Einfach meisterhaft: die Heber des VfL Nagold

Die Bilanz der Gewichtheber des VfL Nagold kann sich sehen lassen: Bei den Deutschen Meisterschaften gab es zwei Mal Gold, drei Mal Silber und ein Mal Bronze. Dazu kommt eine Goldmedaille bei den Europameisterschaften.

Viktor Maier und Ralf Klink haben bei der Deutschen Meisterschaft der Mastersheber in Obrigheim vorgelegt. Maier startete zwei Wochen vor seinem 70. Geburtstag erstmals bei den M70 Masters in der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm. Mit 58 Kilogramm im Reißen und 70 im Stoßen wurde er Erster. Ralf Klink zog hinterher und gewann bei seiner ersten DM-Teilnahme mit 77 Kilogramm im Reißen und 100 im Stoßen Silber. Uwe Brettschneider (AK 50 bis 54, 105 Kg+) wurde bei der Europameisterschaft der Masters in Budapest Fünfter (91 Kg/120 Kg). Viktor Maier, erstmals in der Altersklasse 70 am Start, verteidigte er seinen EM-Titel mit 55 und 68 Kilogramm. Im letzten Stoßversuch scheiterte er an einem möglichen Weltrekord.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Schüler belegte Ronny Mast (AK14) den neunten Platz. Bei den 14-jährigen Mädchen überraschte Marie Röhrle mit persönlichen Bestleistungen im Reißen (47 Kg) und Stoßen (57 Kg). Dafür wurde sie mit der Silbermedaille belohnt. Riccardo Schmitt (AK15, leicht/Foto) eilte mit 74 Kilogramm im Reißen und 96 im Stoßen der Konkurrenz davon. Im Stoßen fing mit seinem ersten Versuch erst an, als alle anderen bereits fertig waren. Der zweitbeste Heber brachte es auf 85 Kilogramm. Das reichte locker zum Titel. Zudem wurde er als bester Sportler der Veranstaltung ausgezeichnet.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend waren Madita Kopp (bis 58 Kg) und Maksymilian Folusz (bis 69 Kg) am Start. Für Madita Kopp wurde der Wettkampf zum Krimi. Beim Probewiegen brachte sie 58,25 Kilogramm auf die Waage. Innerhalb von 60 Minuten reduzierte sie ihr Gewicht um 550 Gramm. Trotz der dadurch zuvor hohen Belastung stellte sie im Wettkampf mit 58 Kilogramm im Reißen und 69 im Stoßen ihre persönliche Bestleistung ein und wurde Zweite.

Maksymilian Folusz toppte seine persönliche Bestleistung im Reißen gleich zwei Mal auf 84 Kilogramm. Im Stoßen legte er nach großem Kampf 100 auf. Damit wurde er Dritter. (Schwarzwälder Bote, 6. Juli 2018)


Viktor Maier: der Dominator

Eine Goldmedaille für Viktor Maier und eine Silbermedaille für Ralf Klink sind die Ausbeute der Gewichtheber-Senioren des VfL Nagold bei den deutsche Meisterschaften der Masters in Obrigheim.

Viktor Maier startete zum ersten Mal in der Altersklasse M70 und hatte sich gleich zum Ziel gesetzt, deutsche Rekorde in der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm aufstellen. Dieses Vorhaben ist ihm mit zwei Bestleistungen im Reißen, drei im Stoßen und drei im Zweikampf gelungen. Er verbesserete die bisherigen Rekorde zum Teil deutlich. Viktor Maier ist auch in dieser für ihn neuen Altersklasse zumindest auf nationaler Ebene absolut konkurrenzlos.

Seine deutschen Rekorde mit 58 Kilogramm im Reißen und 70 Kilogramm im Stoßen sind auch bei den anstehenden Europameisterschaften in Budapest das Maß für die anderen Athleten.

Nicht unbedingt zu erwarten war der zweite Platz von Ralf Klink in der AK 50 bis 94 Kilogramm. Der Zweitplatzierte der baden-württembergischen Meisterschaft kam in Obrigheim auf 77 Kilogramm im Reißen und 100 Kilogramm im Stoßen. Das reichte bei den nationalen Titelkämpfen bei sieben Konkurrenten zum Vizemeister.

Nachdem Platz zwei erst mal abgesichert war, ließ er im dritten Versuch 108 Kilogramm auflegen. Bei einem gültigen Versuch wäre Ralf Klink mit persönlicher Bestleistung deutscher Meister gewesen. Doch das Gewicht war ihm zumindest an diesem Abend noch zu schwer.

Uwe Brettschneider war leicht verletzt angetreten, keine guten Bedingungen also für ihn, um ganz vorne mitmischen zu können. Er wollte in erster Linie seine Form für die bevorstehende Europameisterschaft testen.

Nach einem ersten guten Versuch im Reiße mit 85 Kilogramm verletzte er sich bei 90 Kilogramm im Zweiten Versuch erneut. Um kein Risiko einzugehen verzichtete er auf Anraten seines Trainers auf den dritten Versuch. Im Stoßen konnte er sich mit guten 100 und 105 Kilogramm noch etwas verbessern, scheiterte dann aber an den 115 Kilogramm nach gutem Umsatbeim Ausstoßen. Er belegte Platz sechs. (Schwarzwälder Bote, 17. Mai 2018)


Sechsmal Edelmetall nach Nagold

Bei den baden-württembergischen Gewichtheber-Meisterschaften der Masters (Senioren) in Nagold gingen sechs Athleten vom VfL Nagold an die Hantel und holten sich zwei Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und einmal Bronze.

Wie erwartet konnte Viktor Maier den Titel in der AK 8 (ab 70 Jahre) bis 56 Kilogramm Körpergewicht mit sechs gültigen Versuchen und 128 Kilogramm im Zweikampf erringen. Seine 58 Kilogramm im Reißen und 70 Kilogramm im Stoßen sowie sein Zweikampfresultat würden bei der nationalen Meisterschaften deutsche Rekorde bedeuten. Ebenfalls Gold holte sich Robert Otto. Der Neueinsteiger kam bei seiner ersten Meisterschaft in der AK 2 (ab 40 Jahre) in der Klasse bis 69 Kilogramm mit ebenfalls sechs gültigen Versuchen im Zweikampf auf 120 Kilogramm. Gegenüber dem Bezirksliga-Wettkampf in Magstadt konnte er sich in allen drei Wertungen steigern.

Silber gab es für Rolf Sigle, den ältesten Nagolder Heber. Er schaffte in der AK 8 (ab 70 Jahre) in der Klasse bis 77 Kilogramm ebenfalls sechs gültige Versuche und brachte es im Zweikampf auf insgesamt 100 Kilogramm.  Ihre guten Trainingsleistungen bestätigten Uwe Brettschneider in der AK 4 (ab 50 Jahre) in der Klasse über 105 Kilogramm Körperwicht und Ralf Klink bei den Hebern unter 94 Kilogramm mit zum Teil deutlichen Steigerungen gegenüber dem letzten Wettkampfkampf in Magstadt. Uwe Brettschneider kam im Reißen auf 93, im Stoßen auf 115 Kilogramm und damit im Zweikampf auf 208 Kilogramm. Das bedeutete Rang zwei und somit Silber hinter dem Favoriten Jürgen Braun aus Eisenbach. Ralf Klink verbesserte sich ebenfalls deutlich, so dass es für ihn am Ende mit 78 und 100 Kilogramm ebenfalls zur Silbermedaille gereicht hat.

Alle drei Heber, Viktor Maier, Uwe Brettschneider und Ralf Klink zeigten sich gut vorbereitet für die deutschen Masters Meisterschaften im Mai in Obrigheim. Ebenfalls mit einem zweiten Platz belohnte sich Andreas Heldens in der AK4 (ab 50 Jahre) bis 85 Kilogramm Körpergewicht. Seine 70 und 95 Kilo bedeuten für ihn nach einer längeren Verletzungspause ein gutes Ergebnis und haben seinen Start bei dieser Meisterschaft gerechtfertigt.

Eine besonders schwere Gruppe hatte Walter Jefimschenko erwischt. Er trat in der AK 0 (ab 30 Jahre) bis 85 Kilo an – und dies mit einem Körpergewicht von 77,4 Kilogramm. Walter Jefimschenko erreichte bei nur einem Fehlversuch mit 76 und 105 Kilogramm den dritten Platz in dieser starken Gruppe.

Die gezeigten Leistungen ergaben, dass der VfL Nagold in der Mannschaftswertung sich von sechs Mannschaften nur dem GV Eisenbach geschlagen geben musste. (Schwarzwälder Bote, 5. Mai 2018)