Fussball VfB-A-Jugend spielt in Nagold

Junger Mann mit Torjäger-Qualitäten: Stefandl (19) erzielte 11 Tore in 26 Partien für den VfB Nachwuchs
Junger Mann mit Torjäger-Qualitäten: Stefandl (19) erzielte 11 Tore in 26 Partien für den VfB Nachwuchs

(red). Einen attraktiven Testspielgegner hat sich Fußball-Landesligist VfL Nagold geangelt. Die Mannschaft des neuen Trainers Armin Redzepagic trifft am Samstag, 8. Juli,

um 11 Uhr im Reinhold-Fleckenstein-Stadion auf

die A-Jugend des VfB Stuttgart.

Das Nachwuchsteam der Stuttgarter spielt in der 1. Bundesliga.

 

Quelle: schwarzwaelder-bote.de


Schachti ist wieder da!

Torjäger Daniel Schachtschneider ist zurück und wird ab 01. Juli 2017 wieder das Nagolder Trikot tragen.
Dank intensiver Bemühungen von Abteilungsleiter Udo Jungebloed und

Uli Hamann ist es gelungen unseren Schachti zurückzuholen.
Nach seinen zwei Oberligajahren beim SSV Reutlingen und dem zwischenzeitlich beendeten Masterstudium

wird er in einem Nagolder Unternehmen seine berufliche Laufbahn starten.
Wir wissen was wir an ihm haben und freuen uns, dass er wieder einer von uns ist.

So Bescheiden wie er ist, gab es trotzdem eine Bedingung: 

„Ich hätte gern meinen alten Platz in der Kabine wieder.“
Das konnte man ihm spontan zusichern.

#welcomebackhome


Hellstern schießt den FC Gärtringen zum Sieg

FCG gewinnt das Landesliga-Derby in Nagold mit 1:0 +++ Video

Durch ein Tor von Nico Hellstern hat der FC Gärtringen am Freitagabend in der Landesliga beim VfL Nagold mit 1:0 gewonnen.

Der VfL verliert das Derby der Region mit 0:1 vor rund 200 Zuschauern auf dem Kunstrasen des heimischen Reinhold Fleckenstein Stadions.

 

Quelle: Fu Pa

 

 

 

Die Video-Highlights der Partie 

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Trainervorstellung für die nächste Saison

Nachdem in den letzten Wochen viel geschrieben wurde, möchten wir Euch die für die nächste Saison verantwortlichen Trainer vorstellen:

Landesliga-Team: Armin Redzepagic 

Armin ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Er war im Kreis Calw lange als Torjäger unterwegs, spielte unter anderem beim FV Calw, dem SC Neubulach und dem 1. FC Altburg. Als Spielertrainer übernahm er vor viereinhalb Jahren beim VfL Stammheim und führte den Verein aus der Kreisliga B in die Bezirksliga.

Bezirksliga-Team: Markus Kalmbach

Markus hat eine blaue Vergangenheit. Der 33-jährige Stürmer spielte schon in der Jugend beim VfL und später auch in der U23. Seit 2014 trainiert er die Mannschaft der Spvgg Wart/Ebershardt und konnte sich immer im oberen Drittel der Kreisliga A halten. Er ist Inhaber der DFB-Elite-Jugendlizenz und seit einigen Jahren am DFB-Stützpunkt in Freudenstadt tätig.

U-19 Junioren-Team: Max Bergemann-Gorski

Max ist derzeit noch A-Juniorentrainer bei den Young Boys Reutlingen. Er ist 22 Jahre jung, spielte in seiner Jugendzeit und danach bei Wormatia Worms in der Regionalliga Südwest, danach beim Oberligisten TSG Pfeddersheim und musste sein aktive Laufbahn aber wegen massiver Rückenprobleme aufgeben.

Herzlich Willkommen und viel Erfolg bei Euren zukünftigen Aufgaben.



Nachfolgerfrage geklärt

Redzepagic war zuletzt Trainer beim VfL Stammheim
Redzepagic war zuletzt Trainer beim VfL Stammheim

Armin Redzepagic wird neuer Trainer der Landesliga-Fußballer des VfL Nagold. Am Montag dieser Wochen hat der Verein bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit Landesliga-Trainer Thomas Schwarz zum Rundenschluss beendet wird. Jetzt meldet die Abteilungsführung, dass der bisherige Spielertrainer des Bezirksligisten VfL Stammheim die Landesliga-Mannschaft übernehmen wird. "Wir hatten einige gute und interessante Gespräche, erzählt Udo Jungebloed aus der Abteilungsleitung. "Dabei ragte aber eines heraus. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge – fußballerisch und menschlich."

Die Geschichte mit Armin Redzepagic geht bei Ulrich Hamann, er bildet zusammen mit Udo Jungebloed die Abteilungsleitung des VfL Nagold, schon länger zurück.

"Vor zweieinhalb Jahren spielten wir in der Vorbereitung mit unserer U19 gegen den VfL Stammheim, zu der Zeit noch in der Kreisliga A beheimatet. Mich beeindruckte damals, wie die Mannschaft auf dem Platz wusste, was sie tat, einen Plan hatte und diesen auch umsetzte. Diese Beobachtung faszinierte mich all die Jahre bei jedem Spiel der Stammheimer, das ich gesehen habe. Aber ich kannte den Mann hinter diesem Plan nicht. Als ich jetzt mit ihm an einem Tisch saß, überzeugte er mich und uns mit seiner Idee vom Fußball vollends. Darüber hinaus entdeckten wir eine große Sympathie." Am Ende also passten bei den Verantwortlichen des VfL Nagold und bei Armin Redzepagic sowohl die fußballerische Vision als auch die persönliche Ebene.

"Armin Redzepagic ist als Trainer hungrig, er arbeitet sehr strukturiert und schaut auch auf viele Kleinigkeiten, um aus seinen Spielern das ganze Potenzial herauszuholen. Wir möchten mit ihm noch mehr als bisher den Nagolder Weg weiter gehen und unsere jungen Talente aus dem Jugendbereich über die U23 in die erste Mannschaft führen", fasst Udo Jungebloed zusammen. Armin Redzepagic ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder.

Er war im Kreis Calw lange als Torjäger unterwegs, spielte unter anderem beim

FV Calw, dem SC Neubulach und dem

FC Altburg. Als Spielertrainer übernahm er vor viereinhalb Jahren das Kommando beim VfL Stammheim und führte den Verein von der Kreisliga B in die Bezirksliga. Dort konnte sich die Mannschaft etablieren. Armin Redzepagic ist Inhaber der UEFA-B-Lizenz und im besten Sinne ein Fußball-Verrückter,

der sich permanent umschaut und umhört, um neue Ideen zu gewinnen.

"Zwei Tage habe ich gebraucht, um mir Gedanken zu machen. Der VfL Nagold ist der beste Verein im Kreis Calw.

Früher habe ich zu den Nagoldern immer aufgeschaut. Jetzt habe ich die Gelegenheit, mich dort selbst eizubringen", freut sich Armin Redzepagic auf die Aufgaben an der neuen Wirkungsstätte. Auf die Frage, ob er sich voll auf seine Traineraufgabe konzentrieren wird oder ob er gerne irgendwann selbst doch noch auf dem Feld stehen würde, meint er scherzhaft: "Ich habe mir die Statistik angesehen. Die Mannschaft hat die beste Defensive. Einzig die etwas zu wenig erzielten Tore könnten mich dazu bewegen, als ehemaliger Torjäger mich selber im Sturmzentrum aufzustellen." Tatsächlich hat Armin Redzepagic freilich nicht vor, selbst gegen den Ball zu treten. "Meine Aufgabe ist es, Spieler und Mannschaft weiterzuentwickeln. Thomas Schwarz hat bisher hervorragende Arbeit geleistet und wird mir eine tolle Truppe überlassen."

 

Quelle: Schwarzwälder Bote

Kravoscanec und Atic mit Doppelpack

Kravoscanec (li.) erzielte einen Blitz-Doppelpack
Kravoscanec (li.) erzielte einen Blitz-Doppelpack

Dank eines Blitzstarts mit drei Toren in den ersten 15 Minuten kam der VfL Nagold am Samstag zu einem hoch verdienten Dreier beim Tabellenvierzehnten der Fußball-Landesliga, dem SC Tuttlingen.

Zwei Doppelpacks von Lukas Kravoscanec und Daniel Atis machten allen Spekulationen nach den Geschehnissen in der vergangenen Woche ein Ende.

Gelungene Vorstellung vor dem Heimspiel gegen den SV 03 Tübingen

Mit dem inzwischen neunten Saisonsieg haben die Nagolder ihren fünften Tabellenplatz verteidigt und eine Woche vor dem Heimspiel gegen den SV 03 Tübingen deutlich gemacht, dass auch nach oben durchaus noch Luft ist.

"Wir wollten von Beginn an Druck machen und dem Gegner nie den Eindruck vermitteln, er könnte heute etwas reißen", erklärte VfL-Trainer Thomas Schwarz seine taktische Marschroute. Und diese habe die Mannschaft nahezu optimal umgesetzt.

Die schnelle Führung der Gäste entsprang einem typischen Stürmertor, als sich Daniel Atis über links bis zur Grundlinie durchsetzte, nach innen in den Rücken der Abwehr flanke und Luka Kravoscanec in der Mitte aus sieben Metern zum 1:0 (3.) traf.

Nur 120 Sekunden später ergab sich eine ähnliche Situation, diesmal über rechts eingeleitet von Michel Nebert und aus zwölf Metern von Luka Kravoscanec mit dem 2:0 vollendet (5.). Besser hätte das Spiel für die Nagolder nicht beginnen können. Nach 15 Minuten fiel gar das 3:0 im Anschluss an einen von Raphael Schaschko getretenen Eckstoß, den Daniel Atis, am zweiten Pfosten stehend, einnickte.

Alles lief perfekt für die Gäste aus Nagold – bis zu der Szene, als Luka Kravoscanec nach einer halben Stunde Spielzeit nach einem Zweikampf liegen blieb. Der VfL-Stürmer musste mit ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus gebracht werden.

"Das hat einen Bruch ins Spiel gebracht", so Schwarz über die Auswechslung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kassierte der VfL Nagold das 1:3. Torschütze war Patrick Renner.

"Die haben nie aufgegeben und immer versucht nach vorne zu spielen", zollte der VfL-Coach dem Gegner seinen Respekt.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten waren die Nagolder dann wieder auf der Höhe und kontrollierten das Geschehen auf dem Platz. Daniel Atis traf nach einer Stunde zum 4:1 (61.), nachdem ihm Christoph Ormos den Ball schön in die Schnittstelle gelegt hat.

Die Partie war praktisch gelaufen, auch wenn Valerij Bogdanov mit dem 2:4 (73.) das Ergebnis für die Einheimischen noch etwas freundlicher gestalten konnte. "Ein Geschenk, völlig unnötig", kommentierte Thomas Schwarz den zweiten Tuttlinger Treffer.

Nach weiteren zehn Minuten sah Gökhan Bagci (84.) die Ampelkarte. In personeller Überzahl brachte der VfL Nagold die Führung sicher nach Hause.

SC Tuttlingen: Ali-Berkay Aslanbas, Asim Ademi (64. Simon Lehrmqayer), Dennis Habibovic, Sheriff Bah, Florian Ionel Tirca, Gökhan Bagci, Richard Titer, Lukas Klüppel (72. Carlos Hehl), Patrick Renner, Kevin Switalla (82. David Switalla), Valerij Bogdanov.

VfL Nagold: Hannes Walz, Deniz Bas, Valentin Asch, Raphael Schaschko (89. Tim Jung), Adrian Döbele, Marco Quiskamp, Christoph Ormos, Matthias Rebmann (72. Fabian Mücke), Michael Nebert, Daniel Atis, Luka Kravoscanec (30. Burak Tastan).

Tore: 0:1 (3.) Luka Kravoscanec; 0:2 (5.) Luka Kravoscanec; 0:3 (15.) Daniel Atis; 1:3 (45.) Patrick Renner; 1:4 (61.) Daniel Atis; 2:4 (73.) Valerij Bogdanov.

Besonderes Vorkommnis: gelb/rot (84.) für Gökhan Bagci (SC Tuttlingen).

Schiedrichter: Jan Pesch; Assistenten Benedikt Wiegmann, Simone Hoffmann.

Zuschauer: 100.

 

Quelle: Schwarzwälder Bote; Foto: Kraushaar

Trainerkarussell dreht sich weiter

Neue Abteilungsführung entscheidet sich für neue sportliche Ausrichtung
Neue Abteilungsführung entscheidet sich für neue sportliche Ausrichtung

Nachdem die VfL-Verantwortlichen für kommende Saison die Trainerpositionen der B-Junioren-, A-Junioren- und der Bezirkligamannschaft neu zu besetzen haben, wurde zu Beginn der Woche bekanntgeben, dass auch der Vertrag von Landesligacoach Thomas Schwarz über das Saisonende hinaus nicht verlängert wird.
"Thomas Schwarz ist nicht nur ein guter Trainer, wir haben ihm auch viel zu verdanken. Er hat die Mannschaft vor einem Jahr in einer schwierigen Situation übernommen und stabilisiert. Dafür sind wir sehr dankbar und zollen ihm hohen Respekt", zeigt Abteilungsleiter Ulrich Hamann hohe Wertschätzung für die Arbeit des 50-Jährigen.
"Aber bei den Planungen für die neue Saison sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass ein kompletter Neustart für uns als Abteilungsleitung und für unsere Philosophie, den so genannten ›Nagolder Weg‹, hilfreich, sinnvoll und zielführend wäre", führt er weiter aus. Alles auf null, heißt es also bei den Nagoldern: neue Abteilungsleitung und neue Trainer.

Thomas Schwarz zeigte sich von der Entscheidung des Vereins überrascht. Gerne hätte er den „Nagolder Weg“, der von ihm bereits noch in der Verbandsliga eingeleitet wurde, weiter mit seiner Mannschaft begleitet. „Klar ist aber auch; meine beiden Verpflichtungen fielen jeweils noch in den Verantwortungsbereich der Vorgänger in der Abteilungsleitung. Es ist daher völlig legitim, dass bei gegebenenfalls unterschiedlicher sportlicher Auffassung, auch auf der Chef-Trainer-Position seitens der neuen Abteilungsführung eine neue sportliche Ausrichtung gewünscht wird.“

Thomas Schwarz versicherte, im Trainer-Team bis zum Sommer alles daranzusetzen, um die positive Entwicklung des jungen Landesliga-Teams weiter zu forcieren und eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.

Die Spieler wurden am Montagabend nach dem Training informiert. das Gespräch mit Thomas Schwarz ging bereits vergangene Woche über die Bühne.  Das Programm der neuen Abteilungsleitung, die erst seit September im Amt ist, war von Anfang an umfangreich. Nach der Trennung von Gerd Teufel, dem Trainer der Bezirksliga-Mannschaft im Winter, und der Bekanntgabe, dass Benni Maier (wechselt für ein halbes Jahr als Trainer von der U19 in die Bezirksliga) im Sommer nach Gechingen wechselt, war klar, dass für die U17, für die U19 und für die U23-Bezirksliga-Mannschaft neue Trainer gesucht werden müssen.

 

Nun hat sich die Abteilungsleitung dazu entschlossen, eine weitere Trainerstelle im Sommer neu zu besetzen,
nämlich die des Landesliga-Trainers. Auf den ersten Blick wirkt das überraschend, zumal die Mannschaft die Mannschaft mit 27 Punkten in der Landesliga auf dem fünften Platz gut da steht und in Person von Thomas Schwarz ein anerkannt guter Trainer am Ruder steht.
Die Verantwortlichen des sind mit einigen potenziellen Nachfolgern im Gespräch. Namen werden noch keine gehandelt.
"Das Interesse ist groß. Aber die guten Bewerber sind natürlich auch von anderen Vereinen umworben. Deshalb müssen wir jetzt sehr schnell entscheiden", sagt Ulrich Hamann.
Quelle: VfL Nagold Fußball - Facebook Seite, sowie Schwarzwälder Bote


Auch der VfL verstärkt sich am "Deadline Day"

und holt Adi Döbele zurück an die Nagold

Adi Döbele (2 v.re.): Juni '16 verabschiedet, jetzt wieder zurück in Nagold
Adi Döbele (2 v.re.): Juni '16 verabschiedet, jetzt wieder zurück in Nagold


Auf eine Stadionwurst mit...                                                    dem Feuerwehrmann mit dem Torinstinkt

Der ehemalige Toptorjäger und VfL-Ex Coach Markus Holzberger im Interview

"Mein größter sportlicher Erfolg als Trainer war der Verbandsliga-Aufstieg mit Nagold 2008"
"Mein größter sportlicher Erfolg als Trainer war der Verbandsliga-Aufstieg mit Nagold 2008"

Vielversprechend begann Markus Holzbergers Jugend.

In der D-Jugend wurde der damals Neunjährige von Borussia Dortmund gesichtet. Zwei Jahre zuvor war er,

von Pfalzgrafenweiler kommend, mit seiner westfälischen Mutter nach Scharnhorst gezogen.

Als Vorstopper wurde er unter anderem Westfalenmeister mit der Jugendmannschaft des BVB, bis eine Erkrankung der Mutter die Familie zum Rückzug in den Schwarzwald bewog. „Das war sehr schlimm für mich“, sagt der heute 51-Jährige rückblickend. Alle Gegenwehr half nichts, von nun an spielte der Jugendliche wieder im beschaulichen Pfalzgrafenweiler. Bis auf ein kurzes Intermezzo bei Dornstetten blieb er

auch seinem Geburtsort treu, richtig motiviert sei er aber nicht gewesen.

Die Zeit bei den Aktiven brachte schließlich eine grundlegende Änderung: „Als bei uns der Sturm ausgefallen ist, wurde ich im Angriff eingesetzt und habe gleich getroffen“, erinnert sich Holzberger. Von da an habe er immer im Sturm gespielt – und vergolt es mit reichlich Treffern.

So schoss er die Schwarzwälder in der Saison 1986/87 in die Landesliga – sich selbst sogar bis in die Oberliga.

Er hatte ein lukratives Angebot vom SSV Reutlingen erhalten, inklusive Arbeitsplatz und Wohnung.Diese Versprechen aber wurden vom damaligen Drittligisten nie eingelöst, sodass Holzberger nach nur einer Saison nach Nagold wechselte.

Nagold sollte nach dem BVB die zweite große Liebe des Westfalen werden, wenn auch erst später. Denn hier erlebte der Torjäger seine fußballerisch schönsten Zeiten. In der Saison 1994/95 war er bei Pfalzgrafenweiler zum Spielertrainer geworden und so in die Landesliga aufgestiegen. Nach einem Abstecher über Neustetten kehrte er nun nach Nagold zurück.

Dieser steckte damals tief in der Krise, mit nur einem Pünktchen aus der Vorrunde stand dem VfL das Wasser bis zum Hals. Markus Holzberger wurde als „Retter“ engagiert – und schaffte das kaum Mögliche: den Klassenerhalt. Darauf ist er bis heute stolz. In weiteren vier Jahren als Spielertrainer gelang ihm gar der Aufstieg in die Landesliga und der zweifache Pokalsieg.

2003 wiederholte er das Kunststück beim SV 03 Tübingen, den er ebenfalls aus der Krise holte und am Ende gar Sechster wurde. Anschließend folgten weitere vier Jahre in Nagold, in denen er es bis auf den fünften Platz in der Verbandsliga schaffte. „Mehr ging nicht“, sagt er zur Aufgabe seiner Tätigkeit beim VfL.

Doch ganz vorbei war es noch nicht: Der FC Rottenburg rief an und wollte ebenfalls aus der Misere befreit werden. In einem Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE hatte Holzberger damals ausdrücklich gesagt, nicht wieder nur der „Feuerwehrmann“ sein zu wollen. Am Ende sei er dennoch genau das gewesen, gesteht er rückblickend ein. Rottenburg gewann das Relegationsspiel gegen den ungeliebten Ex-Verein Holzbergers, den SSV Reutlingen, mit 4:2 und schaffte den angestrebten Landesliga-Verbleib.

Danach war es aber wirklich vorbei. Seitdem spielt Holzberger nur noch gelegentlich bei den Alten Herren. Doch auch hier hat ihn sein Torinstinkt noch nicht ganz verlassen: Beim SVF Turnier in Freudenstadt wurde er mit der Traditionself nicht nur Turniersieger, sondern mit fünf Treffern auch Torschützenkönig. In der SÜDWEST PRESSE blickt er auf seine vielseitige Laufbahn zurück.

 

 

Herr Holzberger, wie verfolgen Sie Ihre verschiedenen Vereine?

Ich verfolge eigentlich alle, vor allem Tübingen, Nagold und Pfalzgrafenweiler. Da habe ich noch sehr gute Kontakte.

Allerdings verfolge ich viel übers Internet, da ich nicht so viel Zeit habe, um jedes Wochenende bei drei Vereinen neben dem Platz zu sein.

 

 

Was war Ihr größter sportlicher Erfolg?

Eigentlich als Trainer in Nagold. Aber als Spieler waren es die sechs Tore beim 8:1 gegen Sulz mit Nagold in der Landesliga Staffel 3. Das ist bis heute ein Rekord. Und in der Bezirksliga Böblingen/Calw habe ich nochmal in einem Spiel sechs Tore geschossen, das ist auch immer noch Rekord. Ich war schon ein echter Torjäger.

 

Wie sind Sie dem Sport heute verbunden?

Ein bisschen bei den Alten Herren, mehr geht leider nicht. Aber ich bin absoluter BVB-Fan. Gegen Lissabon war ich durch den Manager von André Schürrle, der ein Bekannter von mir ist, das letzte Mal im Stadion.

 

 

Was sind Ihre schönsten sportlichen Erinnerungen an die gute, alte Zeit?

Das war der Verbandsliga-Aufstieg mit Nagold 2008. Das hat mich selbst gewundert, dass wir das geschafft haben.

 

 

Was ist die schlimmste sportliche Erinnerung?

Mein Knöchelbruch. Und mein Kreuzbandriss. Das war innerhalb von genau einem Jahr: Am 23. Januar 1991 hatte ich den Kreuzbandriss, am 23. Januar 1992 den Knöchelbruch. Deswegen hasse ich den 23. Januar, das ist mein Unglückstag (lacht).

 

 

Wer war Ihr härtester Gegenspieler?

Das war der Mulle. Ein Verteidiger in Horb als ich bei Pfalzgrafenweiler gespielt habe. Eigentlich hieß er Müller, aber alle haben ihn nur Mulle genannt. Der war hart, aber fair.

 

 

Treiben Sie heute noch Sport?

Ich spiele seit mittlerweile fünf oder sechs Jahren regelmäßig Tennis, also immer mal wieder. Außerdem spiele ich ja noch Fußball bei den Alten Herren oder bei den Traditionsmannschaften. Außer bei Freudenstadt habe ich auch mal für den VfB Stuttgart gespielt.

 

 

Wo gibts die beste Stadionwurst?

In Nagold natürlich.

 

 

Warum?

Weil die einfach gut ist (lacht).

 

 

Verfolgen Sie Sport lieber live vor dem Fernseher oder vor Ort im Stadion?

Lieber im Fernsehen, weil ich ja BVB-Fan bin und nur dreimal im Jahr hochkomme, wenn ich meine Mutter besuche.

Dann versuche ich auch immer ins Stadion zu gehen, ich bin ja auch Vereinsmitglied. Ich habe schwarz-gelbes Blut.

 

 

Quelle: http://www.neckar-chronik.de/Nachrichten/Feuerwehrmann-mit-Torinstinkt-318651.html