiven Sportangebot begegnen – und zwar mit Vielfalt, Qualität und Zugang für alle.

 

Rückblick auf Neues und Bewährtes

In diesem Zusammenhang nannte Holger Ehnes unter anderem das Kursangebot Aktiv+, das Triathlon-Rookie-Team oder den Reha- und Cardiosport. So bietet der VfL Nagold beispielsweise aktuell sechs Fitness- und Gesundheitskurse im Bewegungsraum des Sportheims an.

Doch auch die Förderung der Gemeinschaft hat sich der Vorstand auf die Fahnen geschrieben. So sind im Juni ein Vereinstreff sowie eine Neuauflage des Ehrenamtsfestes geplant.     

Als 2. Vorsitzender beleuchtete Ulrich Hamann in seiner Rückschau die vielfältigen Aktivitäten in den 17 VfL-Abteilungen. Dabei nannte er unter anderem die Spende der Frauengymnastik an das Frauenhaus oder die Aktion „Kids kicken für Kids“ zu Gunsten der Kinderkrebshilfe in Tübingen. Highlights waren daneben das Bayern-Camp für talentierte Nachwuchskicker im Reinhold-Fleckenstein-Stadion, das Beach-Soccer-Turnier der Grundschulen auf dem Longwyplatz oder die jüngste Bahneröffnung der Leichtathleten mit einem neuerlichen Teilnehmerrekord. Als „niederschwelliges Angebot für Kinder, bei dem alle viel Spaß haben“, bezeichnete Ulrich Hamann das jährliche Kinderfest im Kleb – und in der Kindersportschule KISS werde „Freude an Bewegung vermittelt“.   

 

Die Finanzen und die Entlastung

Wie Kassier Klaus Rentschler mitteilte, verbuchte der VfL Nagold im vergangenen Jahr erneut ein positives Ergebnis. Besonders bemerkenswert: Übungsleiter und Ehrenamtliche in allen Abteilungen haben sich im Wert von über 200.000 Euro unmittelbar engagiert und für den Verein auf ihre Aufwandsvergütung verzichtet. Kein Wunder, dass es im Bericht der Kassenprüfer Jens Hofmann und Hauke Schik keinerlei Beanstandungen gab.      

Die einstimmige Entlastung des Vorstandes leitete anschließend Bürgermeister Hagen Breitling, der bei dieser Gelegenheit den Mitgliederzuwachs im VfL Nagold lobte und betonte: „Ich finde es toll, auf welchem Weg sich der VfL Nagold befindet“. Unter Hinweis auf ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr mit „hervorragenden sportlichen und ehrenamtlichen Leistungen“ bezeichnete er den VfL Nagold als „Aushängeschild der Stadt“.  Aktuell freue man sich in Nagold auf die Fertigstellung der Dreifeldhalle auf dem Eisberg, denn die „wird ein Gewinn für den Schul- und Vereinssport sein“, so Hagen Breitling.      

 

Geehrt und gewählt

Wahlen und Ehrungen standen jetzt ebenfalls auf der Tagesordnung: Dabei wurde Manuel Klumpp einstimmig zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt, während Walther Beck in seinem Amt als dritter Vorsitzender bestätigt wurde. Die Kür der Beisitzer fiel auf Ulrich Hamann, Felix Hammann und Clemens Korioth.

Bereits seit 75 Jahren hält Alfons Bollinger dem VfL Nagold die Treue, und für 50-jährige Vereinstreue konnte Holger Ehnes jetzt Jens Hofmann auszeichnen. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden daneben Clemens Korioth, Dorothee Roesling und Heinz Schimanski geehrt, während Angelo Cuomo und Lucas Fehrenbach seit 30 Jahren zum VfL Nagold gehören. Geehrt wurden ebenfalls Julia Benz Jürgen Domann, Andreas Ensslen, Peter Ensslen, Eva Fischer, Jana Grüninger, Annette Maser, Margot Menke, Jonas Ott, Marc Theurer, Rolf Tinneberg, Simon Walz und Michael Wandlowsky für ihre 25-jährige Mitgliedschaft.

In diesem Jahr konnten außerdem besondere sportliche Leistungen gewürdigt werden: Dabei erhielten Luna Schwarz und Lya Schwarz die neu eingeführte goldene Leistungsmedaille des VfL Nagold für ihre Podestplätze bei den Europameisterschaften im Inline-Slalom. Für besondere Verdienste um den VfL Nagold wurden daneben Eberhard Haizmann und Gerd Hufschmidt mit dem Verdienstpreis in Gold, Heiko Hofmann mit dem Verdienstpreis in Silber sowie Martin Schlenker mit dem Verdienstpreis in Bronze ausgezeichnet.

Besonders freute sich Holger Ehnes auch, dass er mit Clemens Korioth, Jürgen Domann, Jonas Ott, Annette Maser, Michael Wandlowsky, Angelo Cuomo und Lucas Fehrenbach (von links) langjährige VfL-Mitglieder ehren konnte.


Frauengymnastik: Spende fließt an das Frauenhaus

Seit 25 Jahren spenden die Teilnehmerinnen der Frauengymnastik im VfL Nagold für einen guten Zweck.

1.300 Euro konnten jetzt an das Frauenhaus in Calw übergeben werden. „Da wird eine hervorragende Arbeit geleistet“, weiß Gymnastik-Chefin Reingard Gascho, dass man im Frauenhaus aber auch auf Spenden angewiesen ist. Erschreckend ist in ihren Augen, dass „die Gewalt gegen Frauen schlimmer denn je ist“

Gleichzeitig erinnerte sie jetzt am jüngsten Übungsabend in der Hohenberg-Halle daran, dass die VfL-Gymnastikfrauen bereits in der Vergangenheit vor allem soziale Einrichtungen in und um Nagold herum mit ihrer „Weihnachtsspende“ bedacht haben. Darunter die Lebenshilfe Oberes Nagoldtal, das stationäre Hospiz in Nagold, den ambulanten Nagolder Hospizdienst oder die Paulinenhilfe in Ebhausen – und jetzt eben zum zehnten Mal das Frauenhaus in Calw. Wie Reingard Gascho betont, müsse sich das Frauenhaus zu einem großen Teil aus Spenden finanzieren. Gerade jüngste Berichte hätten gezeigt, dass die Gewalt gegen Frauen zunimmt. Deshalb sei das Frauenhaus so wichtig, „weil die Frauen und ihre Kinder dort Schutz, Unterkunft und Beratung erhalten“.

Die Frauengymnastik im VfL Nagold ist seit über 50 Jahren eine Institution in der Stadt. Nicht alltäglich ist es dabei, dass Reingard Gascho die Frauengymnastik des VfL Nagold mittlerweile bereits im 53. Jahr leitet. Mehr Kontinuität geht eigentlich gar nicht. 1973 hätte die Übungsleiterin nicht im Traum daran gedacht, dass aus der ursprünglich geplanten vierwöchigen Vertretung bis zu den Sommerferien zwischenzeitlich über 50 Jahre geworden sind. „Ich mache so lange weiter, wie es gesundheitlich geht“, sagt die mittlerweile 78-jährige Übungsleiterin.

Über den Winter treffen sich die Teilnehmerinnen jeden Dienstag um 19.15 für eine Stunde in der Hohenberg-Halle – in früheren Spitzenzeiten waren es sogar bis zu 35 Frauen. Im Sommer findet die Gymnastikstunde beim Boysen-Forum im Kleb statt. „Wir sind eine tolle Gruppe – und die Gymnastik tut meinen Frauen gut“, betont Reingard Gascho, dass die meisten Teilnehmerinnen bereits seit Jahrzehnten dabei sind. Vor diesem Hintergrund hat Reinhard Gascho die Inhalte der Übungseinheiten angepasst – vom einstmals intensiven Konditionstraining zur Gymnastik für den ganzen Körper.

Beim Jahresabschlussessen beteiligen sich aber immer wieder auch Frauen an den Spenden, die nicht mehr aktiv mitmachen können – die aber die Gemeinschaft in der Gymnastikgruppe schätzen.


Interner VfL-Workshop: Vom Umgang mit Konflikten

Beim VfL Nagold wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen großgeschrieben. Ein Workshop beschäftigte sich jetzt mit dem Umgang bei Konflikten.

 

Seit 2023 gibt es beim VfL Nagold ein Schutzkonzept. Es dient als präventive Maßnahme, um Kinder und Jugendliche vor jeglicher Form der Gewalt zu schützen. Aus diesem Grund hat es sich der VfL Nagold zur Aufgabe gemacht, einmal im Jahr eine Veranstaltung zum Thema „Kinderschutz“ anzubieten, in der die VfL-Mitarbeiter und Übungsleiter als Multiplikatoren sensibilisiert werden.

Die erste Veranstaltung fand vor zwei Jahren in Form einer Sensibilisierungsmaßnahme zum Thema „sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern“ statt. Im vergangenen Jahr erfolgte ein Vortrag zum Thema „Kindeswohl“ – und jüngst fand im Sportheim ein Workshop zu den Themen „Umgang mit Konflikten“ und „Konfliktlösungsstrategien“ statt.

Leider stehen die Verantwortlichen in den Vereinen diesem Thema heutzutage immer häufiger gegenüber, gerade auch im Sportbereich. Dies ist möglicherweise auch ein Grund für den Rückgang der ehrenamtlichen Übungsleiter.

Unter der Federführung der VfL-Kinderschutzbeauftragten Tabea Wagner, der Geschäftsführerin Ulrike Fürgut und Vorstandsmitglied Walther Beck wurde der Workshop vorbereitet - und Thomas Podbielski von der Akademie Eigensinn aus Altensteig als Referent verpflichtet.

25 Personen aus nahezu allen der 17 Abteilungen nahmen am gut zweistündigen Workshop teil, der mit theoretischen Impulsen und praktischen Übungen gespickt war. Thomas Podbielski stieg zu Beginn direkt mit einer Übung in die Thematik ein. So mussten sich die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt jeweils einer Aufgabe widmen, die zu keiner einheitlichen Lösung, dafür aber zu Diskussionen und Konflikten führen konnte.

Eine Übung, die im Kopf bleiben wird, hieß „Cola, Fanta, Spezi“. Sie warf speziell einen Blick auf den so genannten „inneren Schiedsrichter“, das schlechte Gewissen jedes Einzelnen. Fragen, Anregungen und Ideen zu Konfliktlösungen, auch anhand individueller Erfahrungen und zurückliegender Situationen konnten im Laufe des Abends immer wieder angesprochen und besprochen werden.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren rundum positiv. Nun liegt es daran, das neu vermittelte Wissen in die Praxis zu transportieren. Dazu fühlen sich die Teilnehmer aber bereit und motiviert. Auch für das kommende Jahr gibt es bereits Ideen zu Themen, welche der VfL Nagold angehen und seinen Abteilungen anbieten möchte.


Kurse: VfL Nagold startet VfL aktiv+

Mit seinem Kursprogramm „VfL Aktiv+“ beschreitet der VfL Nagold Neuland. Attraktive Schnupperangebote winken zum Auftakt

 

„Wir haben uns die Erweiterung unseres Sportangebots auf die Fahnen geschrieben“, betont der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes - und freut sich schon auf das neue Kursprogramm. „Damit haben wir jetzt ein Angebot, um neue Zielgruppen anzusprechen“, ist Holger Ehnes überzeugt.

Der Startschuss für „VfL Aktiv+“ fällt am 22. Oktober im neu geschaffenen Bewegungsraum des Nagolder Sportheims in der Calwer Straße mit einem Kraftzirkel von 17.30 bis 18.30 Uhr. Dabei handelt es sich um ein intensives Ganzkörpertraining mit Bodyweight und Kleingeräten. „Der Kurs ist ideal zum Auspowern für Fortgeschrittene“, erklärt Kursleiter Benjamin Lever.

Körperarbeit, Atem und Achtsamkeit – für innere Ruhe, Entspannung und neue Energie stehen auf dem Programm, wenn Wolfgang Straub am 23. Oktober zum Hatha-Yoga in den Bewegungsraum einlädt. Hatha Yoga ist ideal für alle, die Yoga neu kennenlernen möchten, da die Übungen langsam und bewusst ausgeführt werden, um eine korrekte Ausrichtung und Körperwahrnehmung zu fördern. Am 24. Oktober finden gleich zwei Kurse mit Angela Adam statt: Von 16.30 bis 17.30 Uhr steht mit Pilates ein sanftes Ganzkörpertraining für eine starke Mitte, bessere Haltung und Beweglichkeit auf dem Programm. Von 17.30 bis 18.30 Uhr steigt mit FitMix ein abwechslungsreiches Workout für Kraft. Ausdauer und Beweglichkeit – moderat, vielseitig und effektiv.

Fortgesetzt wird die Startphase des Kursprogramms am 6. November. Den Auftakt bildet von 9.30 bis 10.30 Uhr „Fitness für Mamas mit Baby“ unter der Leitung von Martina Frank. Dabei handelt es sich um ein funktionelles Training nach der Geburt mit dem Fokus auf Beckenboden, Rumpf und Ausdauer. „Babys bis zwölf Monate einfach mitbringen“, betont Martina Frank – die anschließend von 10.45 bis 11:45 Uhr auch zum „Core-Training“ lädt. Hier liegt der Fokus auf der Stärkung der Rumpfmuskulatur mit Bauch, Hüfte, unterem Rücken zur Verbesserung von Körperstabilität und Leistung.

„Wir wollen ernstgemeinte Angebote machen, damit für jeden etwas dabei ist“, macht Holger Ehnes deutlich. Er spricht von einem richtig guten Schritt des VfL Nagold, um sich als Breitensportverein noch breiter aufzustellen. Zudem habe sich mit Blick auf die bereits bestehenden Kurse der Kindersportschule gezeigt, dass der Bewegungsraum hochattraktiv ist. Ein dickes Lob des Vorsitzenden gibt es für Benjamin Lever und Fabian Vogt, von denen das Kursangebot „mit viel Herzblut ausgearbeitet wurde“ – doch auch der Vorstand stehe voll dahinter. Gleichzeitig betont Holger Ehnes, dass Benjamin Lever und sein Kursleiter-Team über eine hervorragende Qualität und Erfahrung verfügen.

Mittel- und langfristig ist es natürlich Ziel des größten Nagolder Vereins, dass die Teilnehmer des Kursangebots auch Mitglieder werden – denn „als Sportverein leben wir davon, dass wir Mitglieder haben“. Geplant eine Kursgebühr von 59 Euro für Mitglieder und der VfL-Vorsitzende unterstreicht: „Damit sind wir günstiger als die meisten Fitness-Studios. Wer schon eine Familienmitgliedschaft hat, für den ist es konkurrenzlos günstig“.

Doch jetzt kann erst mal geschnuppert werden: So ist die erste Woche kostenlos und für alle Kurse werden bis zum Jahresende nur 35 Euro erhoben. „Einfach vorbeikommen, ausprobieren und Spaß haben“, lautet die Losung.  

 

Bild: Fabian Vogt, Holger Ehnes und Benjamin Lever (v.l.) freuen sich schon auf den Startschuss für das neue Kursprogramm „VfL Aktiv+“ des VfL Nagold. Text/Foto: Uwe Priestersbach


Herzsicherer Landkreis: Im Stadion gibt es jetzt einen Defibrillator

Mit der Installation eines Defibrillators am Nagolder Sportheim ist man dem „herzsicheren Landkreis“ wieder einen Schritt nähergekommen. 

Der Lions Club Hirsau/Nagold/Calw unterstützt seit fast 70 Jahren Projekte im sozialen und kulturellen Bereich in der Region. Und weil Defibrillatoren Leben retten können, hatte sich der Lions Club vor drei Jahren den „herzsicheren Landkreis Calw“ auf die Fahnen geschrieben.

In Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Calw wird dabei nicht nur die Aufstellung der Defibrillatoren unterstützt, sondern werden ebenfalls die Seminare für Ersthelfer durch das DRK finanziert. „Unser Ziel ist es, eine kreisweite Abdeckung mit Defis zu sichern“, erklärte Sebastian Retsch als Projektverantwortlicher des Lions Club in dieser Woche bei der offiziellen Übergabe an die Stadt Nagold und den VfL Nagold.

Wie Lions-Präsidentin Anja Breitling zuvor deutlich gemacht hatte, könne es gerade bei Sportveranstaltungen „schnell mal zu einem Herzstillstand kommen – und in so einer Notsituation zählt jede Sekunde“. Ein öffentlich zugänglicher Defibrillator könne somit im entscheidenden Moment den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Bei dieser Gelegenheit dankte sie Sebastian Retsch für sein Engagement in Sachen „Herzsicherer Landkreis“ – ebenso allen weiteren Unterstützern, die sich bei diesem Projekt einbringen.

Wie Bürgermeister Hagen Breitling betonte, „war es jetzt höchste Zeit, dass wir beim Sportheim einen öffentlich zugänglichen Defibrillator für Sportler und Zuschauer haben“. Gleichzeitig sprach er mit Blick auf die regelmäßige Wartung von einer nachhaltigen Lösung. In seinen Augen ist das städtische Stadion genau der richtige Standort für dieses lebensrettende Gerät.

Der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes erinnerte daran, dass man sich auch mit Blick auf den neuen Bewegungsraum und künftige sportliche Angebote im Sportheim bereits im Vorstand des VfL Nagold mit dem Thema beschäftigt hatte. Nachdem sich bei größeren sportlichen Veranstaltungen wie Relegationsspielen auch schon mal über 1000 Menschen im Stadion befinden, sei es wichtig, dass es hier nun eine Rettungseinrichtung gebe. „Ich fühle mich jetzt besser“, unterstrich der Vorsitzende des größten Nagolder Vereins.

Defibrillatoren retten Leben, wenn sie im Notfall schnell zur Hand sind und eingesetzt werden, bevor der Notarzt oder die Rettungssanitäter eintreffen. Gerade in einem Flächenkreis sind sie oft von entscheidender Bedeutung. Im Rahmen der langfristig angelegten Aktion „Herzsicherer Landkreis“ wurden vom Lions Club alle Bürgermeister im Kreis Calw angeschrieben und eine Finanzierungshilfe angeboten. „Es gibt immer noch zu viele weiße Flecken“, macht Sebastian Retsch deutlich. 

Unser Bild zeigt von links: Holger Ehnes, Anja Breitling, Hagen Breitling, Ulrike Fürgut und Sebastian Retsch  freuen sich über den lebensrettenden Defibrillator am Nagolder Sportheim. 

 

Text/Foto: Uwe Priestersbach


Beste Stimmung beim Kindersportfest

Das vergangenen Wochenende stand mit Kindersportfest, Beachsoccer-Turnier und Schwimm-Stadtmeisterschaft ganz im Zeichen des VfL Nagold.

 

Vor allem das Kindersportfest im Kleb war auch in seiner vierten Auflage wieder ein echter Publikumsmagnet. Obwohl der Sommer gewissermaßen eine kleine Verschnaufpause einlegte und es zwischendurch kurz tröpfelte, beteiligten sich über 300 Kinder und Jugendliche am Sonntagnachmittag an den verschiedenen Stationen im Nagolder Stadtpark.

Die wurden von den teilnehmenden Abteilungen des über 1.700 Mitglieder zählenden Sportvereins mit großem ehrenamtlichen Engagement betreut – damit vor allem die Kids richtig Spaß hatten. Und vor allem die Helfer waren froh, dass es dieses Mal nicht ganz so hochsommerlich heiß war wie in den Vorjahren. „Das Wetter ist perfekt zum Sport machen“, stellte beispielsweise VfL-Geschäftsführerin Ulrike Fürgut fest.  

Vor drei Jahren hatte der größte Nagolder Verein zu seinem 175-jährigen Bestehen erstmals ein Kindersportfest im Kleb auf die Beine gestellt – und damit den Startschuss für weitere Kindersportfeste gegeben. Nachdem die Wiederholungen ebenfalls für ein durchweg positive Echo gesorgt hatten, war klar, dass jetzt der vierte Streich folgen musste. Und auch künftig will man den jährlichen Turnus beibehalten, war am Rande des Geschehens zu hören.

Jetzt zeigte sich Organisator Gerd Hufschmidt vor allem froh darüber, „dass wir keine 35 Grad haben“. So habe man sich zwar früher über den Sommer gefreut, aber „heute sind die Wolken mein Freund“, bekannte er.  Positiv war in seinen Augen ebenso der Umstand, dass sich neun Abteilungen an der großen gemeinschaftlichen Veranstaltung beteiligten, und dass bei dieser Gelegenheit auch viele ehrenamtlich engagierte Jugendliche an den Stationen präsent waren – und „sogar selbst Verantwortung übernahmen“. Begeistert war Gerd Hufschmidt außerdem von der schönen und friedlichen Atmosphäre im grünen Kleb, und er sprach von einem echten „Familien-Happening.  

Neun Abteilungen des VfL Nagold boten jetzt abwechslungsreiche und spannende Spielstationen. Beteiligt waren die Kindersportschule Kiss, die Abteilungen Turnen, Basketball, Tischtennis, Leichtathletik, Badminton, Karate, Handball, Wintersport – und erstmalig auch die VfL-Judokas. Die einzelnen Sparten boten an ihren Stationen jeweils Einblicke in ihren Sport, immer kindgerecht und so, dass möglichst jedes Kind auch schnelle Erfolgserlebnisse hatte. Klar gab es erneut die eine oder andere technische Finesse: Der Tischtennisroboter und die beiden Badminton-Aufschlagmaschinen liefen quasi ununterbrochen und kamen richtig gut bei den Kids an.

Jedes Kind erhielt bei seiner Anmeldung erst mal eine Stempelkarte und ein blaues VfL-T-Shirt – und wenn alle Stationen durchlaufen und mit einem Stempel versehen waren, winkte zu Belohnung ein Eis. 

Rundum zufrieden zeigte sich der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes, als er feststellte: „Es lässt sich kaum jemand vom durchwachsenen Wetter abschrecken“. In seinen Augen ist das Kindersportfest nicht nur eine gute Werbung für die sportlichen Angebote des VfL Nagold“ – sondern auch „unser größtes Event mitten in der Stadt“. Gefallen hatte dem VfL-Vorsitzenden aber vor allem, dass „die Stimmung bei den Helfern gut ist und die Kinder einen Heidenspaß haben“.

Text/Fotos: Uwe Priestersbach


Urkunde überreicht: Zu Besuch beim neuen Ehrenmitglied

Karate-Abteilungsleiter Martin Schlenker VfL-Vorsitzender Holger Ehnes haben dieser Tage Dieter Schaber besucht, der bei der jüngsten Hauptversammlung offiziell zum Ehrenmitglied des VfL Nagold ernannt wurde. Bei dieser Gelegenheit hat Holger Ehnes die Urkunde mit dem Geschenk übergeben und sich im Namen des Vereins für Dieter Schabers langjährigen Einsatz für die Karate-Abteilung bedankt.

Leider war Dieter Schaber gesundheitlich nicht in der Lage, zu einer Hauptversammlung zu kommen. Er und seine Frau empfingen Ehnes und Schlenker aber bei bester Laune. Dabei erörterte Dieter Schaber auch, dass die Ernennung zum Ehrenmitglied als Ehre empfinde und sich sehr darüber gefreut habe.


VfL Nagold: Jede Menge gute Nachrichten aus dem Verein

Ehrungen für langjährige Mitglieder standen bei der Hauptversammlung des VfL Nagold auf der Tagesordnung.

Der VfL Nagold will sein sportliches Angebot erweitern – aber auch in Sachen Mitgliederzahlen zeigt der Trend beim größten Nagolder Verein weiterhin nach oben.

 

„Der VfL ist attraktiv und wächst“, fasste der Vorsitzende Holger Ehnes bei der Hauptversammlung im Sportheim die erfreuliche Entwicklung zusammen. Vor allem mit dem „Projekt Sportheim“ sollen neue Zielgruppen mit attraktiven Angeboten angesprochen werden.

Nachdem das Pachtverhältnis der Gaststätte im vergangenen Jahr geendet hatte, wurde im Sportheim an der Calwer Straße ein neuer Bewegungsraum geschaffen und mit Sportgeräten ausgestattet. „Wir sind mit dem Start zufrieden“, betonte der VfL-Chef mit Blick auf die Kleinkindkurse der Kindersportschule (KISS) und die Trainingsabende der Linedance-Abteilung. Aktuell seien zudem verschiedene Kurse für Erwachsene in Vorbereitung, so Holger Ehnes. 

 

Ehrenamt - "ein wichtiges Thema"

Als 2. Vorsitzender erinnerte Ulrich Hamann in seiner Rückschau an das letztjährige Ehrenamtsfest und unterstrich: „Das ist ein wichtiges Thema, weil die Ehrenamtlichen viel Zeit in den Verein investieren“. Doch auch das Kindersportfest im Kleb genieße einen hohen Stellenwert, „um Kinder für den Sport zu begeistern“.

Gleichzeitig beleuchtete er das Geschehen in den VfL-Abteilungen und hob besonders die Doppel-Europa-Meisterschaft von Inline-Talent Luna Schwarz hervor. Diese Erfolge spiegeln die tolle Nachwuchsarbeit der Wintersportabteilung wider. Gleiches gelte für die Handballabteilung, deren gute Jugendarbeit mit Schul-Kooperationen für Erfolge im Aktivenbereich sorge.

Auch in Sachen Fußball sei der VfL Nagold wieder erfolgreich unterwegs, erklärte Ulrich Hamann mit Blick auf den aktuell zweiten Tabellenplatz der ersten Mannschaft in der Landesliga. Unter Hinweis auf personelle Änderungen im Bereich des Talentwerks stellte der zweite Vorsitzende fest, dass „die große Zeit der Fußballschulen wieder vorbei ist“.

 

Rund 850 Kinder und Jugendliche im Verein

Im Bericht der Geschäftsstelle informierte Ulrike Fürgut unter anderem über die Umstellung auf eine cloudbasierte Mitgliederverwaltung und den Einstieg in die digitale Abrechnung beim Reha- und Koronarsport. Weil der Jugendschutz bei rund 850 Kindern und Jugendlichen im VfL Nagold ein wichtiges Thema sei, so die Geschäftsführerin, ist in diesem Jahr ein Workshop zum Umgang mit Konflikten geplant. 

Wie Kassier Klaus Rentschler mitteilte, verbuchte der VfL Nagold im vergangenen Jahr wieder ein positives Ergebnis – wobei auch das Ergebnis der Fußballabteilung insgesamt ausgeglichen war. „Es gibt nur Positives zu berichten“, stellte anschließend Kassenprüfer Hauke Schik mit Blick auf die transparente Kassenführung fest, dass es keinerlei Beanstandungen gab.     

 

Bürgermeister zollt dem VfL Respekt

Die einstimmige Entlastung des Vorstandes leitete Bürgermeister Hagen Breitling, der bei dieser Gelegenheit dem Mitgliederzuwachs im VfL Nagold großen Respekt zollte. Für Gesprächsstoff im Verein sorgte aktuell natürlich die geplante Erweiterung der Eisberghalle zu einer Drei-Feld-Halle, nachdem Oberbürgermeister Jürgen Großmann jüngst darauf hingewiesen hatte, dass die Stadt vor dem Hintergrund sinkender Gewerbesteuereinahmen auch bereit sein müsse, hier auf die Bremse zu treten.

Wie der Finanzbürgermeister dazu ausführte, müsse die Stadt die Waage zwischen ihren Pflichtaufgaben und den Investitionen halten. Die Eisberghalle bezeichnete er als wichtiges Investitionsprojekt, dass man auch mit Blick auf die bewilligten Fördermittel „zügig umsetzen will“. Derzeit werde der Teilabriss vorbereitet und im kommenden Frühjahr sollen die Rohbauarbeiten starten, so Hagen Breitling.

 

Veränderungen im Vorstand  

Wahlen und Ehrungen standen jetzt ebenfalls auf der Tagesordnung: Dabei wurde Ulrich Hamann einstimmig für weitere drei Jahre im Amt des 2. Vorsitzenden bestätigt, während Walther Beck die Nachfolge von Gerd Hufschmidt als dritter Vorsitzender antritt. Zum neuen Schriftführer des VfL Nagold wurde Volker Haizmann gekürt. Die Wahl der Beisitzer fiel auf Manuel Klumpp und Sebastian Retsch.

 

Treue Mitglieder geehrt

Bereits seit 70 Jahren hält Hans-Jörg Hammann dem VfL Nagold die Treue, und für 60-jährige Vereinstreue konnte Holger Ehnes jetzt Lothar Linkenheil auszeichnen. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden daneben Reinhold Fleckenstein, Achim Weinfurth, Martin Ehniss, Heidi Stöhr, Trudel Grüninger und Rolf Beuerle geehrt, während Julia Haselwander, Roswitha Haselwander, Anja Künert, Elisabeth Rähle sowie Siegfried Kern seit 30 Jahren zum VfL Nagold gehören. Geehrt wurden ebenfalls Rebecca Reichert, Lothar Wurster, Sabine Wurster, Svenja Wurster, Markus Renz, Sandra Miller, Richard Kailer und Felix Hammann (25 Jahre).

 

Neues Ehrenmitglied: Dieter Schaber

Zum Ehrenmitglied des VfL Nagold wurde Dieter Schaber für seine langjährigen und vielfältigen Verdienste in der Karateabteilung ernannt. Dieter Schaber war nicht nur über Jahre hinweg als Übungsleiter, Abteilungskassier und Abteilungsleiter aktiv. Er war auch maßgeblich für die erfolgreiche sportliche Entwicklung verantwortlich. Einen Namen machte er sich ebenfalls als Schiedsrichter bei den höchsten Turnieren in Deutschland.

Verabschiedet wurden Schriftführerin Andrea Holzäpfel und der dritte Vorsitzende Gerd Hufschmidt, die sich jetzt nicht mehr zur Wahl stellten. Holger Ehnes würdigte vor allem das langjährige und große ehrenamtliche Engagement von Gerd Hufschmidt im Vorstand des VfL Nagold – und hoffte, dass es keiner Verabschiedung für immer ist.

Der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes (links) verabschiedete Gerd Hufschmidt, der 14 Jahre lang im Vorstand des VfL Nagold Akzente gesetzt hatte.


500 Euro für den VfL-Kursraum

Im Rahmen der Aktion „SpendenAdvent“ schüttete die Volksbank in der Region über die Adventszeit einen Spendenbetrag von insgesamt 140.000 Euro aus. Mit den aus dem Zweckertrag des VR-Gewinn-Sparens stammenden Fördermitteln werden soziale, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Projekte im Geschäftsgebiet der Bank unterstützt. Auch der VfL Nagold und seine Kindersportschule KISS waren mit ihrer Bewerbung erfolgreich und konnte sich für die Einrichtung des neuen Kursraums im Sportheim über einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro freuen. Wir danken herzlich für die Unterstützung.


VfL Nagold weiht Sportraum ein

Der VfL Nagold beschreitet neue Wege: Am Wochenende wurde ein Bewegungsraum im Sportheim eingeweiht, von dem vor allem die Kindersportschule (KISS) profitiert.

Beim größten Nagolder Verein mit rund 1800 Mitgliedern hatte man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, den Gaststättenbetrieb im VfL-Sportheim an der Calwer Straße aufzugeben. Doch mit dem neu geschaffenen Bewegungsraum kann der VfL Nagold vor allem seine sportlichen Angebote für Kinder deutlich erweitern.

Kein Wunder, dass der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes beim offiziellen Startschuss am Samstag betonte: Das ist für uns als Verein ein bedeutender Moment“ – denn das Bisherige aufzugeben, falle schon schwer. Doch habe man sich zum diesem Schritt auch deshalb entschlossen, weil die Hallensituation in Nagold gerade morgens nicht einfach sei, und es nach wie vor eine Warteliste in der Kindersportschule gebe.

Mit Blick auf den im früheren Versammlungsraum des Sportheims aufgebauten Bewegungs-Parcours lobte der VfL-Vorsitzende das KISS-Team und unterstrich: „Da wurde schon wahnsinnig etwas bewegt – und das fühlt sich nach einem vielversprechenden Start richtig gut an“.  

Bürgermeister Hagen Breitling sprach in seinem Grußwort gar von einem „historischen Moment und einer Zäsur für das Sportheim“ – das sich bekanntlich im Eigentum der Stadt befindet. So sei es einerseits bedauerlich, dass der klassische gastromische Bereich nicht von Erfolg gekrönt sei, doch gleichzeitig sprach Hagen Breitling von einem „konsequenten Schritt, es jetzt mit Sport zu verbinden“ – und so quasi eine Heimat für die kleinsten VfL-Mitglieder zu schaffen. Vor diesem Hintergrund gratulierte er dem VfL Nagold, dass dieser Schritt gewagt wurde und hier jetzt Vereinssport stattfinden könne. Und Breitling ist überzeugt: „Das tut diesem Haus und der Sportanlage gut“.    

Passenderweise hatte man den bundesweiten Tag des Kinderturnens für die Einweihung des neuen Bewegungsraumes ausgewählt, der unter der Regie von Fabian Vogt und Benjamin Lever in den letzten Wochen mit kindgerechten Kletter-, Spiel und Turngeräten ausgestattet wurde. Entstanden ist dabei ein spielerischer Sportparcours für Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren. „Man sieht, dass Nagold in den letzten Jahren im Kinderbereich wächst“, machte KISS-Geschäftsführer Fabian Vogt deutlich. Immerhin betreut das zehnköpfige KISS-Team bereits über 250 Kinder – und die Warteliste ist nach wie vor lang. Vor diesem Hintergrund sah man eben den VfL Nagold in der Verantwortung, weitere sportliche Angebote zu schaffen – zumal es an den Nagolder Kindertagesstätten ebenfalls einen Bedarf für Sport gebe. Und so ist es in seinen Augen „eine gute Sache, die bestehenden Räume für sportliche Angebote zu nutzen“. Total begeistert zeigte sich Fabian Vogt später von der großen Resonanz, denn rund 200 Kinder mit ihren Eltern konnten im neuen Bewegungsraum begrüßt werden. „Wir wurden richtig überrannt und alle hatten viel Spaß“, freute sich der KISS-Geschäftsführer.  

Klar standen jetzt die Kinder im Mittelpunkt. Daneben sind aber auch weitere Angebote wie Sportkurse für Erwachsene oder Yoga-Kurse in den Räumen denkbar. Zudem werden natürlich bisherige Nutzer des Raums wie die VfL-Linedancer weiterhin im Sportheim präsent sein.

Text/Fotos: Uwe Priestersbach


Die VfL-Gaststätte wird zum Bewegungsraum

 

Der VfL Nagold verzichtet künftig auf einen Gaststättenbetrieb in seinem Sportheim. Stattdessen finden in den Räumen sportliche Aktivitäten statt. Am meisten profitiert von dem neuen VfL-Bewegungsraum die vereinseigene Kindersportschule KISS. Sie kann nun endlich ihre Wartelisten abbauen.

 

Keine einfache Entscheidung

Nein, es war keine einfache Entscheidung. Aber letztlich eine logische. Die Tradition eines Sportheimbetriebs gibt ein 177 Jahre alter Verein natürlich nicht einfach so auf. Vor allem ältere VfL-Mitglieder schwelgen noch immer gerne in Erinnerungen an so manchen geselligen Abend, den sie im Sportheim des VfL Nagold verbracht haben.

Doch letztlich haben sich die Zeiten geändert. Auch der VfL Nagold hat in den letzten Jahren schmerzlich akzeptieren müssen, wie schwer es ist, einen guten, passenden Sportheimpächter zu finden. Gerade deshalb ließ man sich auch gerne vom Konzept der letzten Pächter überzeugen, die den Nebenraum selbst eifrig für ihre wunderbaren Tanz-Events nutzten. Doch als Romina und Milton schon vor vielen Monaten gegenüber dem Vorstand offen kommunizierten, dass sie ihren Pachtvertrag nicht verlängern wollen, stellte sich für den VfL abermals die Grundsatzfrage: Braucht der Verein noch ein Sportheim? Ist eine Sportheimgaststätte in einem eben auch gastronomisch hochwertig bestückten Mittelzentrum wie Nagold überhaupt noch zeitgemäß? Und was ist eigentlich die beste Lösung für die Mitglieder?

 

Ein neuer Bewegungsraum

Nun ist eine Entscheidung gefallen. Der VfL Nagold gibt die Sportheim-Gaststätte auf. Stattdessen baut der Verein den großen Versammlungsraum sukzessive zu einem Bewegungsraum aus. Denn daran hat der Verein immensen Bedarf: An Räumlichkeiten, in denen Sport betrieben werden kann. Vor allem die Kindersportschule KISS nutzt bereits die Räume intensiv.  Und bei den Sport- und Gesundheitsprofis der KISS ist auch die Federführung für den Ausbau des Bewegungsraums angesiedelt.

 

Das sagen die Verantwortlichen

Kiss-Geschäftsführer Fabian Vogt freut sich: „Wir haben in den letzten Jahren einen großen Zustrom an sehr vielen Kindern für unsere Kiss-Kurse erlebt, was uns natürlich sehr freut. Doch leider war es in den letzten Jahren auch üblich, dass wir bis zu 130 Kinder auf unseren Wartelisten hatten und Kinder ein halbes oder dreiviertel Jahr warten mussten, bis wir ihnen einen Platz anbieten konnten, da wir einfach einen Mangel an Hallenkapazität haben.“

Diesem Mangel wirken KISS und VfL nun aktiv entgegen. „Ganz speziell für die KISS-Kurse, aber auch für unsere Kooperationen mit Nagolder Kitas, konnten wir einen passenden Bewegungsraum schaffen“, erörtert Vogt weiter.

Ziel bei der KISS ist es nun, allen Kindern, die auf der Warteliste stehen, einen Platz in den neuen Kursen anzubieten und auch in Zukunft die Wartezeit massiv zu verkürzen. Der KISS-Chef gibt weiter zu Protokoll: „Wir sind wirklich sehr dankbar für die Möglichkeit, dass wir diesen Raum entsprechend gestalten durften.“

Auch der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes ist optimistisch: „Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, weil vielen eine Sportgaststätte und ihre Möglichkeiten lieb und wert waren. Aber das Ziel des VfL Nagold ist es, den Nagoldern attraktive Sportangebote zu machen. Dazu haben uns bisher passende Räumlichkeiten gefehlt. Mit dem neuen Bewegungsraum im VfL-Sportheim können wir unser Angebot um vielfältige Sportkurse erweitern.“.“

Dabei wendet sich das VfL-Angebot in dem neuen Raum zunächst nur an die Kinder, doch Ehnes ist überzeugt: „Mit der Zeit werden wir sicher auch weitere Gruppen ansprechen.“ Und: „Ich bin überzeugt, dass wir viele Nagolder für unsere Kurse begeistern können und es bei uns im Sportheim in Zukunft noch lebhafter zugehen wird.“

 

Spendenaktion für ein flexibles Raumkonzept

In einer ersten Ausstattungs- und Umbauphase wurde mit viel Flexibilität ein Raumkonzept umgesetzt, das für die einstige VfL-Gaststätte ganz unterschiedliche Nutzungen ermöglicht. Noch bis zum 11. November läuft eine Spendenaktion der KISS, die helfen soll, die zusätzlichen Ausgaben zum Beispiel für Kletter-, Spiel und Turngeräte zu stemmen.

Bereits Anfang Oktober starteten die ersten Kita-Kurse der KISS, dann folgten Mitte Oktober die neuen klassischen KISS-Kurse. Weiter hat man beim VfL auch Themen wie Koronarsport sowie Gesundheits- und Reha-Kurse im Blick.  Auch Sportkurse für Erwachsene oder Yoga-Kurse sind in den Räumen denkbar. Zudem werden natürlich auch bisherige VfL-Nutzer des Raums wie die Linedancer weiter präsent sein.

Dabei ist dem VfL Nagold wichtig, nichts zu Überhasten. Alles soll Hand und Fuß haben. Es folgt ein Schritt nach dem anderen. So ist rein technisch auch weiterhin eine Rückkehr zum Gastrobetrieb denkbar – wenngleich auch aktuell nur schwer vorstellbar.

 

Eröffnung am 9. November

Zur Eröffnung des neuen Bewegungsraums plant der VfL Nagold am Samstag, 9. November eine Veranstaltung zum Tag des Kinderturnens. Von 11 bis 16 Uhr kann der Raum auf Herz und Nieren geprüft werden. Bei freiem Eintritt steht ein spielerischer Sportparcours bereit, um von Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren und ihren Begleitpersonen entdeckt zu werden. Willkommen ist jeder, den das Projekt interessiert. Zudem wird es auch eine Bewirtung im kleinen Rahmen geben.


Lecker Ehrenamtsfest mit Asado

Am vergangenen Freitag feierte der VfL Nagold wieder auf dem Gelände des Reinhold-Fleckenstein-Stadions sein Ehrenamtsfest, zu dem alle Schaffer aus allen Abteilungen und dem Vorstand eingeladen waren. „Romina und Milton haben wieder einen tollen Asado gemacht“, freute sich VfL-Vorsitzender Holger Ehnes. Bereits bei der Premiere des Ehrenamtsfestes im 175-jährigen Jubiläumsjahr 2022 hatte es einen Asado gegeben – ein argentinisches Grill-Event über zum Teil offenem Feuer.

Mit dem Wetter und auch dem EM-Spielplan hatte man zudem Riesen-Glück: am Anfang war der Platz vor der Hütte in der Sonne noch zu heiß, aber ab 18 Uhr etwa war dann Schatten über dem kleinen Hocketse- und Grill-Bereich und alle Festbesucher ließen es sich gut gehen. Die Stimmung unter den rund 100 VfL-ern war entsprechend gelöst und der gesellige Austausch stand im Vordergrund.

Entsprechend hat sich auch der erste Vorsitzende bei seiner Ansprache kurz gefasst und sich vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen bedankt, die viel Zeit und Herzblut in den Verein investieren und „ohne die es den VfL Nagold nicht geben würde“. Es sei ihm und dem gesamten Vorstand wichtig, zu zeigen, dass der Verein diese Treue schätze – deshalb war er froh über den Erfolg dieses Ehrenamtsfestes.


Wachstum führt zu weiterer Professionalisierung

Langjährige Mitglieder des VfL Nagold wurden bei der Hauptversammlung geehrt.

 

Beim VfL Nagold zeigt der Trend klar nach oben: Der größte Nagolder Verein zählt aktuell fast 1800 Mitglieder.

 

„Wir wachsen, weil die Kinder in den Sport drängen“, machte der VfL-Vorsitzende Holger Ehnes in seiner Rückschau auf die vergangenen drei Jahre deutlich. Doch spiele der VfL in Nagold eben auch eine aktive Rolle und ist auf allen Kanälen präsent, so Ehnes bei der Hauptversammlung im Sportheim.

 

Die Berichte des Vorstands

Die wachsende Mitgliederzahl macht in seinen Augen eine weitere Professionalisierung der Vereinsarbeit erforderlich – und offen sei man im Vorstand ebenfalls für eine Weiterentwicklung der sportlichen Angebote. Nachdem die Sportheimpächter vermutlich zum Jahresende aufhören, sei man außerdem an Ideen interessiert, „wie das Sportheim künftig genutzt werden kann“. 

Als 2. Vorsitzender beleuchtete Ulrich Hamann die Themen Ehrenamt, VfL-College und Talentwerk. Gerade im professionell geführten Talentwerk der VfL-Fußballer verzeichne man einen großen Zulauf – und der deutsche Rekordmeister FC Bayern München veranstaltet im September sein zweites Campus-Training im Nagolder Stadion.

Gerd Hufschmidt erinnerte an das mit über 500 Teilnehmern trotz großer Hitze erfolgreichen Kinderfest im Kleb – und in diesem Jahr ist Anfang Juli eine Neuauflage geplant. „Das ist eine tolle Veranstaltung, bei der die VfL-Abteilungen etwas gemeinsam machen“, unterstrich der 3. Vorsitzende.

Wie Kassier Klaus Rentschler mitteilte, schrieb der VfL Nagold im vergangenen Jahr rote Zahlen – was unter anderem an verspätet eingegangenen Sponsoringeinnahmen lag. Mit verantwortlich seien die gestiegenen Personal- und Energiekosten sowie der deutliche Verlust in der Fußballabteilung. Hier wurden allerdings Maßnahmen eingeleitet, damit es in diesem Jahr wieder besser wird. 

 

Lob vom OB

Die einstimmige Entlastung des Vorstandes kommentierte Oberbürgermeister Jürgen Großmann mit dem Hinweis: „Das ist das Zeugnis für eine hervorragende Arbeit“. Mit Blick auf die Vielzahl sportlicher Höhepunkte und Meisterschaften sieht er den VfL Nagold „in allen Abteilungen klar auf Erfolgskurs“. Durch die kreative Jugendarbeit werde zudem der Grundstein für künftige Erfolge gelegt. Ein Lob des Rathauschefs gab es für den VfL-Vorsitzenden Holger Ehnes, der „die Themen professionell und mit herausragendem Engagement angeht“. Allerdings leiste auch die Stadt durch die Bereitstellung von Sportstätten ihren Beitrag, wobei der OB unter anderem die geplante Erweiterung der Eisberghalle zu einer Drei-Feld-Halle erwähnte. 

 

Beitragserhöhung

Bei zwei Enthaltungen und ohne Diskussionen stimmten die rund 40 anwesenden Mitglieder der vorgeschlagenen Beitragserhöhung ab 2025 zu. Wie Kassier Klaus Rentschler in Erinnerung rief, wurden die Jahresbeiträge zuletzt 2016 angehoben – und die Anpassung zwischen sechs und acht Prozent sei sozial gestaffelt. Ab dem kommenden Jahr steigt der Jahresbeitrag für Erwachsene von 111 auf 120 Euro, und bei den Jugendlichen von 84 auf 90 Euro. „Das ist sehr moderat und nicht mal der Inflationsausgleich“, meinte OB Jürgen Großmann dazu.

 

Holger Ehnes bleibt Vorsitzender

Wahlen und Ehrungen standen jetzt beim VfL Nagold ebenfalls auf der Tagesordnung: Dabei wurde Holger Ehnes einstimmig für weitere drei Jahre im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt – ebenso Kassier Klaus Rentschler und Volker Haizmann als Beisitzer. Zur neuen Schriftführerin des VfL Nagold wurde Andrea Holzäpfel gekürt.

Sage und schreibe 75 Jahre lang halten Karl Gauß und Karl Hafner dem VfL Nagold bereits die Treue, und für 70-jährige Vereinstreue konnte Holger Ehnes jetzt Roland Stikel und Manfred Lepple auszeichnen. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurden daneben Wolfgang Tietze und Roland Haselwander geehrt, während Günter Weibrecht, Edeltraud Plitzko, Barbara Benz und Jürgen Gote seit 50 Jahren zum VfL Nagold gehören. Geehrt wurden daneben Gudrun Züffle (40 Jahre), Edith Bahlinger, Jessica Günther, Alexander Römer und Dominic Hammer (30 Jahre) sowie Max Zymelka, Xenia Wurster, Hans-Martin Schühle, Eva Schuon, Miguel Klauß, Maximilian Hammann und Klaus Kälber (25 Jahre).

Ebenfalls eine Ehrenurkunde gab es für Heiko Hofmann, der fast zehn Jahre als Schriftführer im Vorstand aktiv war und sich „unheimlich viel in der Öffentlichkeitsarbeit engagiert hat“, wie Holger Ehnes betonte. Deshalb war der Vorsitzende jetzt auch froh, dass Heiko Hofmann weiterhin die VfL-Homepage betreuen und die Social-Media-Kanäle bespielen wird.

 

Text/Fotos: Uwe Priestersbach / VfL Nagold

OB Jürgen Großmann leitete die Vorstandswahlen (von links), bei denen Holger Ehnes (Vorsitzender), Andrea Holzäpfel (Schriftführerin), Klaus Rentschler (Kassier) und Volker Haizmann (Beisitzer) gewählt wurden.


Freude über das Flutlicht-Geschenk

Es hat schon ein Weilchen gedauert: Vor einem Jahr feierte der VfL Nagold sein 175-jähriges Bestehen. Nun stand die Einweihung des städtischen Geschenks an: Das Stadion hat jetzt endlich Flutlicht.

 

Vielen Nagoldern dürfte gar nicht bewusst gewesen sein, dass das Stadion bisher über keine Flutlichtanlage verfügt hat. Und das stimmt ja auch nicht ganz: Denn wie nahezu allabendlich zu sehen ist, ist der kleine Kunstrasenplatz am Rande der Sportanlage mit Flutlicht ausgestattet.

Das Herzstück des Reinhold-Fleckenstein-Stadions aber, der große Rasenplatz und die blaue Laufbahn, musste bis dato im Dunkeln bleiben. Eine Flutlichtanlage fehlte.

 

Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann erinnerte bei der Einweihung auch an den Grund: Als 2014 die von Heike und Reinhold Fleckenstein unterstützte Komplettsanierung des Stadions anstand, da hätte die Stadt eigentlich auch gleich gerne eine moderne Flutlichtanlage installiert. Das tat sie aber letztlich nicht. Zur Erinnerung: 2014, das war kurz nach der Landesgartenschau – und in dieser Zeit war das Geld in der städtischen Kasse knapp.

Für Nagolds OB und den Gemeinderat kam da wohl das Jubiläum des VfL Nagold gerade recht. Zum 175-jährigen Bestehen von Nagolds größtem Verein, sollte es schon ein etwas üppigeres Geschenk sein: Also versprach Nagolds OB die neuen Flutlichtanlage.

In der vergangenen Woche wurde nun Vollzug gemeldet. Und bei der Einweihung der Anlage mit einem Flutlichtspiel des Landesligisten VfL Nagold gegen den VfL Sindelfingen herrschte mehr Freude über die nun fertiggestellte Anlage, als Verwunderung, dass es so lange gedauert hatte.

 

Und es war auch noch nicht alles perfekt. Die Ausleuchtung muss noch nachjustiert werden, damit zum Beispiel auch die Leichtathleten voll von dem Geschenk profitieren können. Nagolds OB sagte das auch zu. Und der Abteilungsleiter der Leichtathleten Hans Barucha hat das sicher wohlwollend vernommen.

So verwies Barucha bei seinen Dankesworten darauf, dass die Flutlichtanlage auch den Leichtathleten neue Möglichkeiten offeriert – zum Beispiel bei den abendlichen Trainingseinheiten aber auch mit Abendsportfesten in den technischen Disziplinen. Barucha weiter: „Für uns ist das ein echter Zugewinn.“

Auf das Mehr an Trainingsmöglichkeiten ging auch Uli Hamann, zweiter Vorsitzender des VfL und einer der Abteilungsleiter der Fußballer, ein. Zudem verwies er auf die besondere Stimmung bei Flutlichtspielen „Was gibt’s schöneres als an einem Freitagabend ein Flutlichtspiel?“, fragte der Fußballromantiker. 

Und tatsächlich war die Stimmung im abendlichen Reinhold-Fleckenstein-Stadion unter Flutlicht eine andere. Wenn auch der VfL Nagold das Einweihungsspiel 0:2 verlor.

 

Der Vorsitzende des VfL Nagold, Holger Ehnes, bedankte sich bei der Stadt für das großzügige Geschenk. „Das hat uns riesig gefreut!“ Auch er betonte die vielen Nutzungsmöglichkeiten, vor allem im Trainingsbetrieb. Wohlwissend, dass Trainingsplatzkapazitäten in Nagold knapp bemessen sind. Dabei betonte Ehnes auch, dass der VfL Nagold gerade in diesen Zeiten die Investitionen der Stadt in die „Aufwertung von Sportanlagen“ zu schätzen wisse.

Nagolds Stadtoberhaupt Jürgen Großmann war es wichtig zu unterstreichen, dass die neue Flutlichtanlage durchaus auch als „Zeichen der Wertschätzung“ für die beim VfL Nagold geleistete Arbeit zu sehen sei.

Heiko Hofmann


VfL-College: VfL Nagold bildet seine eigenen Junior-Coaches fort

Wir freuen uns über unseren ersten Jahrgang an VfL-Junior-Coaches. In dem neu geschaffenen Seminar-Angebot bekamen die jugendlichen Helfer aus ganz unterschiedlichen Abteilungen des Vereins im Rahmen des VfL-College wichtige Theorie und Praxis für angehende Übungsleiter vermittelt. Wir freuen uns über diesen erfolgreichen Start des VfL-College. Danke an alle Teilnehmer, vielen Dank aber auch an unsere kompetenten Dozenten.


Sommer, Sonne, Sport und Spaß

Bei einem Fußballspiel würde man von einer „Hitzeschlacht“ sprechen. So war es „nur“ ein megaheißer Tag, der den Rahmen für das Kindersportfest des VfL Nagold im Stadtpark Kleb bot. Die Hitze tat der Stimmung aber keinen Abbruch.

 

Es war der zweite Anlauf des VfL Nagold. Nachdem im vergangenen Jahr der Sportverein mit seinen gut  1700 Mitgliedern zum 175-jährigen Bestehen erstmals ein Kindersportfest im Kleb auf die Beine gestellt hatte, folgte nun der zweite Streich. Sowohl von außen, als auch  von den beteiligten   Abteilungen selbst war  an den Vorstand des   Vereins die Bitte  herangetragen worden, das Kindersportfest möglichst zu einem festen Bestandteil des Nagolder Veranstaltungskalenders zu machen. 

Gesagt getan: Und so waren im Prinzip die selben Akteure  wie vor einem Jahr auch in diesem Jahr wieder im Kleb aktiv. Nagolds Stadtpark ist aber auch perfekt geeignet für solch eine Veranstaltung: Das großflächige Gelände    bietet viel Platz für die Spiel- und Sportstationen. Diese wurden von verschiedenen Abteilungen des VfL Nagold betreut.  So konnten  die Kinder von Station zu Station gehen, sich dort jeweils einen Stempel abholen, und  wurden letztlich mit einem leckeren Eis für ihren sportlich Fleiß belohnt.

Eis war natürlich heiß begehrt

Eis, das ist sicher einer  der wichtigsten Stichpunkte. Denn  die vielen   hundert Eis, die der VfL für seine    Veranstaltung gekauft hatte, waren natürlich höchst begehrt  bei diesen   megaheißen Temperaturen – übrigens nicht nur bei Kindern. Getoppt wurde der Drang nach Eis höchstens  noch von einer ganz kurzfristig auf die Beine gestellten Abkühlungsstation: Mitten auf der Wiese hatte  der Bauhof  für den VfL eine Wassersprinkleranlage  aufgebaut. Die wurde zwischendurch immer wieder „scharf geschaltet“, drehte ihre spritzigen Kreise, und erfreute    die kreischenden, tobenden Kinder, die unter den Wasserfontänen herumsprangen.

Sprinkler sorgt für erfrischendes Nass

Sommer eben! „Besser  so, als verregnet“, hörte man auch den ein oder anderen Helfer aus den VfL-Reihen sagen. Die kamen allerdings mindestens so ins Schwitzen wie die sporttreibenden  Kinder.  Zwar  standen an jeder Station auch Pavillons  zur Schattenspende, doch die meisten Attraktionen, Parcours und Spieleangebote  rund um einige  der Sportarten, die beim VfL Nagold angeboten werden, waren auf der sonnigen Wiese aufgebaut.

Viele junge Ehrenamtler

Dabei war der Nachmittag nicht nur wegen der  vielen   Kinder, die mit strahlenden Gesichtern    den Stadtpark Kleb  bevölkerten bemerkenswert. Auch die pure Masse an ehrenamtlichen Helfern war beeindruckend. Alle beteiligten Abteilungen waren   mit guter Man-Power vertreten, und  viele junge  Gesichter, Jugendliche und   junge  Erwachsene waren in die Betreuung der  Stationen involviert.

Blau war die absolut  beherrschende Farbe 

Bei soviel Engagement ging dem VfL-Vorsitzenden Holger Ehnes sicher genauso das Herz auf, wie Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann und seiner Frau Simone beim Besuch der Veranstaltung. Was Großmann und Ehnes übrigens einte: Beide hatten blaue VfL-T-Shirts an – wie auch die allermeisten Helfer,  aber vor allem auch die vielen hundert Kinder an diesem Tag. Für die gab es nämlich bereits bei der Anmeldung ein VfL-Shirt geschenkt. Und so war neben dem  satten Grün im Kleb also Blau die absolut beherrschende Farbe an diesem bunten  Nachmittag für die ganze  Familie.

Der Besuch des Kindersportfestes war gut, doch blieb er ein wenig hinter dem Andrang aus dem  Jubiläumsjahr zurück. Das lag sicher am heißen Wetter  und  nicht an mangelnder Attraktivität. Die Kinder jedenfalls hatten großen  Spaß an „ihrem Tag“. Und Chef-Organisator Gerd Hufschmidt  (3. Vorsitzender beim VfL Nagold)  und  seine  Mit-Organisatoren  aus den Abteilungen   wirkten  auch höchst zufrieden mit dem gesamten Ablauf des Kindersportfestes.                                                                                                                          Heiko Hofmann


Sportlicher Besuch aus Longwy beim VfL Nagold

Am zweiten Advents-Wochenende war eine Delegation aus unserer Partnerstadt Longwy zu Gast, um unter anderem auch auf dem Weihnachtsmarkt einen eigenem Stand zu betreiben. Mit dabei waren auch die für den Sport in Longwy verantwortlichen Gemeinderäte Bernat und Hadjaj und die Amtsleiterin Aboub. Ihnen hat VfL-Vorsitzender Holger Ehnes die Vereinslandschaft in Nagold erklärt und einen Querschnitt der Nagolder Sportanlagen gezeigt. Dabei ging es in die Bächlenhalle, zur Lemberg- und Hohenberger Halle, nach Iselshausen, Gündringen, auf den Eisberg und natürlich auch in das Stadion. Die Gäste aus Longwy fanden das äußerst spannend und wollen in Longwy Werbung dafür machen, die früher recht häufigen Begegnungen im Sport zwischen den Vereinen aus beiden Städten wieder aufleben zu lassen.


VfL Nagold betreibt den Strohäker-Dirtpark

Nagolds Dirtpark ist eröffnet: Die Stadt Nagold, der VfL Nagold und die Firma Strohäker machen’s möglich. Das Angebot auf dem Eisberg kommt gleich gut an.

Die ersten jugendlichen Tester sind sich einig: Der neue "Strohäker Dirtpark" auf dem Nagolder Eisberg ist "ein Super-Parcour". Nur die Schotterfahrbahn sei noch "etwas locker", die "müssen wir noch festfahren". Was dann auch nach der feierlichen Eröffnung reichlich passierte.

Eigentlich sind es sogar gleich zwei Parcours, die sich südlich der Eisberghalle und des Baseballplatzes leicht abschüssig, direkt neben dem Eingang des Bikemaster-Trails in die Landschaft stürzen. Jeweils "knapp 200 Meter" lang, schätzt Nagolds Bauamtsleiter Rafael Beier – die eine etwas kürzer als die andere, insgesamt inklusive sechs Schanzen für möglichst weite Sprünge "und der Steilkurve".

Der Aufstieg hat’s in sich

Allein – wieder aus dem Parcours rauszukommen, ist gar nicht so einfach, wie sich zeigen sollte: Der Wiederaufstieg in Richtung Eisberghalle hat’s wirklich in sich – die meisten jungen Biker mussten hier ihr Sportgerät erstmal schieben. Der allgemeinen Freude der jungen Sportler tat das aber keinen Abbruch.

"Ein glücklicher Tag für den Radsport", fand denn auch Oberbürgermeister Jürgen Großmann ist seiner offiziellen Festrede. Vor der feierlichen Eröffnung hatten Kulturamtsleiter Philipp Baudouin und sein Team beim Wegräumen der letzten Sperren vom Parcours noch gemunkelt, dass "der Chef" – also der OB – "’nen Fahrradhelm mitbringen" wolle zur Einweihung des neuen, anspruchsvollen Radler-Rundkurses. Aber der Schultes hatte sich eher für "was Festliches" entschieden – keine Sportkluft. Die überließ er lieber seinem Stellvertreter Hagen Breitling, der tatsächlich und angemessen in Radlerhose und National-Trikot zum Festakt am neuen Dirtpark kam.

 

Idee kommt aus dem Jugendgemeinderat

Die eigentlichen Ehrengäste der Veranstaltung aber: Die Mitglieder des Nagolder Jugendgemeinderats mit Alexander Vazarcev an der Spitze. Aus ihren Reihen kam die ursprüngliche Idee zum Nagolder Dirtpark, auch noch eine Pumptrack steht auf ihrer Wunschliste ganz oben. Bei Stadtverwaltung und Gemeinderat liefen die Jugendlichen mit diesen Visionen offene Türen ein. Und mit dem weiten Sportareal auf dem Eisberg hatte man auch sofort das richtige Gelände gefunden. Und brauchte auch nur "wenige Minuten", wie der OB aus dem Nähkästchen plauderte, um mit der Firma und Familie Strohäker aus Jettingen einen kompetenten (Namens-)Sponsor für die jetzt entsprechend "Strohäker Dirtpark" heißende Rennstrecke zu finden.

"Eine große Zahl", so der OB weiter, hätte der Sponsor bei der Finanzierung der Anlage geschultert. Die Michael Strohäker selbst aber lieber erst einmal "später, nach meinem Urlaub" austesten wolle – nicht, "dass es vorher noch eine Verletzung" gebe. Aber die 14-jährige Tochter habe die gemeinsame Ausfahrt auf dem Parcours, der nun den Namen der Familie trägt, bereits fest angemeldet. "Da komme ich nicht raus!", lacht Strohäker.

Wobei die künftige Betreuung des Areals der VfL Nagold übernehmen werde, wie der OB weiter erklärte – der sich als Verein damit eben vor allem auch für den sportlich Nachwuchs attraktiver machen möchte. Zudem betreut der VfL Nagold auch bereits den Bike-Trail, der in direkter Nachbarschaft startet.

 

Zweiter "urbaner" Dirtpark ist vorgesehen

Gleich noch einen zweiten, "urbanen Dirtpark" kündigte denn auch OB Großmann für die Zukunft an – "unten in der Stadt", nahe des Viadukts. Auch das "wollen wir wuppen". Und auch dafür habe man bereits seitens der Stadt einen geeigneten Sponsor gefunden. Dieser weitere Dirtpark solle dann noch mehr sportliche Herausforderungen bieten – auch andere. Aber auch die Eisberghalle stehe nicht nur auf der Agenda, sondern werde "zeitnah" an die neuen Ansprüche der Sporttreibenden in der Stadt angepasst. So gesehen, sei der "Strohäker Dirtpark" nur der erste "Aufschlag für eine ganze Serie von Investitionen" in die Nagolder Sportanlagen.

 

Wobei es am neuen "Strohäker Dirtpark" auch noch eine ganz andere, pfiffige Idee – bei Bedarf – zu entdecken gibt: Direkt nach der – wie erwähnt recht anspruchsvoll ausgefallenen – Ausfahrt aus dem Dirtpark-Parcours stehen ebenfalls zwei nigelnagelneue "Reparatur-Säulen" mit Werkzeugen und Luftpumpe für zu arg in Anspruch genommene Bikes. Entwickelt wurden die von der Firma Veyhl aus dem nahen Zwerenberg – wo man nicht lange gezögert habe, die Anschaffung der Stadt Nagold vorzuschlagen, nachdem man dort von der Idee des Dirtparks gehört hatte. "Damit haben die bei uns sofort offene Türen eingelaufen", erklärt Rafael Beier dazu. Der zudem ankündigte, das weitere solche "öffentlichen Reparatur-Stationen" für Fahrräder auch noch unten in der Stadt eben am dort geplanten zweiten Dirtpark, aber auch in der Nähe des Longwyplatzes – "bei der Kämmerei" – und beim Badepark-Parkplatz aufgestellt werden sollen. "Damit wird Nagold dann wirklich endgültig zur fahrradfreundlichen Stadt!"

Text/Foto: Axel H. Kunert


Ein Traum in blau: VfL feiert Kindersportfest

Manchmal gehen alle Pläne auf: Der VfL Nagold hatte zum Kindersportfest in den Stadtpark Kleb eingeladen. Der Anlass: das 175-jährige Bestehen des Vereins. Die Familien kamen in Scharen. Fazit: Dieses Fest schreit geradezu nach einer Wiederholung.

 

Von Heiko Hofmann

 

Irgendwie war an diesem Tag alles blau: Der Himmel – strahlend blau. Aber auch bei den vielen Kindern, die sich auf der Wiese des Klebs vergnügten, waren blaue T-Shirts klar dominant. Mit weißer Aufschrift: VfL Nagold.

450 solcher Shirts hatte der VfL Nagold für seine kleinen Jubiläumsgäste herstellen lassen und verschenkt. Und sie fanden großen Anklang. Neben dem vielen Grün im Kleb dominierten die Vereinsfarben des größten Nagolder Vereins: blau und weiß.

Es gibt Veranstaltungen, da passt alles. Das Kindersportfest des VfL Nagold gehört sicher dazu. Dabei ist der VfL nicht bekannt für solche Veranstaltungen. Als Mehrspartenverein, sind es im Regelfall die einzelnen Abteilungen, die mit Veranstaltungen und Wettkämpfen in der Öffentlichkeit präsent sind. Zum 175-jährigen Bestehen allerdings dufte es dann ruhig mal etwas Neues sein, ein gemeinsames Kindersportfest im Kleb. Offen für alle, also natürlich nicht nur für VfL-Mitglieder.

»Die Rückmeldungen sind von allen gut«

Beim dritten Vorsitzenden des Vereins, Gerd Hufschmidt liefen die organisatorischen Fäden zusammen. Ziemlich entspannt sah man ihn am Sonntag immer wieder über die Klebwiese schlendern. So ist das eben, wenn alles läuft. Acht Abteilungen und die Kindersportschule Kiss hatte er mit im Boot. »Die Rückmeldungen sind von allen gut«, freut er sich. Und lobt die Abteilungen für den großen Aufwand, den sie für ihre Sportstationen treiben. Dabei gab es für den VfL gleich mehrere Anliegen, die der Vorstand mit diesem Angebot verwirklichen wollte. An erster Stelle wollte der Verein natürlich zu seinem runden Geburtstag auch den Kindern etwas bieten. Sie sind schließlich ein ganz großer Bestandteil der Vereinstätigkeit in nahezu allen Abteilungen. Aber auch, die Art und Weise, wie sich der VfL Nagold mit solch einem Fest in der Öffentlichkeit präsentiert, ist so ganz nach dem Geschmack des dritten Vorsitzenden. Und schließlich sei es auch schön zu sehen, wie Vertreter der unterschiedlichen Abteilungen hier etwas gemeinsam auf die Beine stellen.

Große Fußballdartscheibe

Da galt es ein paar Bälle gegen den Tischtennisroboter zu spielen, oder bei den Karateka ein paar kräftige Schläge gegen die geschützten Trainer auszuteilen. Die Kiss und die Turner hatten einen Parcours aufgebaut, bei dem die Kinder ihre Geschicklichkeit aber auch ihre Körperbeherrschung unter Beweis stellen konnten. Beliebt waren natürlich die Angebote mit den Bällen: Bei den Basketballern galt es das Spielgerät in den Körben zu versenken. Die Fußballer hatten eine mega-große-Fußballdartscheibe aufgestellt, zudem konnte die Härte des Schusses gemessen werden. Ganz ähnlich daneben das Angebot der Handballer: Die Wurfgeschwindigkeit wurde hier gemessen. Zudem ging es um die Treffsicherheit an einer Torwand. Das komplette Rundumpaket im Kleinen boten die Leichtathleten: Mit Rennen, Springen, Werfen. Auch hier konnte die Zeit gemessen werden. Und die Badmintonabteilung lud dazu ein, ein paar entspannte Schläge über das Netz zu probieren – auch wegen des Windes gar nicht so leicht.

»Das zu sehen, da geht mir das Herz auf«

Gerd Hufschmidt kam jedenfalls gar nicht aus dem Schwärmen heraus. Ihn freute nicht nur, wie gut das Kindersportfest von den kleinen Nagoldern angenommen wurde, sondern auch der Blick auf die Abteilungen. »Alle sind voll dabei. Und haben richtig Spaß«, so sein Eindruck. Was ihn dabei besonders begeistert: die vielen jugendlichen Helfer an den einzelnen Stationen. »Das zu sehen, da geht mir das Herz auf.«

Das Konzept stimmt

Sein Fazit ist denn auch klar: Das Gesamtkonzept stimmt! In der Nachbetrachtung will der VfL Nagold alle seine Jubiläumsveranstaltungen nochmals Revue passieren lassen. Und beim Kindersportfest stellt sich spätestens dann definitiv die Frage nach einer Wiederholung, am besten sogar einer festen Etablierung im Terminkalender. »Vielleicht jährlich, vielleicht alle zwei Jahre. Wir müssen da drüber reden«, sagt Hufschmidt. Für ihn ist klar: Nagold brauche solch ein Fest, gerade auch, weil »Groß hilft Klein« sein beliebtes Kinderfest nicht mehr auf die Beine stellt.